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„Man hatte hier einfach mit einer stärkeren Enttäuschung gerechnet“


Diese Aussage aus unserer Überschrift wurde von einem Marktteilnehmer getätigt, nachdem schlechte Wirtschaftsdaten gemeldet wurden. Sie zeigt vortrefflich die aktuelle Lage an den Finanzmärkten und vor allem die der Investoren.


Die Börsen handeln die Zukunft, die Börsen handeln die Phantasie. Sie sind das Zentrum von Hoffnung und Zuversicht. Aber bis wohin verschliesst man die Augen vor den Tatsachen? Können sich Rahmendaten verschlechtern und die Börsen steigen? Kann sich das Wirschaftswachstum abschwächen und die Indizes neue Höchstkurse erreichen?


Die Börsen können! Die letzten Wochen sind wieder mal von viel Kopfschütteln begleitet. Anleger die diesem Anstieg nicht trauen, sind vorsichtig. Andere sind schon drin und wollen weitere Anleger bewegen einzusteigen. Sind die Wirtschaftstdaten gut – steigen die Börsen, fallen sie schlecht aus – dann auch. Es wird in diesem Fall von weiteren Zinssenkungen ausgegangen, welche Liquidität in die Märkte spülen und diese beflügeln soll.


Die Börse kann nicht immer nur auf Hoffung basieren, irgendwann wird abgerechnet und die Fakten müssen gesehen werden.Wir haben hier einen kurzen Auszug von Wirtschaftsdaten aus den Kalenderwochen 39/40 zusammengetragen um einige Fakten hervorzuheben. Der Zeitraum umfasst nur 10 Tage, man bedenke, wie schnell und wie viele schlechte Daten auf die Märkte einprasseln.


25.09.07
DE – ein enttäuschender ifo-Geschäftsklima-Index. Sowohl die Erwartungskomponente als auch die Geschäftsbeurteilung des ifo-Index lagen unter den Prognosen. Mit 6,8 Punkten war der GfK-Konsumklimaindex unter der Erwartung von 7,0 Punkten für Oktober veröffentlicht worden.


US – So hat sich die Stimmung der US-Konsumenten im September deutlich eingetrübt. Der vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauensindex sank stärker als erwartet von 105,6 auf 99,8 Punkte. Damit befindet er sich jetzt auf dem niedrigsten Stand seit November 2005.


US – Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA ist im August, verglichen mit dem Vormonat, um 4,3% auf einen Jahreswert von 5,50 Mio gefallen. Damit wurde das niedrigste Niveau seit fünf Jahren verzeichnet. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 4,4% gerechnet. Somit hält die Schwäche am Wohnungsbaumarkt noch an.



26.09.07
US – Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter ist im August überraschend stark gefallen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, sanken die Orders gegenüber dem Vormonat um 4,9%. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 3,0%gerechnet.



01.10.07
US –Trotz einem etwas schwächer als erwarteten ISM-Index zum Verarbeitenden Gewerbe ging es in Übersee aufwärts. „Man hatte hier einfach mit einer stärkeren Enttäuschung gerechnet“, sagte ein Marktteilnehmer.


US – Auch schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor – die Citigroup sprach von einem Verlust von 1,3 Mrd Dollar im Subprime-Geschäft – vermochten den Markt nicht aus der Bahn zu werfen.


Es ist bekannt, dass die Börsen trotz dieser miserablenen Nachrichtenlage in den folgenden Wochen weiter gestiegen sind. Gestern (18.10.2007) hat die Bank of America schlechte Zahlen gemeldet, das Gewinnziel wurde um ein Drittel verfehlt. Grund ist unter anderem die Immobilienkriese.


Das war der Anlass für den DAX und Co, die Kurse in den Keller zu schicken. Innerhalb von Minuten verlor der deutsche Index fast 100 Punkte. Die Krise ist wahrscheinlich noch nicht ausgestanden, die Leichen liegen noch im Keller, so die verängstigten Anleger. Es zeigt sich, wieviel Kraft hinter den Bären steckt. Wenn die Verkaufswelle beginnt, dann zügig und kraftvoll.


Lassen Sie sich nicht von den euphorischen Worten von Analysten und Experten blenden, die fundamentalen Daten rechtfertigen einen ungebremsten Anstieg nicht.


Wir versuchen, auf unserer Signalwand die Bewegungen der Indizes rechtzeitig zu analysieren und wünschen Ihnen


Viel Erfolg

Ihr
start-trading Team

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