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DAX: Spirale der Nervosität

Gepostet von am 23 Mai, 2016 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Spirale der Nervosität

An der Börse sind die Anleger unruhig. Am heutigen Vormittag ließ sich diese Unruhe im DAX-Verlauf gut erkennen, als der Index plötzlich 150 Punkte hinzugewann und dieses Plus wieder abgab. Anleger können sich scheinbar auf nichts verlassen und das führt zu eiligen Handlungen, die wiederum die Nervosität anheizen. Solch eine Spirale führt letztendlich zu einer Schieflage am Markt, die sich mit einer massiven Bewegung äußern wird. Mit jedem Tag rückt diese Entscheidung näher.

Alles in allem ist die Lage an der Börse unbefriedigend. Wenn gefühlt alle Marktteilnehmer recht haben wollen, dann hat am Ende wohl niemand recht. So ungefähr lässt sich die aktuelle Situation in Worte fassen. Wenn die Medien das Unternehmen Bayer vorschieben, das die Stimmung getrübt haben soll, dann ist das nicht treffend. Auch mögliche Zinserhöhungen in den USA haben keine bremsende Wirkung auf den DAX.

Wie schon in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Ausbruch gibt Richtung vor“ beschrieben, steht der Markt auf der Kippe. Ein Ausbruch aus einer Seitwärtsphase kann in beide Richtungen vollzogen werden. Spannend ist nun, welche Marktgruppe sich zuerst durchsetzen wird.

Anleger sollten in die Vergangenheit blicken und sich ähnliche Marktphasen in Erinnerung rufen. Börsen tendieren am Ende von Haussezyklen zu teuren Übernahmen. Jetzt ist der mögliche Übernahmeplan von Bayer in den Medien, welcher hier als Beispiel dienen soll. Das Unternehmen möchte 62 Milliarden US-Dollar für Monsanto aus den USA lockermachen. Aber auch viele andere Übernahmen im Ausland und in anderen Branchen zeigen, dass zu viel Geld zu locker sitzt. Die Käufer zieren sich nicht mehr mit dem Kaufpreis.

Häufig sind in solchen Phasen die Unternehmen mit ihrem Latein am Ende. Sie haben keine besonderen Kracher mehr im Portfolio. Die Pipeline an neuen Innovationen ist schlecht gefüllt. Da fällt den Unternehmen dann schnell die Übernahme der Mitbewerber ein. Das ist wie ein Reflex. Er entsteht immer dann, wenn die Unternehmen zuvor geschlafen haben und nun unbedingt Marktanteile sichern oder erweitern wollen. Koste es, was es wolle.

Für die Anleger sind solche Marktphasen nicht einfach. Das Unternehmen, welches übernommen werden soll, springt plötzlich im Preis, so wie Aixtron aus dem TecDAX am heutigen Tag. Das Unternehmen, welches den Kaufpreis zahlen muss, dessen Aktie verliert. In der Folge kommt es zu größeren Kurssprüngen und Kurseinbrüchen. Das ist ungesund für einen Markt.

Nervöse Anleger entscheiden nicht mehr besonnen und nachhaltig. Die Sprünge im DAX sollten daher weiter anhalten und für weitere Überraschungen gut sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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