Indikatoren-Trading

Der DAX tat gestern das was er tun soll, er fiel. Schnell kam Unruhe in den Markt, ob es sich nun um den Beginn einer ausgedehnten Korrektur handele oder nicht. Nach einer schwachen Eröffnung und einem letzten Aufbäumen der Käuferschar in den ersten Minuten, war es dann auch um den Index geschehen. Leblos blieb er liegen bis zum Tagesschluss.

 

Warum ist denn der DAX gefallen, fragen sich nun einige Akteure. Und die Antworten kommen gleich zuhauf. Die erste ist, dass Japan seine Atomkatastrophe auf die selbe Höchststufe eingestuft hat, wie Tschernobyl. Dies soll dazu geführt haben, dass sich die Börsianer über das Ausmaß der Katastrophe nun klarer geworden sind und deshalb schnell ihre Aktien verkauft haben. So so, kann man nun sagen, dass konnte man vorher natürlich nicht ahnen.

 

Ähnlich trüb war die Stimmung bei den Unternehmen. Hier fiel allen voran der Aluminiumhersteller Alcoa auf. Dieser hatte nach Börsenschluss am Montagabend gemischte Zahlen geliefert, die eigentlich nicht so schlecht waren, aber die Börsianer hatten mehr erwartet. Die Enttäuschung saß somit tief.

 

Die Anleger wollten das Unternehmen gleich in der Nacht abstrafen und alle Aktien verkaufen, doch dazu kam es gar nicht, weil die Aktien nachbörslich vom Handel ausgesetzt wurden. Erst mit Beginn des gestrigen Handelstags konnten wieder Alcoa Aktien gehandelt werden und das sehr heftig. Am Dienstag wurden doppelt soviele Aktien gehandelt wie am Montag und die Aktie schmierte mit 6% Minus ab.

 

An dem Beispiel Alcoa zeigt sich eines sehr deutlich: die Erwartungen der Marktteilnehmer sind zu euphorisch. Die Berichtssaison wird noch mehr Aktien unter die Räder bringen. Bereits heute um 13:00 Uhr wird JP Morgan Chase seine Zahlen zum ersten Quartal melden. Wenn das mal nicht ins Auge geht.

 

Der DAX hat immer noch die Kraft, sich gegen weiter fallende Kurse zu stemmen. Wie geht es weiter? Wie bereits im Artikel „DAX-das kurzfristige Bild“ herausgearbeitet, sind Ziele unter 7000 Punkten anvisiert. Das Hoffen und Bangen unter den Investoren spielt hier eine große Rolle. Keiner will den Wiedereinstieg verpassen, denn der DAX könnte ja noch viel weiter steigen. Die andere Fraktion hat Angst, weil die Kurse vielleicht noch viel weiter fallen können. Also das übliche Wechselbad der Gefühle an der Börse.

 

Es wird sich in den nächsten Tagen zeigen, wie die Märkte mit der Unsicherheit umgehen werden. Handelssignale ergeben sich, wenn entsprechende Widerstände oder Unterstützungen angelaufen werden. Dazwischen ist Niemandsland. Die Stimmung besonders beeinflussen werden die Unternehmenszahlen. Wenn weitere Unternehmen „enttäuschen“ sollten, dann wird sich die noch hoffnungsvolle Grundstimmung schnell wandeln.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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