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EZB ist nicht die Rettung, sondern das Problem

Gepostet von am 13 Mrz, 2016 in Finanzkrise | Keine Kommentare

EZB ist nicht die Rettung, sondern das Problem

In der letzten Woche ist etwas passiert, was viele Marktbeobachter bisher kaum für möglich gehalten haben. Die EZB hat gesprochen und konnte die Märkte nicht überzeugen. Solch eine Reaktion kommt einer Zeitenwende gleich. Die EZB wird nicht mehr als Retter angesehen, nicht mehr als die Instanz, die die Fäden in den Händen hält und alles lenkt. Die Europäische Zentralbank hat das Vertrauen der Marktteilnehmer verspielt. Man traut ihr die Lösung der Probleme nicht mehr zu. Ganz im Gegenteil.

Eine ganz einfache Frage lautet: Was hat die EZB bisher erreicht? Was hat all ihr Handlen bewirkt? Die Antwort ist wenig erfreulich. Sie hat den Zins als Risikomesser ruiniert. Sie hat das Marktverhältnis in verschiedenen Segmenten in Schieflage gebracht, in dem sie Nachfrage erzeugte, wo keine ist. Sie hat den Wert des Euros gedrückt, obwohl sie den Wert schützen sollte.

Selbstverständlich gibt es auch Gewinner. Das freigesetzte Geld ist in die Börsenlandschaft geflossen und hat in den letzten Jahren die Kurse steigen lassen. Aktionäre haben gewonnen. Das neue Geld der EZB ist in den Immobilienmarkt geflossen und hat die Preise für Wohnimmobilien stark erhöht. Immobilienkäufer haben gewonnen.

Und da sind natürlich auch noch die Krisenstaaten, besonders aus den Mittelmeerländern. Die künstliche Nachfrage der EZB nach deren Staatsanleihen hat die Zinsen ernorm gedrückt. Italien und Co können sich günstig mit Geld versorgen, obwohl der Markt, dass so nicht tun würde, wenn sich die EZB nicht einmischen würde. Die EZB finanziert die Staaten, das ist heute kein Geheimnis mehr.

Während zu Beginn der Krise, viele über das rigorose Handeln der EZB froh waren, ist das jetzt anders. Marktteilnehmer glauben nicht mehr dran, dass Negativzinsen und noch mehr frisches Geld die aktuellen Probleme lösen werden. Haben Sie in der Vergangenheit nicht und werden es auch in der Zukunft nicht.

Was auch immer die EZB jetzt macht, sie verschlimmert die Situation nur noch. Mehr Geld, stiftet mehr Unheil, schafft mehr Preisblasen und hindert notwendige strukturelle Reformen. Die EZB hat einen Weg eingeschlagen, von dem es kein zurück mehr gibt. Waren die Investoren bisher an der Seite der Europäischen Zentralbank ändert sich das gerade. Immer deutlicher wird die Wirkungslosigkeit der EZB-Mittel. Man sieht in der Europäischen Zentralbank nicht mehr den Retter, sondern das Problem.

Die EZB wird ihre Unfähigkeit nicht eingestehen und die Märkte mit noch mehr frischem Geld fluten. Die Folge wird eine massive Inflation sein, die sich nicht kontrollieren lassen wird. Behalten Sie die Übersicht mit dem Newsticker von krisenblick.de (hier klicken).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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