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Medigene: Der Absturz aus Sicht der Anleger

Gepostet von am 24 Nov, 2015 in Chartanalyse | Keine Kommentare

Medigene: Der Absturz aus Sicht der Anleger

Wenn Anleger auf das Chartbild von Medigene blicken, dann sehen sie ein Trauerspiel. Nach einem fulminanten Anstieg auf bis zu 15 Euro hatten sich viele Hoffnung auf noch höhere Kurse gemacht. Jeder Kursrückgang war angeblich eine Gelegenheit zum Einstieg. Jeder weitere Absturz wurde als Schnäppchenpreise interpretiert. Zur Überraschung vieler fiel der Kurs noch tiefer. Solch einen Kurseinbruch zu verdauen ist nicht einfach, denn er wird meist nicht für möglich gehalten.

Anlegern fällt es oftmals schwer, sich die Dimensionen im Aktienmarkt vorzustellen. Es ist genauso unvorstellbar gewesen, dass ein Aktienkurs in wenigen Wochen von 4 Euro auf 15 Euro ansteigen konnte. Ebenso kann eine Aktie jederzeit bis auf Null Euro fallen. Solch ein Szenario wird als unwahrscheinlich erachtet, ist dennoch im Rahmen des Möglichen. Auch Medigene Aktionäre sind von der Wucht des Abverkaufs überrascht worden.

Medigene, Tageschart, Stand 5,65 Euro

medigene-24112015

Die Medigene Aktie versucht sich gerade an einer Bodenbildung. Endlich, so die Hoffnung vieler Investoren, soll der Abverkauf ein Ende haben. Dieser Absturz des Kurses war einfach zu viel. Wieder einmal zeigt der Aktienmarkt auch seine hässliche Seite. Wenn die Kurse sinken, dann kann das besonders schmerzhaft werden. Anleger vergessen häufig diese Seite der Börse.

Nie hätten sich Medigene Aktionäre vorstellen können, dass ihre Aktie von 15 Euro auf unter 6 Euro rutschen würde. Zunächst hofft man auf eine kurze Korrektur. Die meisten Anleger wollen in dieser Phase nicht ängstlich sein und voreilig verkaufen. Sie bleiben investiert. Die erste Hoffnung wird zerstört, wenn die Phase sinkender Notierungen nicht endet. Anleger reden dann von einer ausgedehnten Korrektur und warten auf die nächste Aufwärtsbewegung.

Dann folgt eine Phase in der die Anleger einen Verkauf der Position, trotz Gewinne, als nicht mehr lukrativ erachten. Man habe bei 15 Euro nicht verkauft und nun will man bei 10 Euro auch nicht mehr verkaufen, ist die Denkweise. Der Anleger hat sich einen Ankerpunkt gesetzt und der ist weit höher als der aktuelle Kurs. Anleger entscheiden sich deshalb nicht zu verkaufen.

Es folgt, was so oft an der Börse schon da passiert ist. Der Aktienkurs fällt noch tiefer. Nie hat der Anleger mit so einem andauernden Kursverfall gerechnet. All die Gewinne schmelzen dahin und manche Anleger rutschen ins Minus. All diejenigen, die während des Kursrückganges gekauft haben, weil sie von bald steigenden Kursen ausgingen, erleiden deutliche Verluste.

Nun ist das Trauerspiel nicht wegzudiskutieren. Manche geben auf und verabschieden sich von ihrer Position. Für viele ist das eine Aufgabe, eine Form der Kapitulation. Diese Herangehensweise ist jedoch falsch, da man nicht wissen kann, wie der weitere Kursverlauf aussehen wird. Anleger sind wieder einmal von der Börse enttäuscht, da sie mit Kursbewegungen konfrontiert wurden, mit dem sie nie gerechnet hatten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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