Indikatoren-Trading

Das neue Jahr fängt genauso schwungvoll an, wie das letzte Jahr verlaufen ist. Alles geht hoch. Aktien starten positiv, die Kurse steigen und die Euphorie auch. Doch wird das reichen, um sich auch dauerhaft über der 7000er Marke festzusetzen? Das darf bezweifelt werden.


Der deutsche Leitindex DAX müht sich, auch die 7000er Marke hinter sich zu lassen, doch es scheint schwer. Bereits seit dem 07.12.2010, als der Erstkontakt erfolgte, versucht sich der Index an dieser Marke. Bis heute hat sich noch keine Fortsetzung des Anstiegs abzeichnen können. Ein paar Punkte darüber, ein paar Punkte darunter dümpelten die Kurse in den letzten Wochen um diese psychologische Marke.


Nun darf gewettet werden, ob die Bullen nur Kraft sammeln, um dann mit Schmackes über die erwähnte Kursmarke anzusteigen oder ob die Bullen mürbe werden, je länger dieser Widerstand hält.


Denn je öfter die Bullen an dieser Marke hängen bleiben, umso mehr schwindet ihre Kraft und auch der Optimismus der Anleger, weiter Aktien zu kaufen. Dann würde die Marke bald aufgegeben werden und die Kurse würden sinken. In der Vergangenheit haben sich die Bullen bisher durchgesetzt. Also Vorteil für die Bullen.


Wie immer in der Börsenwelt liegt die Spannung im Unerwarteten. Trotz des Vorteils der Bullen könnte es zur Überraschung der Marktteilnehmer zu fallenden Kursen kommen. Denn die großen Marktteilnehmer haben ihre Bücher für 2010 geschlossen. Die gute Performance können sie also ausweisen und sind nun nicht mehr interessiert daran, die Kurse oben zu halten (halten zu müssen).


Mit dem Start in das neue Jahr 2011 könnten die Händler und Fondsmanager geneigt sein, erst einmal mehr Cash zu halten und Aktien abzustoßen. Trotz steigender Konjunkturerwartungen, steigenden Auftragseingängen und sinkenden Arbeitslosenzahlen sind wesentliche Probleme wie die Schuldenkrise in Europa, die Währungskrise US-Dollar, sowie die Krise am Anleihenmarkt nicht gelöst und stellen ein Risiko für den Aktieninvestor dar.


Irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, an dem Gewinne mitgenommen werden. Denn ein Gewinn ist erst ein tatsächlicher, wenn man die Position geschlossen hat; solange man die Aktien noch behält, handelt es sich nur um einen Buchgewinn. Wann genau verkauft wird, also der Zeitpunkt des Verkaufs, liegt im Sinne des Betrachters.


Die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer zur künftigen Börsen-Entwicklung ist eindeutig: mit hoher Sicherheit wird von weiter steigenden Kursen ausgegangen. Dies sollte ein Indiz sein, dass kurzfristig von fallenden Kursen auszugehen ist. Diejenigen, die weiter steigende Kurse erwarten, sind ja bereits investiert. Ob nun weitere Investoren bereit sind, weiter in den Markt zu investieren und Anschlusskäufe tätigen, davon ist kaum auszugehen.


In Anbetracht der Schwierigkeiten, die Marke von 7000 Punkten zu überwinden, liegt ein kurzfristiges DAX-Ziel von 6800 Punkte näher als weiter steigende Kurse mit Ziel 7200 Punkte.


Mit freundlichen Grüßen


Ihr

start-trading Team

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