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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,


dieses Jahr war ein denkwürdiges, besonders auf dem Parkett und an den Finanzmärkten. Aus Sicht des Anlegers haben wir in unserem Jahresrückblick Ereignisse aus Wirtschaft und Börse zusammengestellt. Die wichtigen Geschehnisse sind jeweils als Schlagzeile zusammengefasst. Auf der rechten Seite dieses Artikels sehen Sie die einzelnen Monate aufgelistet. Klicken Sie und erinnern Sie sich an die spannenden und ereignisreichen Ereignisse des Jahres 2008.



Einleitung:

Was war das für ein Jahr 2008? Eine bisher noch nie dagewesene Krise legte sich über Anleger, Investoren, Unternehmen & Privathaushalte. Es begann als lokales Problem in den USA und ist jetzt zu einer weltweiten Krise gewachsen. Immobilenkrise, Bankenkrise, Finanzkrise und nun eine Wirtschaftskrise.


Lässt man die letzten Monate Revue passieren, fällt auf, dass die Zentralbanken EZB und FED schon im Frühjahr auf Risiken für die Konjunktur und auf mögliche Bankenpleiten hingewiesen haben. Im Februar spricht EZB Präsident Trichet erstmals von „Gefahren für die Konjunktur im Euroland“. US-Notenbankchefs Ben Bernanke erwähnt im gleichen Monat vor dem US-Senat, dass es „bedeutende Risiken für die Konjunktur in den USA“ gebe. Im April schloss er „eine Rezession nicht mehr aus“.


Diese Fakten sind deshalb so interessant, weil die Anleger damals noch an das Gute geglaubt haben. Sie wollten einfach keine negativen Meldungen hören. Getreu dem Motto „es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Heute zwölf Monate später ist jedem klar: Hätte man doch nur richtig hingehört und dem unguten Gefühl nachgegeben. Nun ist es zu spät. Die Rezession ist da, in den USA und überall. Die Aktien sind eingebrochen, die Indizes sind im Keller und die Unternehmensergebnisse verhagelt.


Für die Medien sind diese Dinge überraschend, für die Masse auch. Nur wenige Quellen haben rechtzeitig auf Gefahren hingewiesen. Leider werden diese Warnungen vom Großteil der Anleger nicht rechtzeitig ernst genommen.


Das Jahr 2008 ist auch das Jahr der Milliarden. Früher war eine Million noch etwas wert, wert im Sinne von viel Geld. Wann haben Sie das letzte Mal von Millionen gehört? Die Nachrichten sprechen nur noch von Milliarden. Der Bankensektor benötigt Milliarden, der Immobiliensektor auch, ganz zu schweigen von der Autoindustrie und natürlich die Konjunkturpakete; die benötigen erst recht Milliarden.


2008 ist geprägt von Massenentlassungen , die Banken hat es hart getroffen; die Autoindustrie auch. Die Industrie ist gerade dabei, Mitarbeiter zu entlassen. Leider sind diejenigen, welche für die Krise am wenigstens können, die Ersten die darunter leiden müssen.


Dieses Jahr ist auch das Jahr der „niemand ist Schuld“ Mentalität. Noch nie ist soviel Anlegerkapital vernichtet worden, Banken sind Pleite gegangen, aufgekauft oder gerettet. Investitionen sind wertlos und Steuergelder in Milliardenhöhe sind verschwendet worden. Aber wer trägt die Verantwortung? Wer hat den Mist verzapft? Niemand! Dieses Jahr ist niemand schuld. Die Ausreden sind immer die gleichen: Keiner konnte es ahnen, dass die Immobilienblase platzt, und dass Landesbanken mit hochrisikoreichen Kunstpapieren gezockt haben konnte auch keiner wissen. Auch nicht das die Lehman Brothers Bank Pleite ist und die KFW Bank trotzdem noch Millionen überweist. Man ist fassungslos, erstaunt oder schockiert aber „niemand ist Schuld“.


2008 wurde auch das Jahr der Halbwahrheiten oder der Täuschung. Nehmen sie gleich das obige Beispiel: Niemand glaubt wirklich, dass die KFW diese Überweisung nicht hätte aufhalten können. Kennen Sie einen einfacheren Weg um Millionen aus den Büchern verschwinden zu lassen? Und da wären die Unternehmen IKB und die Hypo Real Estate. Beide haben noch bis zu letzt sich öffentlich geäußert, nichts mit der Krise zu tun zu haben, obwohl es lichterloh brannte. Das ist verantwortungslos gegenüber Aktionären und Mitarbeitern. Wie kann der Anleger den Unternehmen da noch trauen? Dann doch vielleicht lieber den Politikern glauben. Diese bewiesen ihre Fähigkeiten wie folgt: „Die Krise ist ein amerikanisches Problem“, „die deutsche Wirtschaft ist davon nicht betroffen“ oder „wir brauchen kein Konjunkturprogramm“Politiker eignen sich hervorragend als Kontraindikatoren, denn es ist alles doch eingetreten. Deutschland ist doch von der Krise eingeholt, die Wirtschaft ist doch betroffen und ein Konjunkturprogramm ist doch aufgelegt. Derzeit aktuell sind „die Arbeitslosigkeit nimmt ab“ und „die Spareinlagen der Deutschen sind sicher“. In der Politik wird halt doch anders gesprochen als tatsächlich gehandelt.


Die Krise 2008 traf auch ganze Länder. Von der Zahlungsunfähigkeit eingeholt blieb nur noch die letzte Rettung, nämlich das Geld des IWF anzunehmen.


Das Jahr 2008 ist geprägt von negativen Nachrichten.Trotzdem gab es auch Anleger, welche ihren gesunden Menschenverstand eingeschaltet haben. Welche ihre Meinung selbst gebildet und Aussagen immer von verschiedenen Perspektiven betrachtet haben. Es gibt diese Anleger, welche ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht haben und diejenigen, welche auch mit fallenden Kursen Profite erwirtschaftet haben. All diesen Interessenten werden wir auch in 2009 eine Hilfe sein und unsere Einschätzung der Marktlage näher bringen.


Viel Spass beim „erinnern“. Los gehts mit dem Monat: Januar




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