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In einer Werbung heißt es: „separates the men from the boys“. In der Anlegersprache könnte man das vielleicht folgendermaßen umwandeln. Die erfahrenen Anleger werden vorsichtig während die jungen kein Ende der derzeitigen Hausse kennen. Der DAX steigt und steigt. Aber bis wohin?


Die erfahrenen Anleger haben den Vorteil, dass sie wissen, wie eine Korrektur von statten läuft. Zuerst kommt das nicht Sehen wollen, dann geht es ganz schnell: der mühsame Anstieg wird zügig vernichtet. Im Moment sehen alle Anleger nur steigende Kurse, es gibt kaum eine Alternative hierzu. Schlechte Nachrichten werden ignoriert. Und steigende Kurse geben denen Recht, die investiert sind. Solche Anleger, welche vorsichtig sind und den Markt beobachten, werden als Pessimisten abgetan. Die Bullen nähren sich gegenseitig. Manch einer sieht das KGV Verhältnis als noch zu gering, andere sehen die Ralley an noch zu vielen Teilnehmern vorbeiziehen. Es ist noch viel Kapital, das in den Markt fließen muss, heißt es einhellig.


Für Markteilnehmer, welche am berühmten Neuen Markt investiert waren und die Korrektur miterlebt haben, erinnern sich vielleicht. Ein sehr interessantes Beispiel für eine „Ungereimtheit“ im Markt war folgendes: Eine kleine Beratungsfirma war damals an der Börse mehr wert als die Lufthansa mit all Ihren Flugzeugen. Heute schüttelt man nur den Kopf, warum Anleger noch in diese Werte investiert haben, aber damals war es „das“ Investment, um schnelle Gewinne zu erwirtschaften. Warnungen wurden überhört. Was aus der kleinen Beratungsfirma geworden ist, können Sie sich denken.


Warnsignale gibt es in den USA. Im Vorfeld hatten viele Anleger Furcht vor dem Platzen der Immobilienblase in Amerika. Nun ist es soweit, sie ist am Platzen. Und genau hier ist die allgemeine Psyche des Anlegers ersichtlich. Jetzt, wenn das Erwartete eintritt, will man nichts mehr davon wissen. Erst wenn die Kurse drastisch korrigiert haben, kommt die Ernüchterung. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die schlechten Konjunkturdaten aus den USA vom Freitag, den 16.02.2007 (hier). Es ist allgemein bekannt, dass der allgemeine amerikanische Bürger seinen Konsum auf „Pump“ finanziert“. Diesen Kredit sichert er sich durch z.B. Immobilien. Wenn nun die Sicherheit an Wert verliert, ist der Schuldner gezwungen, seinen Konsum einzuschränken. Das ist Gift für die US Wirtschaft und schwache amerikanische Aktienmärkte werden den DAX nicht unberührt lassen.


Neulinge machen eine Korrektur sehr lange mit, sie bleiben noch investiert, obwohl die Tops schon erreicht sind. Oder machen andere typische Fehler wie Nachkaufen. Im Nachhinein fragen sie sich, warum sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Dabei geht es gar nicht um Schwarzmalerei. Wenn die Aktien steigen, spricht nichts dagegen, an diesem Anstieg zu profitieren – nur rechtzeitig auszusteigen, bevor die Gier überhand nimmt, ist die Kunst.


Den passenden Zeitpunkt für den richtigen Einstieg finden Sie auf unserer Signalwand.


Viel Erfolg wünscht


Ihr
start-trading Team

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