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Fonds/Hedgefonds:
ein
Vergleich
Sehr
geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,
dieser
Artikel soll unterschiedliche Fragen zum Thema Fonds und
Hedgefonds beantworten: welche Funktion Hedgefonds haben,
wie sie vorgehen, worin der Unterschied zu den gewöhnlichen
Fonds liegt, welche Gefahren von Hedgefonds ausgehen und
es zeigt einen Vergleich, was bei einem Investment auf steigende
oder fallende Kurse passiert. Außerdem wird erläutert,
inwiefern Verbote von Spekulationen auf fallende Kurse Sinn
machen oder nicht.
Es
wird derzeit viel über Hedgefonds geschimpft, ungedeckte
Leerverkäufe wurden bereits verboten und über
weitere Maßnahmen wird diskutiert. Dabei unterscheidet
die mediale Berichterstattung gerne nach Gut und Böse.
Die Guten sind die Fonds, die Bösen die Hedgefonds.
Das ist zu wenig, um die Finanzmärkte wirklich verstehen
zu können. Es ist eine differenzierte Betrachtung der
Hedgefonds Aktivitäten nötig, um deren Handlungsweise
an den Finanzmärkten zu verstehen. Einiges ist sicherlich
nicht gut, aber deshalb muss nicht alles gleich schlecht
sein.
Zunächst
einige Sprachdefinitionen für den folgenden Text. Fonds
stehen für die gewöhnliche Fondanlage, welche
das Kapital der Investoren in Wertpapiere anlegt, um an
steigenden Kursen zu partizipieren. Hedgefonds sind auch
Fonds, welche aber in der Regel durch Leerverkäufe
an fallenden Kursen verdienen. Dabei wird nach ungedeckten
Leerverkäufen und gedeckten Leerverkäufen unterschieden.
Ungedeckt bedeutet, dass der Hedgefond die Wertpapiere gar
nicht besitzt, welche er am Markt verkauft. Sicherlich wird
der ein oder andere Leser nun sagen: "man kann doch
nichts verkaufen, was man nicht hat". Leider doch,
es gibt viele Konstrukte, welche nicht unbedingt logisch
erscheinen, aber geben tut es sie trotzdem. In Falle von
ungedeckten Leerverkäufen hat derjenige, welcher das
Geschäft tätigt, drei Tage Zeit, seine Position
glattzustellen. Das bedeutet, es wird zuerst verkauft (was
man nicht besitzt) und zu einem späteren Zeitpunkt
wird das Wertpapier bereitgestellt. Gedeckte Leerverkäufe
hingegen sind Verkäufe, bei denen der Hedgefond sich
die Wertpapiere zunächst von jemandem leiht und dann
am Markt verkauft. Auf die gedeckten Leerverkäufe geht
auch der folgende Text ein.
An den
Finanzmärkten kann man auf steigende Kurse wetten oder
auch auf fallende - so funktioniert die Börse. Deshalb
gibt es die gewöhnlichen Fonds (steigende Kurse) und
die Hedgefonds (fallende Kurse). Hedgefonds gehören
genauso zum Markt wie jeder andere Investor auch. Beide
Fondsarten spekulieren auf zukünftige Kursentwicklungen.
Wie
das Wort Spekulation schon sagt: es ist eine Wette. Das
bedeutet, jedes Investment ist eine Wette mit ungewissem
Ausgang. Die Spekulation kann demnach gut ausgehen und
Profite abwerfen oder zu Verlusten führen.
Tatsache
ist: beide Anlageformen verfolgen das Gleiche, nämlich
die Absicht, Gewinne zu erzielen.
Wie
funktioniert das bei einem Fond?
Ein
Fond sucht sich ein Unternehmen heraus, welches Potential
hat, welches am Markt gut aufgestellt ist und in der Zukunft
seine Gewinne vermutlich erhöhen wird. Im Auge des
Fonds, also des Betrachters, handelt es sich hier um ein
unterbewertetes Unternehmen. Der Fond sieht, dass der Aktienkurs
zu niedrig ist und will durch seinen Einstieg an dem zu
erwarteten Kursanstieg partizipieren. Die Annahme ist wie
folgt: in der Zukunft wird sich die Gewinnsituation des
Unternehmens verbessern und somit auch der Aktienkurs steigen.
Eine direkte Beziehung zwischen den Gewinnen einer AG und
dem Aktienkurs an der Börse gibt es nicht, soll aber
der Einfachheit halber hier nicht berücksichtigt werden.
Im Wesentlichen würde der heutige Aktienkurs günstig
wirken, wenn die Unternehmensgewinne später steigen
(Kurs-Gewinn-Verhältnis).
Somit
spekuliert der Fond auf steigende Kurse. In der Regel
bewegt der Fonds große Summen und positioniert sich
zunächst im Markt, während andere diesen Wert
noch nicht beobachten. Auch schwächere Tage, an dem
viele Aktienbesitzer ihre Aktien verkaufen, können
eine gute Gelegenheit für Fonds sein, diese Aktien
günstig einzusammeln. Würde der Fond "öffentlich"
massiv in den Markt einsteigen, dann würde die Nachfrage
nach der entsprechenden Aktie zu groß, der Kurs würde
steigen und der Käufer mehr für seine Anteile
bezahlen müssen. Der Fond muss also still vorgehen,
er muss seine geplante Kaufmenge in kleine Auftragsgrößen
teilen usw.
Sobald
die Positionierung abgeschlossen ist, beginnt die Marketing
Maschinerie. Zunächst wird das neue Investment
im eigenen Kundenmagazin präsentiert. Mehr Leute wissen
also, dass der Fond A positiv über die Entwicklung
des Unternehmens A denkt. Danach wird in externen Publikationen
die eigene Positionierung bekanntgegeben. In TV Sendungen
und Börsenschaltungen lässt man fallen, dass man
bullisch für Unternehmen A ist oder bereits eingestiegen
ist.
Mehr
Leute interessieren sich für den Aktien des Unternehmens
A. Einige wollen an dem Erfolg des möglicherweise gut
aufgestellten Unternehmens partizipieren und steigen ein,
der Kurs fängt an zu steigen. Diejenigen Anleger, welche
zunächst zugesehen haben, sehen nun den Aktienkurs
des Unternehmens A steigen und sind nun auch bereit, den
Anstieg mitzunehmen. Wenn der Fond A diesen Wert analysiert
hat und das Unternehmen für gut befindet, dann ist
das bestimmt ein gutes Investment, denkt der Anleger. Auch
diese zweite Tranche der Käufer ordert nun Aktien vom
Unternehmen A und der Nachfrageschub führt zu noch
weiter steigenden Kursen.
Der
Fond A, welcher schon früh eingestiegen ist, freut
sich über die steigenden Kurse, denn es läuft
alles nach Plan. Natürlich gilt hier, wie in jedem
Investment, wenn der Spekulant die Möglichkeit hat,
das Ergebnis zu beeinflussen, dann wird er das auch tun.
Aufträge
werden an verschiedene Analysten vergeben, genau dieses
Unternehmen A "entsprechend positiv" zu analysieren.
Die Ergebnisse der scheinbar unabhängigen Analysten
werden dann großspurig veröffentlicht und medial
vermarktet. Kursziele werden genannt. "Es ist noch
viel Luft in der Aktie" heißt es. Der Kurs steigt
weiter.
Es werden
Agenturen beauftragt, welche die Marktmeinung beeinflussen
sollen. Dabei werden Analystenmeinungen, Berichte und sonstige
kursbewegende Nachrichten durch die Medien gespult. In Internetforen
werden die Spekulationen weiter angeheizt. Die Anleger werden
heiß gemacht.
Durch
die starke Präsenz des Aktienkurses in Finanzportalen
und der mediale Hype um das Unternehmen A sind nun letztendlich
auch sehr viele (Klein) Anleger bereit, in den Markt hineinzugehen.
Die Anleger "wollen" die Aktien haben und geben
ihre Aufträge durch.
Der
Fonds A freut sich, alles läuft weiter nach Plan. Es
ist nun für den Fonds möglich, seine Anteile zu
verkaufen ohne dem Aktienkurs zu schaden. Die großen
Mengen an Aktien können nun an die neugewonnen Käufer
verkauft werden. Das Ziel, dass die Kurse steigen und der
Fonds seine günstig eingekauften Aktien teuer verkauft
ist erreicht. Die Profite werden realisiert. Die Spekulation
geht auf.
Wie
funktioniert der Handel bei Hedgefonds?
Der
Hedgefonds sucht sich überbewertete Unternehmen aus,
bei dem der Aktienkurs nicht den wahren Wert des Unternehmens
widerspiegelt. Im Auge des Hedgefonds liegt eine Übertreibung
des Kurses vor, den er ausnutzen möchte. Auch hier
gilt: was eine Überbewertung bedeutet und was der wahre
Wert einer Aktie ist, liegt im Sinne des Betrachters und
wird hier nicht weiter verfolgt. Das Wesentliche ist, ein
Aktienkurs ist anscheinend zu hoch.
Somit
spekuliert der Hedgefond auf fallende Kurse. Er leiht
sich Aktien des zu investierenden Unternehmens von anderen
Fonds oder Versicherungen, welche die Aktienpakete besitzen.
Diese verleihen die Aktien, um eine Provision zu kassieren.
Es ist eine zusätzliche Einnahmequelle für die
Aktienbesitzer, da die Aktien im Depot meist auf Jahre gekauft
worden sind und zwischenzeitlich kein Geld einbringen. Der
Hedgefond kommt also wie soeben beschrieben an seine Aktien.
Diese
verkauft er am Markt (gedeckter Leerverkauf) zu dem scheinbar
hohen Kurs und möchte diese zu einem späteren
Zeitpunkt billiger wieder zurück kaufen. Das ist also
die Absicht des Hedgefonds, was passiert nun?
Im
Wesentlichen ist die Ablauflogik die gleiche wie oben bei
dem Fond A beschrieben, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Alle Aktivitäten dienen dazu, den Kurs zum Fallen zu
bringen.
Kritische
Berichte über das Unternehmen und unterschwellige Meinungsbeeinflussung
führen dazu, dass der Aktienkurs des Unternehmens B
fällt. Anleger werden zum Verkaufen animiert. Investoren
des Unternehmens B, welche möglicherweise vorher nicht
so genau auf die Situation des Unternehmens B geachtet haben,
nehmen die Gesellschaft genauer unter die Lupe, finden womöglich
die gleichen Risiken wie der Hedgefond und entscheiden sich,
ihre Aktien zu verkaufen. Der Kurs der Aktie fällt
weiter. Das war auch das Ziel der Spekulation. Am Ende des
Investments kauft der Hedgefond seine zu höheren Kursen
verkauften Aktien wieder zurück. Die Differenz zwischen
dem Verkaufskurs und dem Ankaufskurs ist der Gewinn. Davon
werden noch die Leihgebühren für den Aktienpaketbesitzer
fällig.
Zusammenfassung der Funktionsweisen:
Erklärt
wurden zwei Ansichten der gleichen Sache. Nämlich der
Spekulation auf Aktienkurse. Der eine Fond setzt auf steigende,
der andere auf fallende Kurse. Daran ist nichts verwerflich.
Da es sich in beiden Fällen um eine Spekulation handelt,
also um eine Wette ohne sicheren Ausgang, haben beide Parteien
ein Risiko.
Welches
sind die Gefahren/Risiken:
Geht
der Plan aus irgendwelchen Gründen nicht auf, brennen
natürlich sowohl bei dem Fond als auch bei dem Hedgefond
die Leitungen, denn dann müssen beide aus ihren Positionen
heraus.
Die Risiken für den Fonds:
Der
Fond hat nach Punkten erstmal den Vorteil, dass sein Engagement
maximal 100% Verlust bedeuten kann. Eine Aktie kann
maximal auf Null fallen. Hat sich der Fonds erstmal positioniert
und der Aktienkurs entwickelt sich nicht wie geplant, dann
muss der Fonds wieder aus seiner Position heraus. Jeder
Fonds hat bestimmte Kriterien, wie hoch ein Verlust pro
Position sein darf und wenn diese Marken erreicht werden,
muss der Fond sich von der Aktie trennen. Somit ist der
Fond manchmal gezwungen, aus einer Aktie auszusteigen, auch
wenn das Marktumfeld nicht gut für Verkäufe ist.
Dass kann dann (Verkaufs) Druck auf die Aktie geben. Dabei
kann ein geordneter Ausstieg gelegentlich nicht möglich
sein, z.B. wegen Einbruchs des Gesamtmarktes oder externer
Faktoren wie z.B. Leitzinsänderung, Kriege usw. Dann
fällt der Kurs nämlich plötzlich und schnell,
weitere Anleger fliehen aus der Aktie, der Kurs fällt
weiter. Stop-Loss Aufträge werden ausgelöst und
die Kurse fallen schneller, da nun die Aufträge unlimitiert
im Markt stehen. Weitere Stop Schwellen werden erreicht
und die Kurse sinken erneut. Es soll bedacht werden, dass
der Druck auf die Aktien und somit auf den Gesamtmarkt nicht
nur von einem Fond kommt sondern von vielen.
Die
Risiken für den Hedgefond:
Der
Hedgefond trägt ein wesentlich größeres
Risiko, denn sein Verlust kann theoretisch unendlich
betragen. Ein Hedgefond hat z.B. eine Aktie für
200 Euro verkauft, geht die Spekulation nicht auf, dann
kann die Aktie auf 400 Euro steigen, oder 800 oder unendlich,
wer weiß schon, wie viel die Anleger bereit sind für
eine Aktie zu zahlen. Der Hedgefond muss die Aktien allerdings
zu irgendeinem Zeitpunkt zurückkaufen, egal was sie
kostet, denn er hat sich vertraglich verpflichtet, die geliehenen
Aktien seinem Eigentümer zurückzugeben.
Das
bedeutet in unserem Beispiel: ein Hedgefond hat sich auf
fallende Kurse positioniert, doch die Aktien steigen plötzlich.
Vielleicht hat das Unternehmen B eine Erfolgsmeldung verkündet,
aufgrund dessen steigt der Aktienkurs, Anleger, die diese
Nachricht lesen, sind animiert an dem Erfolg des Unternehmens
teilzuhaben und kaufen dessen Aktien. Die Kurse steigen.
Der Hedgefond ist offensichtlich falsch positioniert, so
war das Investment nicht geplant. Die Aktien müssen
nun mit Verlust zurück gekauft werden und der Hedgefond
ordert nun seine größere Menge Aktien, um das
Geschäft zu schließen. Dieser Nachfrageschub
löst einen Anstieg der Kurse aus, da natürlich
die plötzliche Nachfrage auf zu wenig Angebot trifft.
Vermutlich sind nun weitere Marktteilnehmer, welche auf
fallende Kurse gesetzt haben, in Notlage, auch diese kaufen
jetzt die Aktien des Unternehmens B unlimitiert zurück.
Also zu jedem Preis. Die Hedgefonds können die Sache
bei einer falschen Positionierung nicht aussitzen, daher
gilt: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne
Ende. Wenn die Kurse rapide in die Höhe schießen
und die Hedgefonds in Scharen aus der Aktie fliehen, dann
nennt man das in der Fachsprache einen "Squeeze".
Ein besonders anschauliches Beispiel ist die Kursentwicklung
der VW Aktie im Herbst 2008.
Marktauswirkungen:
Im Vergleich
zum normalen Fond hat der Hedgefond die schwereren Waffen,
denn der Grad an Meinungsbeeinflussung bis hin zur übler
Nachrede und Verleumdung ist klein. Wenn ein Hedgefond von
Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens B berichtet, dann
können Kunden und Lieferanten möglicherweise geneigt
sein abzuspringen, obwohl die Meldung vielleicht jeglicher
Grundlage entbehrt. Das führt dazu, dass das Unternehmen
tatsächlich in Schwierigkeiten gerät und Investoren
abspringen.
Generell
gilt:
An den
Finanzmärkten bewegen sich die Kurse nicht einfach
nur so, die Kurse sollen irgendwo hin, deshalb ziehen alle
Beteiligten an den Finanzmärkten die Marktteilnehmer
in die eine oder andere Richtung. Mit Marketingtricks
und Kurspusherei versucht man, die eigenen Ziele zu erreichen.
Doch
die Marktteilnehmer agieren innerhalb des rechtlichen Rahmens.
Die einen spekulieren auf steigende Kurse, die anderen auf
fallende. Bei all der negativen Berichterstattung über
Hedgefonds sollte Folgendes nicht vergessen werden: wenn
die Hedgefonds Aktien verkaufen und Druck auf den Markt
ausüben, dann gibt es auch einen Moment, an dem sie
die Aktien wieder zurückkaufen, dass heißt Hedgefonds
treten als Käufer auf und stützen den Markt. Folgendes
Beispiel macht es deutlich: Der Hedgefond verkauft zunächst
100 Aktien und kauft nachher 100 Aktien zurück. Die
gewöhnlichen Fonds kaufen zuerst 100 Aktien und verkaufen
nachher 100 Aktien. Beide tun das Gleiche.
Bewertung
GUT oder BÖSE:
Sind
nun die Hedgefonds die Bösewichte und oder nicht? Hedgefonds,
welche auf fallende Kurse setzen, also sogenannte Short
Investments tätigen, sind nicht böse. Sie sind
Teil der Börse. All die Polemik der Politik, hier Bösewichte
(Hedgefonds) auszumachen, dienen dem Stimmenfang und soll
von der eigenen Unwissenheit ablenken.
Es spricht
nichts gegen die Strategie, auf fallende Kurse zu setzen.
Die Short Spekulanten sind wie die Verteidigung in einem
Spiel, die sich den Stürmern entgegenstellt. Dabei
verhindert ein Hedgefond, dass es zu Übertreibungen
an den Märkten kommt. Wenn eine Unternehmensaktie
scheinbar grundlos steigt, dann kann der Hedgefond womöglich
diese Luftnummer erkennen und entgegenwirken, indem er die
Aktien des Unternehmens "shortet" - also verkauft.
Hedgefonds
können gesunden Firmen nichts anhaben. Leerverkäufe
funktionieren nur bei Unternehmen, aber auch bei Währungen
oder Staatsanleihen, wenn etwas nicht stimmt. Das ist die
Hauptaufgabe des Hedgefonds, nämlich Schwachstellen
zu finden, die entsprechenden Wertpapiere unter Druck zu
bringen und daraus am Ende einen Profit zu schlagen. Ist
ein Unternehmen oder ein Staat gesund aufgestellt, dann
wird es niemand wagen, diese zu shorten, auch kein Hedgefond.
Zusammenfassung:
Der
Alleingang Deutschlands ungedeckte Leerverkäufe zu
verbieten ist somit mehr ein Hervorstechen der BRD in der
Welt und ein Beruhigungsversuch gegenüber der Bevölkerung
(die Politik unternimmt etwas), als ein wirkungsvolles Instrument.
Finanztransaktionen können nicht auf lokaler Ebene
eingeschränkt werden. Gehandelt wird nämlich
weltweit, wenn man etwas am Finanzplatz Frankfurt nicht
darf, dann eben in London oder an einem anderen Finanzplatz.
Es gab
zu jederzeit Investoren an den Finanzmärkten, welche
auf fallende Kurse spekuliert haben. Somit ist es ein Naturell
der Börse, dass es Spekulanten sowohl für steigende
als auch für fallende Kurse gibt. Hedgefonds sind Marktteilnehmer,
welche Wetten auf fallende Kurse abschließen und hoffen,
aus diesem Geschäft einen Profit herauszuholen. Durch
ihren aktiven Handel an den Finanzplätzen erhöhen
sie die Marktliquidität.
Eine
wirkliche Änderung würde nur Sinn machen, wenn
diese global koordiniert würde und an jedem Finanzplatz
angewendet werden müsste. Dabei sollte es um einheitliche
Regeln für den Handel an den Märkten gehen und
nicht um Verbote einzelner Marktteilnehmer. Die Schaffung
von Transparenz sollte das vorrangige Ziel sein.
Mit
freundlichen Grüßen
Ihr
start-trading Team