Buchtipp

Was wurde die letzten Wochen nicht über die aktuelle Haushaltsdiskussion der USA geschrieben. Es ging um die  "Schlacht um den US-Haushalt" oder "Etatstreit in den USA" oder um einen "drohenden Staatsinfarkt", wenn sich die Republikaner und die Demokraten nicht auf einen Haushalt einigen. Die USA macht wieder einmal das, was sie am besten kann, sie zieht eine blendende Show ab.

Wenn sich die Parteien nicht geeinigt hätten, wäre mit Ablauf der Frist eine sofortige Ausgabensprerre in Kraft getreten. Das würde bedeuten, viele Angstellte im öffentlichen Dienst sowie im Militär müssten in den Zwangsurlaub geschickt werden. Um die Spannung entsprechend zu erhöhen, blendeten die US-Fernsehsender Countdown-Zähler  in ihre Übertragungen mit ein. Sondersendungen liefen am laufenden Band, um die drohenden Auswirkungen zu diskutieren und dem Bürger näher zu bringen.

Den Menschen wird wieder einmal Angst gemacht. Eine drohende Katastrophe wird gezeichnet, wenn sich Republikaner und Demokraten nicht einigen werden. Die mediale Panikmache dient nur dem Zweck, dass sich in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten nichts ändert. Die bisherige Misswirtschaft soll weiter geführt werden. Denn die massive Schlieflage im US-Haushalt, nämlich zum einen viel zu viele Ausgaben und zu geringe Einnahmen auf der anderen Seite, ist das Resultat einer inkompetenten Haushaltsführung. Die USA kann nicht mit Geld umgehen, dies sollte eigentlich geändert werden, doch in dem Bereich passiert nichts.

Deshalb greift die USA wieder auf ihre mediale Stärke zurück. Die Show ist das, was die Amerikaner beherrschen. Niemand anders kann Meinungen so gut beeinflussen, niemand beherrscht es besser, Menschen zu Tränen zu rühren oder Bürger zum Konsum zu animieren wie das große Land jenseits des Atlantiks. Die Macht haben die Medien, die Show liefert den Inhalt.

Somit waren auch die letzten Tage des Ringens um einen US-Staatshaushalt wieder eine Show, bei der niemand wirklich davon ausging, dass es zu keiner Einigung kommt. Weder Demokraten noch Republikaner können es sich leisten, die Schuld auf sich zu nehmen, Schaden an dem amerikanischen Staat (Wirtschaft) verursacht zu haben, der durch eine Nichteinigung möglicherweise entstanden wäre.

In den USA wird nämlich nicht  derjenige gefeiert, der dem Unheil ein Ende setzt, nein im Land der Superlative geht man lieber mit wehenden Fahnen unter; oder am Beispiel des Untergangs der Titanic: die  Band spielt noch, während das Schiff sinkt. Gefeiert wird derjenige, der die Schuldenorgie weiterführt, natürlich zum Wohle der Nation.

In den USA heisst es "the show must go on", die Show muss also weitergehen und das tut sie auch. Sie hält die Medien bei Laune, die Nachrichtensender, die Bürger, die Journalisten, ja sogar die Welt wird unterhalten durch die US-Haushalts Show, die nur dem Zweck dient, die eigenen Fehler zu kaschieren.

Nun haben sich beide Parteien geeinigt. Sie lächeln freudig in die Kameras und feiern sich selbst. Ganz so, wie es sich für eine gute Show gehört.

Der gesunde Menschenverstand aber meint, die Amerikaner sollten endlich aufwachen und der Realität ins Auge sehen. Wenn man kein Geld mehr hat, dann muss man anstatt Sekt auch mal Leitungswasser trinken. Die USA muss wirklich sparen, doch dazu ist sie nicht bereit. Ein Staatsbankrott ist ist unausweichlich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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