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Das Vertrauen in den Staat ist fest verwurzelt und für viele Menschen ist der Staat unfehlbar, doch das ist falsch. Ein Staat ist auch nur ein Verbraucher, welcher Einnahmen und Ausgaben hat. Mit diesen muss er seinen Pflichten nachkommen.


Folgende Regel gilt auch für den Staat – „gib nur aus, was du auch in der Brieftasche hast“. Leider hält sich kein Land daran. Die Idee der kurzfristigen Verschuldung ist, dass man sich in der Krise verschuldet, um der Wirtschaft Impulse zu geben, und um danach wieder auf die Erfolgsspur zurückzukommen. Ist das dann der Fall, wird durch höhere Einnahmen (z.B. Steuern) das Defizit ausgeglichen und der Staat kommt wieder zu Geld. Diese Theorie ging nie auf. Der Staat vergrößerte seine Schulden von einer Legislaturperiode zur nächsten. Jeder Staat lebt somit auf Pump.


Sollten die Verbindlichkeiten zu groß werden und der Staat seine Schulden nicht mehr bezahlen können, dann passiert was jedem Anderen auch passiert – Staatsbankrott.


Staaten platzieren Anleihen am Markt um an Geld zu kommen. Diese funktionieren wie ein Kredit an den Staat. Der Investor gibt dem Staat das Kapital für z.B. 10 Jahre und bekommt dafür Zinsen. Auch die Bundesrepublik vergibt Staatsanleihen. Eigentlich sind diese Anteile gern gesehen, denn die Deutschen sind sehr kreditwürdig, sie haben ja eine starke Wirtschaft und ein sehr gutes Rating, dass klingt vertrauenswürdig.


Im Januar 2009 passierte dann das Unfassbare. Die als sicher geltenden 10-jährigen Anleihen der Bundesrepublik fanden nicht genug Käufer. Normalerweise sind deutsche Anleihen überzeichnet, es gibt also mehr Käufer als es Anteile zu kaufen gibt. PLÖTZLICH SIND DIE DEUTSCHEN ANLEIHEN NICHT MEHR SICHER. Investoren sehen auch in Deutschland eine Gefahr, dass sie ihr Geld nicht zurück bekommen könnten. Dass deutsche Staatsanleihen nicht mehr an den Investor gebracht werden können, ist ein großes Warnzeichen.


Es kriselt generell in Europa. Die Kreditratingagentur S&P hat die Euroländer Spanien, Griechenland und Portugal heruntergestuft. Derzeit wird geprüft ,ob das Rating für England und Irland gesenkt wird. Eine Herunterstufung macht es Ländern schwerer, an Geld zu kommen.
Eigentlich bankrott, und nur durch Nothilfen des IWF und der EZB noch auf den Beinen, sind die Länder Island, Ungarn, Ukraine und Dänemark.


Ein Staatsbankrott innerhalb der EU wird kommen. Als erster großer Pleitekandidat für einen Staatsbankrott innerhalb der EU gilt Irland, England oder Italien. Auch hier gilt das gleiche wie bei einem Bankenrun (siehe auch Artikel: Banken). Sobald der erste Staat pleite geht, werden die Anleihen der anderen Staaten abverkauft werden. Alle Investoren werden gleichzeitig auf den Verkaufsknopf drücken. Denn ein Staatsbankrott in einem Land kann schnell auch im nächsten passieren. Also schnell weg mit den Anteilen, solange man noch etwas dafür bekommt.


Im Januar 2009 warnte die Bundeskanzlerin Merkel in einer Rede vor Bankmanagern: „Es gibt das Gerücht, dass Staaten nicht pleitegehen können. Dieses Gerücht stimmt nicht„. Ein Staatsbankrott kann auch Deutschland treffen.




Die Ausarbeitung THE GREAT DEPRESSION besteht aus 11 Seiten.

Aus folgenden Themenbereichen können Sie auswählen:


Seite 1: Einleitung

Seite 2: Aktien

Seite 3: Banken

Seite 4: Einlagen

Seite 5: Gold

Seite 6: Immobilie

Seite 7: Schulden

Seite 8: Staatsbankrott

Seite 9: USA/Dollar

Seite 10: Wirtschaft

Seite 11: Ausblick


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team


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