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Es ist endlich Normalität an der Börse eingekehrt, die Aktien fallen. Das ist auch gut so, denn die Anleger wurden lange genug an der Nase herumgeführt. Lange genug konnte die Realität ausgeblendet werden. Doch irgendwann muss man sich der Wahrhei stellen, dass ist an der Börse genauso wie im richtigen Leben.

 

Die bisherige Euphorie an den Märkten ist gestreut und der angebliche Wachstum der Konjunktur auf Sand (Kredit) gebaut. Hauptsächlich kommen die Einnahmen aus dem Ausland. Wenn die ausländischen Aufträge  bald ausfallen sollten, nämlich infolge von Sparmaßnahmen, dann ist es auch schnell vorbei mit dem Wachstum in Deutschland. Im Inland wächst nämlich gar nichts, denn die Angestellten müssen mit wenig Lohn auskommen und sieben Millionen Menschen können trotz Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. In dem Zusammenhang ist die so tolle Arbeitslosenstatistik zu erwähnen. Man freut sich über die monatlich weniger werdenen Arbeitslosen, aber dass die Menschen von der Arbeit nicht mehr leben können, verschweigt man einfach.

 

Die täglich auf den Anleger einprasselnden Wachstumsmeldungen sollten mit Vorsicht aufgenommen werden. Immer wenn die Zahlen zur Verfügung stehen, ist das Ereignis bereits passiert. Das heisst: die Unternehmen haben schon mehr produziert, haben schon mehr verdient und der Aktienkurs ist bereits gestiegen. Die Meldungen in den Medien kommen verspätet.

 

Zum DAX. In Erwartung steigender Kurse fällt der Index weiter. In den letzten Wochen wurden immer wieder kleine Korrekturen als Grund für den Fall der Aktienkurse angegeben. Es sollte bald wieder hochgehen und die Daten (zum Wachstum) würden stimmen. Die Richtung für den deutschen Index sollte bald wieder Norden sein und der DAX wurde bereits bei 8000 Punkte erwartet. Nun hoffen die Anleger wieder auf steigende Kurse, doch immer, wenn ein neues Investment eingegangen wird, fällt der DAX überraschend.

 

Der Nährboden für fallende Kurse ist somit vorhanden. Die Anleger halten weitere Minuszeichen an den Börsen für unmöglich. Die Investoren glauben nicht an einen Fall. Damit sind Käufer am Markt vorhanden, die die Aktien kaufen wollen, die andere Marktteilnehmer verkaufen wollen. In der Fachsprache nennt sich diese Phase „Distributionsphase“. Die Aktien wechseln den Besitzer. Die meist großen Anleger verkaufen ihre Aktien an die meist kleinen Anleger. Die Großen haben den Gewinn schon gemacht und die Kleinen wollen ihn noch machen. Ende April gaben wir den Hinweis in folgendem Artikel: Taxifaher wollen Aktien kaufen.

 

Einige unserer Leser, die bereits den Neuer-Markt-Hype miterlebt haben, kennen vielleicht die Marktphase, in der trotz anders verlautender Nachrichten (z.B. Gewinnwarnungen, Insolvenzen) Anleger immer wieder bereit waren Aktien zu kaufen, weil neue Hochs erwartet wurden. Jeder wollte günstig Aktien kaufen, die nachher noch günstiger wurden. Im Moment wollen auch viele Investoren wieder dabei sein, wenn der DAX nach oben dreht; nur dreht er nicht, sondern er fällt immer weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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