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Der Monat beginnt blutig. Die Aussicht auf eine weltweite Rezession hat den Dax erneut in die Tiefe stürzen lassen.


Der globalen Wirtschaft steht nach Ansicht des Münchner Ifo-Instituts eine Rezession bevor. Das Weltwirtschaftsklima sinkt im vierten Quartal auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren.


Das US-Handelsministerium teilt mit: die amerikanische Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark geschrumpft wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,5% geschrumpft.



Weltweit wird versucht sich gemeinsam gegen die Krise zu stemmen:

Schnell wird sich zu einem G20-Gipfel verabredet. Wie gewöhnlich ist das Resultat dürftig: es macht sich Enttäuschung breit. Die zählbaren Ergebnisse des Treffens müssten sich noch herauskristallisieren, heißt es. Der Washingtoner Finanzgipfel hat die Erwartungen nicht erfüllt.


Als Reaktion auf die Finanzkrise hat die chinesische Regierung ein massives Konjunkturpaket in Höhe von umgerechnet 458 Milliarden Euro geschnürt.


Man hat sich vertan: US-Finanzminister Henry Paulson kündigt an, dass er die Mittel aus dem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket auch zur Stützung des Verbraucherkreditmarktes verwenden will. Die ursprüngliche Absicht, den Banken notleidende mit Hypotheken verbundene Vermögenswerte abzukaufen, sei „nicht der effektivste Weg“, das Geld einzusetzen, sagte er. Damit sei der ursprüngliche Plan infrage gestellt, urteilten Börsianer.


Die Großbank Citigroup belastete die Kurse. Das Institut will sich kurzfristig von bis zu 50.000 weiteren Mitarbeitern trennen, was bei Anlegern die Sorge vor einer noch deutlicheren Konjunkturabkühlung schürt.


Der Chef der Bank of America hat in dramatischen Worten vor einer nächsten Welle der Finanzkrise gewarnt. „Wir als Branche könnten vor den höchsten Verlusten im Kreditkartengeschäft stehen, die wir jemals erlebt haben“, sagte Kenneth Lewis.


Die Chefs der drei großen US-Autobauer GM, Ford und Chrysler haben mit Warnungen vor einem Kollaps der US-Autoindustrie ihrer Bitte um einen neuen Milliarden-Staatskredit Nachdruck verliehen. Dabei bekräftigen die Chefs der drei großen Autobauer GM, Ford und Chrysler ihre Forderung nach einem weiteren Staatskredit vor dem US-Kongress mit zum Teil dramatischen Szenarien: „4,5 Millionen Menschen hängen von dieser Industrie ab. Ohne Unterstützung könnten fast drei Millionen von ihnen binnen zwölf Monaten ihren Job verlieren“, sagte Chrysler- Vorstandschef Robert Nardelli vor dem US-Senatsausschuss.


Der US-Autohersteller Ford hat nach dem Urteil der Ratingagentur Standard & Poor’s weiter an Kreditwürdigkeit eingebüßt. Zwar sei Fords Liquidität immer noch besser als die von General Motors oder Chrysler, dennoch bestehe die Gefahr, dass sie nicht ausreiche, um die derzeitige Krise der Autoindustrie zu überstehen. Ford könnte gezwungen sein, Gläubigerschutz zu beantragen.



Unter der Last der schlechten Nachrichten brechen die Aktien weiter ein:

US-Aktien markieren Elfjahrestief
In New York fallen die Aktienkurse dramatisch. Der Index S&P 500 schliesst so tief wie zuletzt 1997. Wilde Kapriolen schlagen die Aktien der Autokonzerne. Ihr Schicksal liegt in der Hand des Kongresses in Washington.


Angesichts der erwarteten Rezession fällt der Ölpreis auf einen neuen Tiefstand. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl sank unter die Marke von 50 Dollar.



Weitere Versuche, die Lage unter Kontrolle zu bringen:

Die staatlichen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac unterbrechen die Zwangsversteigerungen von Häusern säumiger Schuldner für die Weihnachtszeit vom 26. November bis zum 9. Januar.


Die US-Regierung und die Notenbank FED wollen in den kommenden Wochen bis zu 800 Milliarden Dollar (625 Milliarden Euro) in die Finanzmärkte fließen lassen, um die stockende Vergabe von Krediten in Schwung zu bringen.


Zu guter Letzt: die VW-Aktie. Shortseller geraten in eine Notsituation. Es gibt weniger Aktien im Umlauf, als von den Shortsellern leeverkauft wurden. Nun müssen diese ihre Aktien zurückkaufen. Innerhalb weniger Tage schiesst die VW-Aktie von 210 Euro auf intraday unglaubliche 1.005 Euro. Anmerkung: Unseren Artikel über die Hintergründe finden Sie hier.


 

Die Ausarbeitung „RÜCKBLICK 2008“ besteht aus 12 Seiten.

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Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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