Indikatoren-Trading

Überall liest der Anleger von noch weiter steigenden Kursen. Über Widerstände, die ohne Probleme genommen werden. Über noch höhere Kursziele, welche noch erreicht werden können. Optimismus pur – wohin man schaut. Aber ist es denn wirklich so einfach? Oder wird dem Anleger wieder mal ein X für ein U verkauft? Wir möchten in unserer DAX Analyse ein Alternativszenario aufzeigen, wie es im weiteren Verlauf mit dem DAX auch laufen kann.


Der Rückblick:
Es gibt Dinge, an die glaubt man und andere Dinge hält man für schier unmöglich. Kaum zu glauben war unsere letzte DAX Analyse, als wir einen Kurssturz um 700 Punkte angekündigt haben. Nur weil sich der Anleger so einen Kursverlust nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass es ihn nicht geben kann. So kam es dann auch wie angekündigt: der Index fiel um die erwartete Punktzahl und noch Einiges mehr. Die letzte DAX Analyse finden Sie unter folgendem Link: hier


Zu unserer aktuellen DAX Analyse:
Die Börsianer glauben an einen ungebremsten Anstieg des DAX. Sie glauben, dass Tiefstkurse in diesem Jahr gesehen wurden und kaufen sich auf den fahrenden Zug ein. Viele Anleger stehen an der Seitenlinie und staunen. Doch der Anstieg steht auf wackeligen Füssen, wer jetzt investiert ist, der spielt mit dem Feuer.


Der Anstieg ist komplett auf Luft gebaut. Es gibt kein Fundament, welches einen Anstieg rechtfertigt – ganz im Gegenteil. Somit hoffen alle: die Anleger, die Trader, die Banken, die Medien. Alle versprühen das Ende der Krise. Zurzeit dominiert die Hoffnung auf dem Parkett und die Investoren glauben an weiter steigende Kurse. Dies wird sich als bald als Trugschluss herausstellen.


Denn bisher handelt es sich nur um Wunschdenken. Schaut man sich die Fakten an so sieht es ganz und gar nicht rosig aus.


Beispiel Maschinenbau:
Im April gingen die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 58 Prozent zurück. So einen Einbruch gab es noch nie. Die Exporte sind bereits eingebrochen. Die Unternehmen haben keine Aufträge. Es fehlt an Arbeit. Die fehlenden Aufträge werden bald die Ergebnisse der Unternehmen verhageln. Die Unternehmen werden dann eingestehen müssen, dass auch die angenommenen Planzahlen zu optimistisch waren. Ziele werden nach unten geschraubt werden müssen.


Warum steigt der DAX trotz dieses miesen Marktumfeldes?
Es wird gehofft. Von einem baldigen Anziehen der Weltkonjunktur ist die Rede. Zahlen zum Verbrauchervertrauen werden als besser als erwartet gemeldet. Branchenverbände sehen Anzeichen von einer Bodenbildung – aber Fakten gibt es keine. Kein Unternehmen hat ein Stück mehr verkauft. Trotzdem reichen diese dünnen Meldungen, um die Börsen weiter nach oben zu treiben.


Die Divergenz zwischen den Aktienkursen und der Realwirtschaft ist so groß wie noch nie:
Dieser Fehltrend wird sich in massiven Kursverlusten im DAX auflösen. Plötzlich werden die Anleger verstehen, dass sie einem Irrglauben aufgesetzt sind und die Kurse werden dramatisch fallen.


Zusammenfassung:

Gesamtbild: Es drohen Kursverluste von über 1500 Punkten
Ziel dieser Bewegung: 3600 Punkte
Analysezeitpunkt: 02. Juni 2009, Kursniveau 5144 Punkte



Erläuterung:

Die aktuelle Lage gleicht der zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse. Ebenso wie damals wird der aktuelle Anstieg wieder der Hoffnung der Investoren zugeordnet. Anfang März erreichte der DAX mit 3588 Punkten das bisherige Jahrestief. Danach ging es nur in eine Richtung, nämlich nach Norden. Der Index schaffte es sogar die Abwärtstrendlinie (Trendlinie Hoch November und Hoch Januar) zu überwinden Der Druck im Index war enorm, hatte man doch als Anleger letztes Jahr nichts zu lachen. Nun hofft man, diesmal dabei zu sein. Wobei man dabei ist, wird sich bald zeigen.


Sobald die Umkehr eingesetzt hat wird die nach oben verlassene Abwärtstrendlinie angesteuert. Diese verläuft im Bereich 4600/4650 Punkten. Dort kommt es im ersten Versuch zu kurzzeitig steigenden Kursen. Diese sollten im Bereich von 4800 Punkten ein jähes Ende finden. Dann nimmt der DAX Fahrt auf und taucht wieder in den Trendkanal ein (siehe Chartbild). Danach öffnen sich die Schleusen und Angst schleicht sich in die Köpfe der Anleger. Die Aktien werden nun auf den Markt geworfen, egal zu welchem Preis – Hauptsache verkaufen. Das beschleunigt die Abwärtsbewegung und es kommt zu Panikverkäufen. Der deutsche Leitindex erreicht zügig das Jahrestief bei knapp 3600 Punkten und testet es. Dort kann sich der Index erst einmal fangen. Über 1500 Punkte werden dann zurückgelegt worden sein, ganz wie in unserem heutigen Artikel analysiert. Im Bereich des Jahrestiefs bei 3600 entscheidet sich, ob der Index auch weiter Boden abgibt und auch den unteren Teil des Trendkanals bei 3180 Punkten testet.


Die Abwärtsbewegung kann mit Produkten, welche auf fallende Kurse setzen, hervorragend gehandelt werden. Unsere Signale können Sie auf unserer Signalwand verfolgen. Zur Signalwand geht es: hier


Wir melden uns wieder, sobald die Kurszielzone erreicht wird. Dann analysieren wir den DAX Zustand erneut und werden neue Kursziele ausmachen. Wir informieren Sie durch unseren Newsletter. Registrieren Sie sich hier.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team

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