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Der DAX hat diesen Monat Geburtstag und wird 20 Jahre alt, zum Feiern kommt aber keine Laune auf. Zu schlecht sind die letzten Wochen und Monate gewesen.


Nur die vereinzelten Nachrichten der Deutschen Bank, die im zweiten Quartal wieder mit Gewinnen rechnet und keinen Bedarf für eine Kapitalerhöhung sieht, sorgen für etwas Erleichterung.


Die fränkische Schaeffler-Gruppe hat für den Autozulieferer Continental ein Übernahmeangebot vorgelegt. Schaeffler bietet den anderen Aktionären 69,37 Euro pro Aktie in bar, damit bewertet die Offerte Conti mit 11,2 Milliarden Euro. Es ist eine feindliche Übernahme.


Die Fluggesellschaft Lufthansa verfehlte im ersten Halbjahr die Gewinnprognosen.


Es gibt auch Unternehmen, welche Gewinne ausweisen, nicht mit ihrem Kerngeschäft – nein, sondern mit Spekulation: Porsche macht mehr Gewinn als Umsatz. Dieses Novum in der Konzerngeschichte entsteht so: Der Autobauer Porsche kann nach Medienberichten dank seiner VW-Beteiligung mit einem Jahresgewinn von rund elf Milliarden Euro rechnen – das ist mehr als der Umsatz von 8,6 Milliarden Euro. Anmerkung: solange es gut läuft, freuen sich alle. Wenn das Konstrukt aber in sich zusammenfällt, schreien alle auf.


Der gestiegene Dollar-Kurs hat den Ölpreis nach unten gedrückt. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel um 2,8% auf 122,38 Dollar.


Es tut sich etwas bei der EZB. Angesichts des starken Preisanstiegs in der Eurozone hat die Europäische Zentralbank zum ersten Mal seit einem Jahr den Leitzins angehoben. Er steigt um 25 Basispunkte auf 4,25%.


Merrill Lynch warnt: Wenn es mit dem amerikanischen Automarkt weiter bergab gehe, sei auch ein Konkurs von GM nicht ausgeschlossen.


Die Börsen weltweit legen den Rückwärtsgang ein. Es herrscht Angst vor einer Zahlungsnot der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Die Sorge sollte berechtigt sein. Um den Zugang an Kapital zu erleichtern, bastelt die US-Regierung schnell ein Nothilfepaket im Wert von 25 Milliarden Dollar.


Keine Hilfe gibt es für den US Baufinanzierer IndyMac: er ist pleite.


Dramatischer Wertverlust: Wohnimmobilien in den USA haben im Mai mit Rekordtempo an Wert verloren. Verglichen mit dem Vorjahr verbilligten sich in 20 Ballungsräumen Wohnungen und Häuser um 15,8%, wie aus dem Hauspreisindex von Standard & Poor’s und Case Shiller hervorgeht.


Rezessionsangst: Unerwartet schlechte Konjunkturdaten lassen die amerikanischen Börsenkurse rutschen. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal weniger stark gewachsen als erhofft, die Arbeitslosigkeit steigt schnell.


Apple enttäuscht Anleger mit schwachem Ausblick.



Zum Ende des Monats wieder die Experten:

In diesem Fall JPMorgan. Die Bank gibt Kommentare über ein allmählich absehbares Ende der Krise ab: in der Finanzbranche wächst die Hoffnung auf ein Ende der Krise.


 

Die Ausarbeitung „RÜCKBLICK 2008“ besteht aus 12 Seiten.

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Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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