Zur
News and More Übersicht geht es hier
Fakten
vs
Hoffnung (eine Gegenüberstellung)
Sehr
geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,
immer
wieder wird positiv über die aktuelle Wirtschaftslage
berichtet. "Die Krise sei vorüber"
- "die Talsohle durchschritten". Plötzlich
melden alle Medien gleichzeitig: es wird besser, im Gleichschritt
steigen die Aktienmärkte weltweit. Die optimistischen
Aussagen häufen sich derart, dass man an der Richtigkeit
zweifeln sollte.
Die
Fakten sprechen nämlich eine ganz andere Sprache.
Wir
haben in der folgenden Tabelle die harten Fakten (tatsächlich
messbar), den Hoffnungsmeldungen (könnte passieren
- Gefühl) gegenübergestellt.
|
Wirtschaftskrise
trifft MAN im 2. Quartal hart
MÜNCHEN
(Dow Jones)--Die schwache Nachfrage hat dem Nutzfahrzeug-
und Motorenhersteller MAN auch im zweiten Quartal
schwer zu schaffen gemacht. Sowohl operativ als auch
netto verbuchte der DAX-Konzern im Zeitraum zwischen
April und Juni einen Gewinneinbruch.
|
Unternehmen
erwarten deutliche Verbesserung der Konjunktur
BERLIN (Dow Jones)--Deutschlands Unternehmen blicken
laut einer Studie wieder optimistisch in die Zukunft.
Zwei von drei Unternehmen (66%) glauben an eine Verbesserung
der Konjunktur in den nächsten zwölf Monaten,
wie die "Welt" (Montagausgabe) unter Berufung
auf eine Erhebung der Unternehmensberatung Ernst&Young
vorab berichtete.
|
|
BASF
erwartet 2009 starken Umsatz- und Ergebnisrückgang
FRANKFURT
(Dow Jones)--Der Chemiekonzern BASF hat nach einem
deutlichen
Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal
seine pessimistische
Jahresprognose am Donnerstag weiter verstärkt.
Der DAX-Konzern mit Sitz in
Ludwigshafen rechne für 2009 mit einem starken
Umsatz- und Ergebnisrückgang,
teilte er am Donnerstag mit. Bisher hatte die BASF
SE lediglich von einem
Umsatzrückgang und noch deutlicheren Einbußen
beim Ergebnis der
Betriebstätigkeit EBIT gesprochen.
|
Weiterer
Anstieg des ifo-Index weist auf Rezessionsende
Das
Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft
Deutschlands hat sich im Juli zum vierten Mal in Folge
aufgehellt, was zunehmend auf ein baldiges Ende der
Rezession hindeutet.
|
|
GEA
weitet nach Gewinnrückgang im 2Q Stellenabbau
aus
BOCHUM (Dow Jones)--Die GEA Group AG wird wegen der
anhaltenden
Nachfrageflaute mehr Stellen streichen als bislang
geplant. Insgesamt will der
Bochumer Spezialmaschinenbauer aus Bochum nun die
Zahl der eigenen Mitarbeiter
um rund 1.300 reduzieren, wie GEA am Donnerstag bei
Vorlage der
Zweitquartalszahlen mitteilte
|
BMWi:
Vermehrt Anzeichen für wirtschaftliche Stabilisierung
BERLIN (Dow Jones)--Die Anzeichen für eine Stabilisierung
der deutschen Wirtschaft haben nach Einschätzung
des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zugenommen.
|
|
Conti
schreibt im zweiten Quartal weiter Verlust
HANNOVER (Dow Jones)--Die anhaltende Flaute bei den
Automobilverkäufen hat
der Continental AG auch im zweiten Quartal die Bilanz
verhagelt. Trotz
drastischer Sparmaßnahmen blieb dem Hannoveraner
Automobilzulieferer unter dem
Strich ein Nachsteuerverlust von 189,8 Mio EUR, wie
der MDAX-Konzern am
Donnerstag mitteilte.
|
GfK:
Deutsches Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort
NÜRNBERG
(Dow Jones)--Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern
hat sich unerwartet kräftig aufgehellt. Die sich
abschwächende Talfahrt der deutschen Wirtschaft
habe zu einem Anstieg der Konjunkturerwartungen im
Juli geführt, wie die Gesellschaft für Konsumforschung
(GfK) am Montag mitteilte.
|
|
Deutsche
Lufthansa mit Umsatz- und Gewinnrückgang im 1H
FRANKFURT
(Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt,
hat im 1. Halbjahr 2009 aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise
und der daraus resultierenden Nachfrageschwäche
sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Vorjahreswerte
nicht erreicht.
|
Bundesbank:
BIP dürfte im 2. Quartal nur noch leicht gefallen
sein
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Einschätzung der
Deutschen Bundesbank hat der wirtschaftliche Abschwung
in Deutschland im Frühjahr stark an Dynamik verloren.
|
| Daimler
verbucht auch im 2. Quartal Milliardenverlust
STUTTGART
(Dow Jones)--Die dramatischen Einbrüche auf dem
Lkw-Markt und anhaltend schwache Automobilverkäufe
haben der Daimler AG im zweiten Quartal erneut die
Bilanz verhagelt.
|
BMF:
Indikatoren stärken Erwartung konjunktureller
Bodenbildung
BERLIN (Dow Jones)--Das aktuelle Indikatorenbild stärkt
nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums
(BMF) "die Erwartung einer konjunkturellen Bodenbildung".
Das erklärte das BMF am Montag in seinem aktuellen
Monatsbericht.
|
Quelle: Dow Jones Newswires
Erläuterung:
Tatsächlich
gibt es überhaupt keinen Aufschwung. Tatsächlich
sind die vagen Hoffnungsmeldungen über eine bessere
Stimmung nur die Verschleierung des wirklichen Ausmaßes
der Krise. Denn wirklich mehr verkaufen tut kein Unternehmen.
Die Wirtschaft versucht zu sparen und muss entlassen. Die
Arbeitslosenzahlen müssten weit höher sein, aber
sind es bisher nicht. Der Grund ist einfach: es wird getrickst.
Das ist kein Geheimnis, sondern allerorts bekannt. Durch
statistische Spielereien fallen immer mehr Arbeitslose durch
die Statistik und am Ende kommt dann ein"überraschend"
stabiles Ergebnis heraus. Tatsache ist, dass bereits heute
zwei Millionen Menschen mehr arbeitslos sind, als die offizielle
Statistik ausweist.
Die
Unternehmen müssen bald die ca. 1,4 Mio Menschen entlassen,
welche sich derzeit in Kurzarbeit befinden. Somit ist für
den Herbst/Winter mit einer drastischen Zunahme der Arbeitslosigkeit
zu rechnen. Gewöhnen Sie sich bereits an die sieben
Millionen Arbeitslose (ausgeschrieben: 7.000.000).
Sollten
der ein oder andere Leser meinen, die obige Gegenüberstellung
sei nur relevant für einige wenige Unternehmen, aber
die Gesamtwirtschaft sehe ganz anders aus, dem seien die
folgenden Fakten nahegelegt:
Der
VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.)
kann immernoch keine Entwarnung geben und meldet am 30.07.2009:
"Der
Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag
im Juni 2009 um real 46 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres.
Das Inlandsgeschäft sank um 46 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage
gab es ein Minus von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau."
Quelle:
www.vdma.org
Lassen
Sie uns gemeinsam die Puzzleteile zusammenlegen. Die Maschinenbauindustrie
verkauft im Inland und im Ausland um die Hälfte weniger.
Damit ist klar: nicht nur Deutschland geht es schlecht,
auch den anderen Ländern geht es ähnlich. Das
bedeutet, die Auftragsflaute aus dem Inland kann nicht mit
mehr Aufträgen aus dem Ausland ausgeglichen werden.
Die Unternehmen produzieren weniger, die Nachfrage nach
ihren (Konsum-) Produkten ist gering. Kunden kaufen weniger
von den Händlern, die Händler verkaufen also weniger
und bestellen weniger von der Industrie. Die Industrie muss
weniger produzieren und kauft weniger/keine Maschinen für
ihre Produktion.
Die
Kette der daraus folgenden Ereignisse kann in unserer folgenden
Ausarbeitung nachgelesen werden. Klicken Sie hier
(beginnend bei dem Beispiel). Am Ende fallen die Preise
in den Keller, Unternehmen gehen Pleite und die Arbeislosigkeit
steigt rapide.
Halten
Sie sich an die Fakten. Der Wirtschaft geht es schlecht.
Nicht nur die Maschinenbau industrie ist betroffen, die
Autoindustrie verkauft kaum mehr Autos. Die Wirkung der
Notspritze "Abwrackprämie" ist bald verpufft.
Die Banken vegeben keine Kredite, ihr Geschäft bricht
weg. Die letzten positiven Zahlen der Banken sind das Resultat
sehr freier Bilanzierung und das Ergebnis risikoreicher
Spekulationen.
Was
ist mit den Schulden vieler Unternehmen? Diese können
sie nicht bedienen. Was ist mit den Überkapazitäten?
Diese kosten viel Geld und werden Jahre brauchen, um abgebaut
zu werden.
Die
witschaftliche Lage war schlimm, ist schlimm und wird sich
weiter verschlimmern.
Das
Fundament der Wirtschaft ist angeknackst, sowohl Konsumenten
und als auch Unternehmen stehen vor großen Veränderungen.
Wir
melden uns uns mit weiteren "Fakten", begleitend
zu den aktuellen wirtschaftlichen Veränderungen. Wenn
Sie informiert werden möchten, tragen Sie sich für
unseren Newsletter ein. Klicken
Sie hier.
Mit
freundlichen Grüßen
Ihr
start-trading Team
(Artikel
vom 03. August 2009)
zurück