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Börsenpanik: Aktiencrash bald auch außerhalb China

Gepostet von am 27 Jul, 2015 in Börse | Keine Kommentare

Börsenpanik: Aktiencrash bald auch außerhalb China

In China platzt gerade die Blase am Aktienmarkt. Nicht, das man das Risiko nicht hat kommen sehen, aber die Medien und die Investoren geben sich wieder einmal überrascht. An der Börse kennen die Kurse nämlich nicht nur eine Richtung, jedoch die Anleger wollen nur steigende Kurse sehen. Auch in Frankfurt und auch an der Wallstreet beginnen die Aktienträume nun zu platzen. Anleger sollten sich des Risikos stark fallender Kurse bewusst sein, denn die Ausgangslage ist ähnlich.

Nach einer Phase stark steigender Kurse, meist einhergehend mit einer boomenden Wirtschaft, erklimmen die Aktienkurse ungeahnte Höhen. Diese werden lautstark kommuniziert und lassen andere neugierig werden. Dabei liegt die Betonung auf der zweiten Silbe von dem Wort „neugierig“. Die Gier wird entfacht. Man will auch was von dem Kuchen, der da scheinbar risikolos an alle verteilt wird. Solch ein Vorhaben geht regelmäßig ins Auge.

In China wurde der Aktienmarkt (im Endstadium der Hausse) als eine Form des Gewinnens ohne zu Arbeiten verkauft, woraufhin die Chinesen ihr Geld an die Börsen gebracht haben. Asiaten haben generell einen Hang zur Spekulation, so dass es keine großen Überredungskünste gebraucht hat. Wer Geld hatte, der hat Aktien gekauft. Wer kein Geld hatte, hat es sich geliehen und auf Kredit spekuliert.

Wenn die Kurse anfangen zu sinken, dann kommen die Kreditgeber schnell in Not. Sie sehen ihre Sicherheiten dahinschmelzen (Aktien) und ziehen die Reisleine, indem sie Aktien aus dem Depot verkaufen. Das machen die Kreditgeber eilig und hastig, ohne Limits und damit zum nächstmöglichen Kurs. Das drückt stark auf die Aktienkurse, weil das alle anderen Finanzinstitute auch so machen. Wenn es eng wird, dann ist sich Jeder selbst der Nächste.

Wenn die Kurse dann mal fallen, dann ist die Reaktion ebenfalls gleich. Die Einen verkaufen, weil sie noch schnell Gewinne sichern wollen. Andere, weil sie Angst vor aufkommenden Verlusten haben. Wiederum andere, weil sie kein Potential am Aktienmarkt sehen. In dieser Phase verkaufen die Finanzinstitute ebenfalls, wenn sie mit Aktien besicherte Kredite vergeben haben. Man spricht dann schnell von Banken in Not, dabei sollte Jeder (Kreditnehmer und Kreditgeber) wissen, was er macht. Ein Ausverkauf ist überall auf der Welt gleich. Alle Investoren wollen sich von ihren Aktien trennen und Niemand ist da, der gewillt ist, diese Preise (weil zu hoch) zu bezahlen. Also sinken die Kurse weiter.

Spannend ist nun, wie das Platzen der Aktienblase in China auch nach Europa und in die USA, herüberkommen wird. Denn eines ist klar, der Aktienerwerb auf Pump wurde in Frankfurt und in einem noch extremeren Ausmaß in den USA, genauso durchgeführt. Es sollte daher überhaupt nicht wundern, wenn der begonnene Aktiencrash (China heute -8,5 %) auch den DAX und die Wallstreet ereilt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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