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Als regelmäßiger Leser unserer Artikel konnten Sie sich auf die in den Medien aktuell diskutierten Preiserhöhungen für Lebensmittel einstellen. Bekanntlich ist es an der Börse und auch in der Wirtschaft klug, der Masse einen Schritt voraus zu sein.


Auszug aus unseren Kommentar vom Februar 2008: „Die Kaufkraft Ihres Geldes nimmt ab. Die Preiserhöhungen für Gas, Öl, Strom, Milch, Butter, Brot und Getreideprodukte sollen hier als Beispiele dienen. Jeder Leser wird diese angefangen Liste selbst fortführen können. Die steigende Inflation ist schon da und wird in den nächsten Monaten die Medien beschäftigen“. Den kompletten Artikel lesen Sie hier


Der starke Preisanstieg betrifft Getreide & Saaten (+52%), Milch und Eier (+23,5%), Kaffee & Tee (+13,2%) und Feste Brennstoffe & Mineralölprodukte (+18,8%).


Der Preisanstieg konzentriert sich im Wesentlichen auf den Großhandel und wird auch bald den Einzelhandel erreichen. Trotz aller Dementis. Sicherlich wird das statische Bundesamt die Inflationsrate wieder angemessen gering halten können, denn durch die Anpassung des Warenkorbes kann man eigentlich jede Statik so hinbekommen wie es benötigt wird. Wie wäre es mit etwas mehr Büromöbeln? Diese sind günstiger geworden.


Die Medien beschäftigen sich nun mit der Inflation und auch die Bevölkerung tut das. Heiß diskutiert wird die Frage, ob es klug ist, während einer steigenden Inflation Schulden zu machen? Manche Vermögensverwalter raten zur Verschuldung, weil das Geld weniger wert wird. Die Schulden schmelzen sozusagen dahin. Dies ist ein Irrglaube.


Frage: Ist es klug, während einer Inflation Schulden zu haben?


Ein Beispiel: Sie nehmen ein Darlehen für eine Eigentumswohnung auf. Unter normalen Bedingungen würden Sie ca. 45% Ihres Einkommens für die Tilgung verwenden, der Rest, also 55%, wird für Ihre Lebenshaltungskosten aufgewendet. Dies sind u.a. Lebensmittel, Strom, Benzin und Kleidung. Da bei steigender Inflation Ihr Einkommen nicht in gleichem Maße mit steigt, werden Sie schnell ein Problem haben. Schiessen die Preise in die Höhe, bleibt zwar Ihre Tilgungsrate gleich aber Ihre Lebenshaltungskosten verschlingen nun den Großteil Ihres Einkommens. In unserem Beispiel 80%, Sie haben noch 20% zur Tilgung zur Verfügung. Sie benötigen aber 45%, es besteht eine Lücke die Sie unter normalen Umständen nicht mehr füllen können. Eine Zwangsversteigerung droht.

Antwort: Nein.




Es gibt eine Möglichkeit, bei der eine Verschuldung Sinn machen könnte: dann nämlich, wenn Sie das Geld für den Kredit schon zum Beleihungszeitpunkt zur Verfügung haben. Angenommen Sie kaufen sich die Eigentumswohnung aus dem obigem Beispiel und leihen sich das Geld bei der Bank. Wichtig ist nun, dass Sie die ganze Darlehenssumme aus Ihrem Vermögen schon zu diesem Zeitpunkt besitzen. Sie könnten also zu jedem Zeitpunkt den Kredit wieder zurückzahlen. Somit kommen Sie nicht in die Gefahr, dass Ihr Einkommen zur Darlehenstilgung nicht ausreicht. Sie hätten immer den vollen Balken zur Verfügung.


Wenn Preise drastisch steigen, dann kann sich die ärmere Bevölkerung nicht mehr ernähren. In ihrer Wut kommt es zu Massenprotesten wie in Haiti & Indonesien oder zu Notständen wie auf den Philippinen. Das Land benötigt dringend Reis, welcher aber auf dem Weltmarkt kaum mehr zu bekommen ist. Händler, welche noch Reserven haben, horten diese, um einen noch besseren Preis erzielen zu können. Dadurch verschärfen sie die Lage.


Die Inflation ist nun angekommen und sowohl die Politik als auch die Wirtschaft werden sich mit dem Thema Inflation beschäftigen müssen. Der stark zunehmende Kostendruck wird die Unternehmen beschäftigen, und sofern sie an der Börse gelistet sind, wahrscheinlich auch den Aktienkurs beeinflussen.


Wir verfolgen den Markt zeitnah und werden sowohl steigende als auch fallende Kurse analysieren. Aktuelle Signale finden Sie auf unserer Signalwand.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team

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