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DAX
- wie
die verschreckten Hühner
Sehr
geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,
der
DAX stürzt ab und die Börsianer laufen umher wie
die verschreckten Hühner. Sie machen sich Sorgen um
die zukünftigen Kurse. Bräuchten sie nicht, wenn
sie ihre Köpfe benutzt hätten.
Wer
mit dem Feuer spielt, darf sich nicht wundern, wenn er sich
verbrennt. Börsianer, welche zu Jahresbeginn noch herzhaft
Aktien gekauft haben um an steigenden Kursen zu partizipieren,
diese haben offensichtlich in das bekannte Klo gegriffen.
Nichts ist mit weiter steigenden Kursen.
Seit
Woche zwei dieses Jahres hat nämlich der auf steigende
Kurse setzende Anleger nichts mehr zu lachen. Der DAX fällt
und fällt. Gestern am 21. Januar sogar von 5900 Punkten
auf 5750 Punkte in einem Atemzug. Seit dem Jahreshoch bei
6094 Punkten hat der DAX bereits über 350 Punkte verloren.
Nun
sind die Schuldigen schnell gefunden, entweder ist es
US-Präsident Obama der die Bankenbranche in ihre Grenzen
weisen will, denn weniger Geschäft heißt weniger
Profit und das hören Börsianer nicht gerne. Oder
China soll nun der Auslöser für den Kursrutsch
gewesen sein. Das in den letzten Wochen noch hoch gelobte
Land der immer wachsenden Wirtschaft kommt nun mit ernüchternden
Nachrichten. China will die Vergabe von Krediten einschränken,
damit die Wirtschaft nicht überhitzt. Börsianer
haben Angst bekommen, dass Kapital aus der Wirtschaft entzogen
wird und trennen sich schnell von ihren Anteilen.
Gründe
sind immer schnell bei der Hand. In unserem Artikel "DAX
- Sand im Getriebe" vom Anfang Januar hieß
es bereits: "Immer wenn der Markt fällt, wird
man einen Grund finden, warum der Aktienmarkt etwas abkühlen
musste", den Link finden Sie hier.
Der
Börsianer braucht die Schuld nicht bei den Anderen
suchen, weil die Kurse jetzt fallen. Er hat es selbst in
der Hand, sich rechtzeitig von seinen Investments zu trennen.
Tut er das nicht, schmerzt natürlich der nicht realisierte
Gewinn und noch schmerzvoller sind die Verluste, wenn der
Anleger zu Höchstkursen gekauft hat.
Deshalb
ist es erheiternd mit anzusehen, wie die verschreckte Hühnergemeinschaft
jetzt umherirrt. Schlagzeilen wie "DAX - tiefrot",
"DAX - das sieht nicht gut aus" untermalen
die Panik der Marktteilnehmer. Wo ist nun der Ausgang?
Hat man sich als Anleger nicht rechtzeitig orientiert, kann
man nun blind um sich schlagen und hoffen, dass jemand anderes
einem den Weg weist. Wo geht es raus aus dem Markt? Wenn
dann ein Anleger den Ausgang findet, dann rennen alle drauf
los, schnell bildet sich eine große Traube und keiner
kommt mehr raus. So ist das an der Börse.
Der
Anleger ist bekanntlich ein Herdentier, er macht das,
was alle machen. Wenn alle zur Tür rennen, dann rennt
er mit. Wenn alle auf steigende Kurse setzen, dann macht
er das auch. Er fühlt sich wohl in der Gemeinschaft.
Jedes Schaf (äähhm Anleger) wärmt den Anderen,
daher stehen die Börsianer immer gerne nah beisammen,
stecken die Köpfe zusammen und tauschen sich aus.
Es gibt
aber auch freudige Nachrichten. Zum Beispiel: Wenn Sie Ihre
Schäfchen bereits im Trockenen haben. Oder wenn Sie
Ihren Profit ausrechnen, den Sie durch fallende Kurse erwirtschaften
konnten. Lassen Sie die Anderen weiter umherirren und freuen
Sie sich darüber, das Richtige getan zu haben.
Mit
freundlichen Grüßen