Indikatoren-Trading

Wie bereits berichtet, wird diese Krise in eine Inflation, später Hyperinflation, münden. Manch einer hofft, dass dadurch seine Schulden wegschmelzen. Es gibt auch Ideen, neue Schulden jetzt aufzunehmen, welche in der Hyperinflation dahin schmelzen sollen.


Wie ist sich das vorzustellen?
Wenn Sie nun ein Darlehen von 30.000 Euro aufnehmen, dann ist das heute viel Geld. In der Hyperinflation werden Sie dafür vielleicht ein paar Mal Lebensmittel einkaufen gehen können. Es wird größere Scheine geben. Die Idee ist, das Darlehen in nur kurzer Zeit abzuzahlen. In der Hyperinflation wird Ihr Darlehen nur als geringer Betrag erscheinen. Geld ist ja nicht mehr viel wert.


Die Gefahr wird sein, ob Sie die monatlichen Raten zahlen können, bis die Inflation ihre Schulden geschrumpft hat. Sollten Sie es nicht können, wird die Bank Ihre Sicherheiten in Anspruch nehmen und der Plan wird nicht aufgehen.


Folgendes Beispiel verdeutlicht das Risiko.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frage: Ist es klug, während einer Inflation Schulden zu haben?

 

Ein Beispiel: Sie nehmen ein Darlehen für eine Eigentumswohnung auf. Unter normalen Bedingungen würden Sie ca. 45% Ihres Einkommens für die Tilgung verwenden, der Rest, also 55%, wird für Ihre Lebenshaltungskosten aufgewendet. Dies sind u.a. Lebensmittel, Strom, Benzin und Kleidung. Da bei steigender Inflation Ihr Einkommen nicht in gleichem Maße mit steigt, werden Sie schnell ein Problem haben. Schiessen die Preise in die Höhe, bleibt zwar Ihre Tilgungsrate gleich aber Ihre Lebenshaltungskosten verschlingen nun den Großteil Ihres Einkommens. In unserem Beispiel 80%, Sie haben noch 20% zur Tilgung zur Verfügung. Sie benötigen aber 45%, es besteht eine Lücke die Sie unter normalen Umständen nicht mehr füllen können. Eine Zwangsversteigerung droht.

 

Antwort: Nein.

 

 

Während der Hyperinflation der Weimarer Republik haben sich sehr viele Immobilienbesitzer leicht entschuldet. Durch die riesigen Inflationsraten sind die Werte auf den Scheinen ganz schnell gestiegen und die Schulden konnten ganz leicht bezahlt werden. Warum hatten diese Menschen nicht das oben im Beispiel erwähnte Problem? Eine mögliche Antwort ist folgende: Sie hatten das Problem ebenfalls, aber nicht in diesem Ausmaß. Man ist früher Rad gefahren, heute müssen Sie Benzin kaufen, früher hat man noch Lebensmittel aus der Nachbarschaft, vom Bauern oder aus dem eigenem Anbau bezogen. Das schonte das Portemonnaie. Heute müssen Sie für alles bezahlen.


Wer Schulden in der Krise hat, ist von der Gunst eines Anderen abhängig. In Extremzeiten wie die der Depression weiß man nicht, was für unsinnige Gesetze die Regierung herausbringt. Es kann in der Zwischenzeit zu einer Währungsumstellung kommen, dabei werden die Vermögenswerte anteilig gewandelt, die Schulden verbleiben 1:1. Auch wenn das aus heutiger Sicht unmöglich erscheint – alles ist möglich in Extremzeiten.


Was passiert wenn meine Bank Pleite geht?
Manch ein Anleger fragt sich, ob er sich durch den Konkurs der Bank seiner Schuldenlast entledigen kann. Das geht nicht. Alle Vermögenswerte (Ihre Einlagen auf der Bank) sind verloren. Alle Verbindlichkeiten (Kredite, Darlehen) gehen in die Konkursmasse über und müssen weiter bezahlt werden. Auch wenn die Bank pleite ist.


Im Leben ist es ganz einfach. Manchmal wird Risiko belohnt, manchmal fällt man auf die Nase. Jeder Anleger wird sich selbst eine Meinung bilden können, ob das Risiko von Schulden innerhalb der steigenden Inflation sinnvoll ist.




Die Ausarbeitung THE GREAT DEPRESSION besteht aus 11 Seiten.

Aus folgenden Themenbereichen können Sie auswählen:


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Seite 4: Einlagen

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Seite 6: Immobilie

Seite 7: Schulden

Seite 8: Staatsbankrott

Seite 9: USA/Dollar

Seite 10: Wirtschaft

Seite 11: Ausblick


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team

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