Indikatoren-Trading

Wir möchten ein kurzes update zu unserer DAX Analyse vom Anfang Juni geben. Die Analyse finden Sie unter folgendem Link: hier


Die spannende Frage ist: Wo steht der DAX innerhalb unserer Analyse?


Folgendes Bild schafft Klarheit, der Punkt in orange zeigt den aktuellen Standpunkt:


Erläuterung:

Es läuft alles nach Plan. Wieder einmal hatten wir einen guten Riecher, als es um das Erkennen des Umkehrniveaus ging. Gleich nach unserer Analyse fiel der Index und hat im ersten Schritt ca. 600 Punkte verloren. Erwartet wurde ein Rückgang auf das Kursniveau von 4600 Punkten, erreicht wurden 4524 Punkte. Ausgangspunkt war das Umkehrniveau bei 5144 Punkten.


In der obigen Grafik sehen Sie links (vorher) unseren DAX Fahrplan aus unserer Analyse, rechts sehen Sie das bisherige Ergebnis (nachher).


Aktuell läuft der Abprall von der Abwärtstrendlinie (sichtbar im Chart weiter unten). In unserer Grafik ist es als zweite grüne Linie zu erkennen. Der Punkt in orange zeigt den aktuellen DAX Stand. Dieser momentane Anstieg sollte im Streubereich zwischen 4850 und 4890 Punkten, maximal aber 4931 Punkten, sein Ende finden. Es wird nicht davon ausgegangen, daß das Niveau von 4931 Punkten erreicht wird, aber möglich ist es, ohne die Analyse zu gefährden. Aufgrund der besser als erwartet gemeldeten Zahlen von Intel notiert der DAX um 10.00 Uhr bei 4850 Punkten. Somit ist die Luft nach oben dünn und die nächste Abwärtsbewegung (dritte grüne Linie) kann jederzeit starten.


Das Fundament des jetzigen Anstiegs sind die Hoffnungen der Marktteilnehmer, dass die aktuelle Krise ausgestanden ist. Vermehrt wird gemeldet, dass es einigen Länder schon wieder besser geht. Wachstumszahlen werden präsentiert, welche schön klingen, aber nicht die starken Werte der Vorjahre erreichen (Beispiel: Wachstum China 6% jetzt, vorher 13%). Institutionelle Anleger sollen sich strategisch positionieren, sagt man. Auch Anleger, welche den vorherigen Anstieg verpasst haben, springen nun auf den fahrenden Zug.


Gleichzeitig mausern sich Bank- und Finanztitel zu den Zugpferden des derzeitigen Anstiegs. Kein Tag vergeht, an dem nicht etwas Positives vermeldet wird. Die Anleger glauben an das Ende der Krise und dass die Banken wieder ihren Investments nachgehen können. Ganz so, als wäre nie etwas passiert. Dazu passt die gestrige Meldung von Goldman Sachs, dass wieder Milliarden Gewinne eingefahren werden konnten. Niemand an der Börse versteht die gemeldeten Zahlen. Keiner kann sie nachvollziehen. Es reicht aber, daß die Börsen in Feierlaune ausbrechen. Die Krise ist nicht ausgestanden und wird die Marktteilnehmer weiter beschäftigen.


Das aktuelle Sentiment eignet sich gut für weiter fallende Kurse, denn kaum jemand rechnet damit. Es muss Anleger geben, welche in der Hoffnung auf steigende Kurse Aktien kaufen, damit die Kurse fallen können. Beispiel: Der aktuelle Kurs einer Aktie ist 100 Euro, Sie wollen Ihre für 95 Euro verkaufen. Wenn niemand diese kauft, fällt der Kurs erst einmal nicht, es bleibt alles beim Alten. Es muss jemanden geben, der glaubt, bei 95 Euro ist der Kurs günstig. Der Kurs fällt durch dieses Geschäft von 100 Euro auf 95 Euro, vielleicht im nächsten dann auf 90 Euro usw.


Diese aktuelle Euphorie wird ein jähes Ende finden. Der Grund kann wieder eine neue Schieflage einer Bank sein. In den USA steht die Mittelstandsbank CIT vor der Pleite. Was die Feier abwürgen wird, wird uns der Markt sagen.


Unsere Analyse läuft nach Plan. Gemäß unserer Grafik wird schon bald wieder die Realität die Marktteilnehmer einholen und dann geht es wieder abwärts.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team

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