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DAX: Ölpreis, Notenbank oder doch China?

Gepostet von am 26 Jan, 2016 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Ölpreis, Notenbank oder doch China?

Nachdem in China die Aktienmärkte deutlich verloren haben, eröffnete auch der DAX schwach. Kurzzeitig tauchte er auch unter die Marke von 9.600 Punkten. Anleger seien besorgt über den wieder nachgebenden Ölpreis, hieß es dann in den Medien. Offenbar hielt die Sorge nicht lange. Käufer sprangen in den Markt und kauften Aktien. Die Indizes stiegen und der DAX notiert bereits wieder im Plus. Was haben sich die Anleger nur dabei gedacht?

Anleger haben dieser Tage offenbar nur eine Sorge. Wie steht es um den Ölpreis? Ein fallender Ölpreis gilt als schlecht. Das haben sich die Börsianer so hinter die Ohren geschrieben. Warum das so sein soll, ist nicht überliefert. Ein z. B. herstellendes Unternehmen profitiert von sinkenden Preisen für das schwarze Gold.

Autofahrer profitieren ebenfalls, weil der Kraftstoff an der Tankstelle billiger wird. Man nimmt sogar an, dass ein sinkender Ölpreis auch eine stimulierende Wirkung auf die Wirtschaften der Staaten hat. Freiwerdendes Geld, was man nicht für den (zuvor teuren) Kraftstoff ausgeben musste, kann nun für den Konsum genutzt werden.

Die Einzigen, die sich über fallende Ölpreise beschweren, sind Investoren, die sich zu Anlegemöglichkeiten haben hinreißen lassen, die sich bei den aktuellen Preisen nicht mehr rechnen. Selbstredend, dass nun unbedingt ein höherer Ölpreis gefordert wird. Dabei ist es die Aufgabe der Investoren, sich über die Risiken einer Anlage im Vorfeld im Klaren zu sein.

Ein ähnliches Bild findet sich auch in der Thematik China wieder. Jede Form der Konjunkturabkühlung wird an den Märkten sofort mit negativen Formulierungen untermalt. Es darf nicht sein, dass eine Wirtschaft schwächelt, so der Tenor. Dabei gehört es zu einer Konjunkturentwicklung, dass es Aufstiegs- und Abstiegsphasen gibt. Davon möchte man derzeit an den Börsen nichts hören. Dabei sollten die Marktteilnehmer erkannt haben, dass auch China die besten Zeiten hinter sich gelassen hat.

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Shortsignal ID 1511

Also machen die Anleger, dass was sie aus der Vergangenheit gewohnt sind. Sie klammern sich an die Notenbanken. Letzte Woche waren Anleger berauscht von den Versprechen der EZB. Morgen Abend meldet sich dann die US-Notenbank FED zu Wort. Sie wird bestimmt die Worte finden, die die Anleger gerne hören würden. Vielleicht sind die Anleger auch auf einem Ohr taub und hören nur, was sie aufnehmen wollen. Wir werden sehen.

Im Moment steigt der DAX munter weiter, obwohl der Tag so schreckhaft begonnen hatte. Offenbar will man sich günstige Kurse nicht entgehen lassen. Die Marktteilnehmer haben ein Ziel (DAX-Wochenausblick hier) und das werden sie nicht so leicht aufgeben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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