Indikatoren-Trading

Sind Sie jetzt dabei einzusteigen ? Wollen Sie auch endlich in den boomenden Markt reinkommen? So geht es in den letzten Tagen vielen anderen Anlegern auch. Die Schnäppchenjäger sind unterwegs und versuchen die günstigen Kurse zu nutzen. Der DAX ist in den letzten Monaten ordentlich gestiegen und viele Anleger hatten nicht die Gelegenheit, einzusteigen. Jetzt, wo der Markt fällt, greifen sie zu. Die Schnäppchenjäger wollen halt ein Schnäppchen machen. Zu überhöhten Kursen wollen sie nicht kaufen, aber nun ist der DAX ja ein wenig zurückgekommen, da muss man zugreifen.

 

Es heisst bekanntlich, der DAX ist in einer Korrektur. Das bedeutet, der bisherige Anstieg geht bald weiter. Eine Korrektur ist dafür da, um Luft zu holen und um Kraft zu tanken, damit der Index weiter steigen kann.

 

Wie bereits in den letzten Monaten gesehen, hat sich der DAX nicht viel Zeit gelassen, um Luft zu holen. Ein Tag, maximal wenige Tage, und dann fuhr der Börsenzug, auf den so viele noch aufspringen möchten, wieder mit voller Kraft Richtung Norden.

 

Die letzten Tage sind aber anders als die bisherigen. Der DAX hat sein letztes Hoch am 21.02. gesehen, das ist bereits zwei Wochen her. Ausserdem haben die fallenden Tage eine besondere Charakteristik, sie sind stark, steil und ohne Gnade. Im Intradayverlauf kann der Anleger erkennen, wie die Kurse immer wieder versuchen zu steigen, aber jeder Anstieg wird bitter verkauft.

 

So zeigt auch der Tageschart des DAX, dass die Mühen der Schnäppchenjäger bisher nicht belohnt wurden.

 

 

An den Punkten 1, 2, 3 und 4 sieht man die vergebene Mühe deutlich. Es konnten keine neuen Hochs erklommen werden und die vielen Kerzen mit Dochten deuten auf einen Überhang der Verkäufer hin. Der Bereich um 7100 Punkte hat sich bisher als Schäppchenzone etabliert. Bis zu diesem Niveau sollten die neuen Käufer also nicht nervös werden.

 

Bezeichnend für die Situation der Schnäppchenjäger war der Tagesverlauf des DAX am Rosenmontag. Nach Börseneröffnung gerieten die Schäppchenjäger in Feierlaune und kauften wie verrückt Aktien. Unterstüzt durch geringe Umsätze am Feiertag stieg der Index dann auch über 140 Punkte fast am Stück. Die Schnäppchenjäger wähnten sich bereits gut in den Markt reingekommen zu sein, als dann am Nachmittag die Verkäufer wieder dominierten und Aktien verkauften. Der DAX musste von seinem Plus wieder 100 Punkte abgeben. Im Chartbild ist der Versuch der Schnäppchenjäger vom Rosenmontag an der Kerze mit dem Punkt 3 zu erkennen. Die meisten Schnäppchenjäger der letzten Tage sitzen nun auf Verlusten, d.h. die Kurse sind weiter gefallen als der Preis, zu dem man die Aktien erworben hat. Noch wäre der Verlust aber im Rahmen.

 

Doch was ist, wenn diese Korrektur doch keine ist? Was, wenn es nun heftig nach unten knallt? Dann würde sich das vermeintliche Schnäppchen als ein teures Vergnügen herausstellen.  Denn es könnte doch sein, dass der Bereich 7100 Punkte aufgegeben wird. Dann würden sich  die Schleusen öffnen und weitere Anleger wären bereit, zu verkaufen. All unsere Schnäppchenjäger hätten dann den Verkäufern einen Bärendienst erwiesen.

 

Gierig wurden die Aktien zu teuren Preisen gekauft und dann würde der Kater natürlich tief sitzen. Wenn also die obige Schäppchenzone sich als Trugschluss erweist, dann würden die Schnäppchenjäger in Panik verkaufen und die Aktienbesitzter welche im Plus sind dann auch.

 

Im Moment notiert der DAX noch über der Schnäppchenzone. Aber die Schweissperlen auf der Stirn derjenigen, die in den letzten Tagen gekauft haben, sind nicht zu übersehen. Die Schnäppchenjäger müssen zittern.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This