Indikatoren-Trading

Gestern Abend (10. August) um 20:15 war es soweit. Die Zentralbank der USA „FED“ hat entschieden, die Leitzinsen bei 0-0,25% auf historischem Niedrigniveau beizubehalten. Dies ist ein Eingeständnis, dass die Illusion des Wachstums ausgeträumt ist.


Mit dieser Maßnahme wird deutlich, dass die US-Wirtschaft weiter Hilfe benötigt und dass es kein fundamentales Wachstum gibt (siehe auch Artikel über das Scheinwachstum: hier). Das andauernde Werben um Vertrauen und Beruhigung der Märkte hat nicht gefruchtet.



Die FED wird weiter US-Anleihen kaufen, obwohl sie das nicht mehr tun wollte. Sie muss stützen, denn sonst ist der Kollaps nahe. Nur neu gedruckte Dollar Noten können die USA noch auf den Beinen halten, sie werden aber am Niedergang in die Depression nichts ändern.


Die Industrie ist marode, man hat jahrzehntelang nichts modernisiert, weil die Produktion im Ausland billiger war. Die Staatskassen sind völlig leer. Die Bundesstaaten sind bereits heute handlungsunfähig. Der Immobilienmarkt bricht in sich zusammen, die Zwangsvollstreckungen sind auf Höchstniveau und es werden wöchentlich mehr. Die Arbeitslosenquote wird offiziell mit 10% angegeben, inoffiziell wird mit 17% gerechnet.


Die Lage ist dramatisch. Wörtlich formulierte der Notenbankchef die aktuelle Lage als „Die Aussichten sind außergewöhnlich unsicher„. Seine Worte verdeutlichen die ausweglose Lage der USA.


Die USA waren in vielen Dingen die Vorreiter, so auch jetzt. Die Krise schlägt zuerst in Nordamerika durch, denn dort wurde es auch am meisten übertrieben. Etwas verzögert wird auch Europa die gleichen Probleme zu lösen haben. Der Weg, den alle gehen müssen, ist nämlich der der schmerzvollen Gesundung. Erst Rezession dann Depression ist die Folge.


Jeder Investor kann nur bis zu einem bestimmten Grad die Realität ausblenden. Wenn die Wallstreet neue Höhen erklimmt, obwohl den Menschen die Butter auf dem Brot fehlt, dann repräsentieren die Kurszuwächse nicht die Wirtschaftskraft der USA. Diese ist nämlich schwach und wird schwächer. Eine hohe Aufmerksamkeit genießen die Zahlen der Aktienkurse in den USA, weil Pensionen durch Pensionsfonds ihre Einlagen am Aktienmarkt investieren. Ein guter Verlauf der Aktienmärkte hat also einen Einfluss auf die Auszahlung jedes einzelnen. Somit ist die Wallstreet für die Nordamerikaner immer einen Blick wert.


Die Märkte sind ebenfalls verunsichert. Der volatile Verlauf in den Indizes zeigt, wie undurchsichtig die Zukunft ist. Dabei (ver-)leitet das investiert sein zu müssen manch einen Investor zu Käufen, welche in dieser Ausnahmesituation vielleicht nicht getätigt werden sollten. Aktien werden bei dem Werteverfall auch kräftig Federn lassen müssen.


Wir gehen weiter von fallenden Kursen aus. Dabei sollte der DAX bald wieder unter der 6000 Punkte Marke notieren. Unser Ziel war und bleibt 5401 Punkte (die Analyse lesen Sie: hier). Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Börsianer die kommenden Wochen aufnehmen werden. Die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten zeigen wir an unserer Signalwand.


Die FED kämpft gegen Windmühlen. Flutet sie die Märkte weiter mit billigem Geld, schmiert der Dollar bald ab. Erhöht sie die Zinsen, dann fährt die Wirtschaft schneller in den Abgrund, als sie es ohnehin schon tut.


Seit gestern Abend um 20:15 ist es offensichtlich, die FED hat keine Idee mehr, wie sie die USA retten können.


Mit freundlichen Grüßen


Ihr

start-trading Team

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