Indikatoren-Trading

Jegliches Handeln in der Wirtschaft liegt die Absicht der Kapitalvermehrung zu Grunde. Die Absicht Gewinne zu maximieren hat oberstes Gebot. Nur aus diesem Grund gibt es die EU und nur deshalb hat man die Grenzen gelockert, um weltweit Handel zu treiben.


Wie immer bei der schnellen Gewinnmaximierung hat man wieder nur kurzfristig gedacht. Man hat voreilig Fabriken verlagert. Hat tausende Menschen in Westeuropa entlassen, um Produktionsstätten in Billigländern. wie zum Beispiel China zu eröffnen. Kurzfristig gehen dadurch die Personalkosten herunter. Für einige Jahre scheint dieser Schritt rentabel und die Gewinne steigen. Aber was passiert langfristig?


Langfristig nimmt man sich die Käufer von morgen. Wie kann man sich das vorstellen? Wenn z.B. 10.000 Mitarbeiter bei einem deutschen Hersteller entlassen werden, können diese sich kein neues Auto mehr leisten. Die Arbeiter in China haben nur wenige Euro Einkommen, diese können sich das deutsche Auto erst recht nicht leisten. Damit fällt ein bedeutender Absatzmarkt weg. Nun steht die Fabrik in China, aber keiner ist mehr da um die Autos zu kaufen.


Jetzt wo der Welthandel eingebrochen ist, besinnen sich die Unternehmen wieder auf die wirklichen Werte. In Westeuropa sind vielleicht die Löhne nominal hoch aber auch die Produktivität ist am höchsten. Und darauf kommt es an.


Globalisierung bedeutet: lasst uns die Grenzen öffnen damit WIR (Industrienationen) mehr verkaufen können. Kommuniziert wird es natürlich als Erfolg für alle. Ohne Profit für die großen Player des Welthandels ist Schluss mit „Jeder kann alles und überall verkaufen“. Kein Land sieht zu, wie die ausländischen Unternehmen im eigenen Land verkaufen, während die eigenen Firmen auf ihren Waren sitzen bleiben.


Es wird wieder zu Handelsbarrieren kommen. In der Fachsprache heißt das Protektionismus. Der Schutz der eigenen Wirtschaft hat oberste Priorität. Protektionismus gab es schon früher. Vor 20 Jahren hat man seinen eigenen PKW Markt mit Zöllen verteidigt. Ein deutsches Auto in Deutschlang hat z.B. 20.000 Euro gekostet. Das Auto aus Asien dagegen nur 16.000 Euro. Erreichte das asiatische Auto die deutsche Grenze wurden Einfuhrzölle fällig, dadurch kostete das asiatische Auto im deutschen Raum dann 24.000 und der Verbraucher kaufte sich das deutsche Produkt. Somit wurde das Auto in Deutschland produziert, durch deutsche Mitarbeiter, welche Einkommen bekamen und diese auch in Deutschland ausgaben. Das Unternehmen machte Gewinn in Deutschland und zahlte auch seine Steuern im Land. So wurde der heimische Markt in Westeuropa geschützt.


Jetzt, nachdem Unternehmen jahrelang die Globalisierung ausgekostet haben und weitere Profite nicht mehr in Sicht sind, werden wieder Rufe nach Schutz der heimischen Märkte laut. Unternehmen werden Standorte zurück verlagern und protektionistische Maßnahmen werden kommen.


Ein erstes klares Bekenntnis lieferte die USA. Der Präsident Obama wollte unter dem Slogan „Buy American“ (Kauf Amerikanisch) die Konjunkturhilfen in Milliardenhöhe im eigenen Land genutzt sehen. Das bedeutet bei Investitionen aus dem Konjunkturpaket sollen amerikanische Produkte bevorzugt werden. Es hagelte weltweite Proteste, weil dadurch ein Handelskrieg entfacht worden wäre. Länder, die durch die Buy American Klausel benachteiligt werden, würden ihrerseits mit Strafzöllen antworten. Deshalb wurde die Klausel abgemildert, die US Regierung ruderte zurück und das Paket wurde in der neuen Form abgesegnet.


Um Konjunkturhilfen streitet man auch in Deutschland. Zunächst sollten nur den Unternehmen geholfen werden, welche dringend Kapital benötigten. Schnell hat sich in der Wirtschaft herumgesprochen, dass es bei der Bundesregierung etwas umsonst gibt. Andere Unternehmen, die es nicht so schlimm getroffen hat, wollten nun auch staatliche Hilfen. Natürlich aus Wettbewerbsgründen.


Da kauft eine Commerzbank eine Dresdner Bank. Ihr fehlt das Geld und der Staat springt als Helfer ein. „Eine Bank hat eine besondere Funktion in der Wirtschaft“ wird argumentiert. Die Schaeffler Gruppe kauft eine erfolgreiche Continental, hat aber auch kein Geld, den Kauf zu bezahlen. Auch diese klopft bei der Regierung an und möchte Hilfen? Die Firmen Continental und Schaeffler sind beides zwei erfolgreiche Unternehmen, wo ist die besondere Funktion? Die Regierung müsste klare Grenzen setzen, tut sie aber nicht.


Jedem Kleinkind wird beigebracht, wenn du ein Produkt nicht bezahlen kannst, leg es wieder zurück. Einfache Grundsätze werden hier über Bord geworfen.


Der Ausblick:

Aufgrund der sich weiter abkühlenden Konjunktur werden die Unternehmen weiter mit Entlassungen auf die Krise antworten. Viele werden Konkurs anmelden. Die Arbeitslosenzahl wird drastisch steigen. Rechnen Sie mit einer Arbeitslosenquote im zweistelligen Bereich. Die Rezession wird in eine Depression abgleiten.


Der Markbereinigungsprozess wird den betroffenen Unternehmen helfen zu verstehen, dass fremdfinanziertes Wachstum keine Basis für den langfristigen Erfolg ist.




Die Ausarbeitung THE GREAT DEPRESSION besteht aus 11 Seiten.

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Seite 8: Staatsbankrott

Seite 9: USA/Dollar

Seite 10: Wirtschaft

Seite 11: Ausblick


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team


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