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Trading: Handeln mit der Masse?

Gepostet von am 26 Jan, 2015 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Handeln mit der Masse?

An der Börse ist die Anzahl der Markteilnehmer sehr groß. Es ist nicht möglich, allen in die Köpfe zu schauen und daraus Entscheidungen abzuleiten. Es geht um die Psychologie der Massen. Was denkt die Mehrheit und wohin wird der Markt tendieren, ist die Frage, die an der Börse jeden Morgen gestellt wird. Und da ist noch der Trader, der seinen Kopf durchsetzen und Recht haben will. Er will schneller und besser als der Markt sein und das geht regelmäßig schief.

Ein wirklich kompliziertes Thema beim Trading ist das Mischungsverhältnis, wie eine Meinung zustande kommt. Der schwierige Spagat resultiert aus dem Verhältnis der eigenen Meinung zur Meinung der anderen. Man selbst hat Erfahrungswerte, weiß z. B. wie sich bestimmte Formationen auflösen. Gleichzeitig bringt aber die eigene Meinung wenig, wenn die Mehrheit der Börsianer gegenteiliger Meinung ist.

Oftmals versucht sich der Trader seiner Gedanken zu entledigen. Er versucht dann, einem Handelscomputer zu ähneln. Entscheidungen sollen alleine aufgrund von Marktinformationen (aus der Sicht der Mehrheit) und ganz ohne Emotionen getroffen werden. So will man sich das eigene Fehlurteil abgewöhnen.

Aber auch dieser Weg will nicht so recht klappen. Warum? Der Mensch ist ein Mensch. Er hat Gefühle und Emotionen. Er kann keine Aktie aus Überzeugung kaufen, die vielleicht schon 100 % am Stück gestiegen ist. Auch wenn er es tut, er fühlt sich nicht wohl dabei und wird beim nächsten Rücksetzer seine Anteile sofort mit Verlust wieder verkaufen. Sein Urteil wird dann lauten: „Ich hab es gewusst, der Wert fällt jetzt ins Bodenlose“.

Geht der Trader dann folglich short, weil er sich in seiner persönlichen Annahme bestätigt fühlt, dann wird der Wert möglicherweise wieder ansteigen und ihm erneut einen Verlust beschweren. Wieder wäre der Trader in einer Situation, wo er auf seinen Kopf gehört hat, und dieser Trade nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Aus diesem Gefühlsdilemma gibt es kein Entrinnen, sobald man sich auf die Börse einlässt. Es gibt keine Gewissheit, dass die Mehrheit recht hat. Aber auch keine, dass die eigene Überzeugung die einzig richtige ist. Manche Trader fühlen sich trendfolgend wohl, andere, wenn sie sich antizyklisch orientieren. Aus diesem Grund sollte jeder Trader eine Analysemethode auswählen, mit der er am besten leben kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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