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Am Wochenende hat sich die spanische Welt sehr verändert. Die stolze Matadorzunft hat schlimme Kratzer abbekommen, nachdem ein mächtiger Stier einem Matador seine Hörner durch den Unterkiefer gebohrt hat. Dieses Ereignis zeigt, dass in Spanien auch nicht alles Gold ist, was glänzt.


Denn am Wochenende hat Spanien hat auch einen ganzen anderen Glanz verloren: die Bankenpleite der Sparkasse „CajaSur“ zeigt, wo sich die Weltwirtschaft befindet. Nämlich in ihrer größten Krise.


Jeder, der noch Zweifel hatte, wird heute eines Besseren belehrt. Die Sparkasse „CajaSur“ musste von der Zentralbank Spaniens zwangsgerettet werden, nachdem die Verluste überhand nahmen. Die Bank hatte sich durch übermäßige Kreditvergabe, vornehmlich im Immobiliensektor, verspekuliert. Dabei schmolz das Eigenkapital der Bank dahin und rutschte unter die Mindestgrenze. Der Kapitalbedarf beläuft sich derzeit auf 1,4 Milliarden Euro.


Die Bankenpleite in Spanien sollte nicht verwundern. Sehr viele Banken sind akut gefährdet, nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa. Im Moment ist Spanien im Fokus der Investoren. Dort „brennt“ im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte. Die Arbeitslosigkeit beträgt 20%, die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25jährige) liegt bei 40%. Allein zu Boomzeiten des Immobilienwahns standen zwischenzeitlich 40% aller Großkräne in Spanien. Man hat gebaut wie wild, natürlich ohne Kapital und offensichtlich auch ohne Kunden. Denn nun sind massenweise Immobilien entweder halbfertig oder ganze Dörfer sind fertig gebaut, aber stehen leer. Diese Bauwut muss jemand hemmungslos finanziert haben und das waren die spanischen Banken. Die Gier ist halt nicht aus den Leuten zu treiben.


Wichtig ist, behalten Sie den Durchblick. Es ist unmöglich, dass die Krise ausgestanden ist. All die Milliarden in den Büchern der Banken müssen abgeschrieben werden. Die Wirtschaft in Spanien ist am Boden, es gibt keine Möglichkeit, dass anderswo Einnahmen generiert werden. Es ist eher anzunehmen, dass die Wirtschaft weiter schwächelt, weil die Leute ihr Geld sparsam ausgeben werden. Ferner wird die blinde Wut, auf Kredit zu kaufen, ihren Tribut verlangen, denn die Banken werden den Immobilienbesitzern die Wohnungen und Häuser wegnehmen. Die Aussichten sind düster.


Es gilt weiterhin: die Lage ist schlecht durch und durch. Die Schuldenfalle wird nicht nur Spanien ausbremsen. Wir schrieben bereits, dass Staatspleiten nicht aufzuhalten sind, den Artikel lesen Sie hier. Es kommt wie geschrieben:


Zitat: „Lassen Sie sich keine rosa Wolken aufmalen, die Lage ist nicht gut, nicht an den Finanzmärkten, nicht bei den Unternehmen und auch nicht in den Staatskassen.“


Zwecks Rettung einzelner Nationen wird dauernd von Sparen und Sparmaßnahmen geredet. Spanien und ebenso die anderen Länder werden nicht sparen können, es ist bei diesen unglaublichen Mengen an Verbindlichkeiten schier nicht möglich. Die Bevölkerung wird auch keine Sparanstrengung mitmachen wollen, sie wird auf die Strassen gehen, weil die Menschen berechtigterweise nicht einsehen, warum sie für etwas sparen müssen, was die Banken und die Politik verbockt haben.


Abschließend noch ein Wort wie es weiter geht: Behalten Sie den Durchblick. Lassen Sie sich nicht von Beteuerungen, besonders seitens der Politik, durcheinander bringen. Diese Schuldenorgie wird eine massive Krise riesigen Ausmaßes auslösen und wird Staaten, Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen treffen, daran ist nichts zu ändern. Das Ende der Krise wird eine Inflation, später Hyperinflation sein. Das dauert aber noch.


Wir bleiben bei unseren „Fahrplan“ für die Krise, die bisherigen Ereignisse geben uns Recht. Ganz egal ob der Tenor „Euro Rettung“ heißt oder „Hilfsmaßnahmen“ der Glanz der Eurozone ist ausgebrannt. Eine Rettungsankündigung ist zumeist Augenwischerei und wird das Problem nicht lösen.


Eine Rettung gibt es aber zu berichten, der verletzte Matador konnte in einer Nachtoperation behandelt werden und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. In diesem Sinne


„Muy atentamente“


Ihr

start-trading Team

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