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Vieles im Leben lässt sich aus zwei Seiten betrachten. Ob z.B. das berühmte Glas halb voll oder halb leer ist oder ob an der Börse weniger handeln manchmal mehr ist.


Auch der aktuelle Zustand des DAXes lässt sich unterschiedlich betrachten. Der eine Teil der Anleger vermutet den deutschen Leitindex in einer Korrektur des Anstiegs der letzten Jahre, welche jetzt mit dem Rückgang auf 6167 Punkte abgearbeitet ist. Diese Anleger vermuten einen neuen Bullenmarkt und rechnen wieder mit stark steigenden Kursen in Richtung All time High.


Die zweite Möglichkeit den deutschen Leitindex DAX zu betrachten ist folgende: Der aktuelle Anstieg im DAX ist nur eine Korrektur innerhalb der Korrektur. In diesem Fall ist der Anstieg von 6167 Punkten bis auf 7231 Punkte nur die Antwort auf die massiven Verluste seit Beginn des Jahres.


Wir publizieren regelmäßig Artikel über die Verfassung der Aktienmärkte, wie auch in unserem Artikel „sell in may and go away“ und unterstreichen noch einmal unsere Meinung von Ende April: „Es gibt keinen Grund warum Aktien steigen sollten. Das Niveau um 7000/7200 Punkte wird für den deutschen Leitindex DAX unüberwindbar sein. Spätestens dort sollte wieder Fahrt nach unten aufgenommen werden und dann verlieren wieder einmal die Falschen.“.


Daxanalyse:

Es ist wieder einmal an der Zeit, den deutschen Leitindex DAX genauer unter die Lupe zu nehmen und eine neue Analyse zu veröffentlichen:


Chart-Details: DAX Chart vom Oktober 2006 – Mai 2008, Charttyp: Candlestick, 1 Kerze = 1 Woche


Erläuterung:

Seit dem All time High im Juli 2007 verharrte der DAX in einer Seitwärtsrange zwischen 8151 Punkten und 7190 Punkten. Diese Seitwärtsbewegung hat der Index im Januar 2008 nach unten verlassen. Der DAX hielt sich dabei an die Vorgaben der technischen Analyse und arbeitete die Spannweite des Seitwärtskanals entsprechend nach unten ab. Ende März begann die Korrektur dieser starken Kursverluste und brachte den Index zurück in den Bereich von 7200 Punkten. Bei 7200 Punkten verläuft die untere Linie des Seitwärtstrends und dient, nachdem sie durchbrochen ist, als Widerstand. Die Korrektur ist nun voll ausgeschöpft. Der Index wird sich wieder in Richtung des Haupttrends bewegen. Dieser verläuft abwärts.


Die Abwärtsbewegung wird unter hoher Volatilität sattfinden und den Index unter das zuletzt gesehene Tief aus dem März 2008 bei 6167 Punkten führen. Die Analyse ist nicht mehr gültig, wenn der Index auf Wochenschlusskurs über 7400 Punkte schliesst.


Marktzustand:

Die aktuelle Marktverfassung sowohl diesseits als auch jenseits des großen Teiches ist schlecht. Die USA ist in einer Rezession. Weitere Länder werden ihr bald folgen. Der Ölpreis ist auf Rekordhoch und wird noch weiter steigen. Die Immobilienkrise ist noch nicht ausgestanden. Während man in diesem Zusammenhang meist über die USA spricht, werden sich die Medien auch bald der Immobilienkrise in Europa zuwenden. Die Folgen dieser beispiellosen Kapitalvernichtung werden noch weiter andauern. Die Kreditkrise spricht für sich. Das Leihen von Kapital haben die Banken untereinander schon größtenteils eingestellt. An Unternehmen werden nur noch ganz vereinzelt Kredite vergeben oder unter entsprechend hohen Zinsen. Die privaten Interessenten können froh sein, wenn sie überhaupt von ihrer Bank etwas bekommen sollten. Somit versiegt der Geldkreislauf und wird Unternehmen, Börsen und Aktien auf dem Weg zu 6037 Punkten begleiten.


Der letzte Anker, den die Investoren haben, oder noch besser: hatten, waren die amerikanische Notenbank (FED) und die weiteren Zentralbanken. Diese haben die Leitzinsen drastisch gesenkt und die Märkte mit Liquidität versorgt. Diese Maßnahme ging nur mit Inkaufnahme der Inflationsgefahren. Weltweit steigen überall die Preise und ein Ende ist nicht abzusehen. Um die Inflation aber zu bändigen, müssen die Zentralbanken die Zinsen erhöhen. Das ist dann Gift für die Märkte. Die Kohle ist nun im Feuer und es gibt keinen Nachschub mehr.


Zusammenfassung:

Gesamtbild: Es drohen Kursverluste von über 1000 Punkten.
Ziel dieser Bewegung : 6037 Punkte
Zeitraum: 3-6 Monate
Hinweis: Die Analyse ist nicht mehr gültig, wenn der Index auf Wochenschlusskurs über 7400 Punkte schliesst.


Die obige DAX Analyse mag für den einen oder anderen Leser vielleicht als zu „pessimistisch“ gelten. Besondern noch wenig erfahrene Trader & Anleger können sich einen so massiven Kursverlust nicht vorstellen. Wird doch in den Medien berichtet, dass das Schlimmste schon vorüber ist und die Unternehmen schon wieder nach vorne blicken. Erst letzte Woche hat die Deutsche Bank Tochter DWS (größte deutsche Fondgesellschaft) das Ende der Kreditkrise ausgerufen. Zu diesem Zeitpunkt war der der deutsche Index schon bei 7100/7200 Punkten und hatte somit, seit dem Tief aus dem März 2008, schon über 1000 Punkte zugelegt. Ohne die breite Masse. Warum haben diese oder auch andere Fonds nicht zu dem günstigeren Zeitpunkt zum Einstieg gerufen? An der Börse gilt es immer die Interessen der verschiedenen Marktteilnehmer zu betrachten. Ein Fondsanbieter braucht eine große Anzahl an Käufern, wenn er seine Positionen abstoßen will. Was liegt da näher, als die Börsenlandschaft als heile Welt darzustellen? Neue Käufer werden animiert und eigene Aktien verkauft.

Begleiten Sie unsere DAX Analyse während der nächsten Monate. Besonders das Verhalten des DAX im Bereich 6000/6200 Punkte wird uns mehr Erkenntnis bringen, ob auch tiefere Kurse in Frage kommen können. Wir werden dann allen Interessenten durch unseren Newsletter informieren.


Wir verfolgen den Markt zeitnah und werden sowohl steigende als auch fallende Kurse analysieren. Aktuelle Signale finden Sie auf unserer Signalwand.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team


P.S. Wir informieren Sie gerne, sobald die nächste DAX-Analyse veröffentlicht wird. Registrieren Sie sich hier

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