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EZB: Euro ruiniert, Staaten finanziert, Erfolge keine

Gepostet von am 21 Jan, 2015 in Finanzkrise | Keine Kommentare

EZB: Euro ruiniert, Staaten finanziert, Erfolge keine

Morgen findet die EZB-Sitzung statt, auf die viele Anleger auf der Welt gespannt warten. Die EZB soll Maßnahmen beschließen, um Staatsanleihen in großem Volumen zu kaufen. Investoren erhoffen sich damit eine weitere Phase des billigen Geldes und steigende Aktienmärkte. Was aber, wenn wieder eine Aktion der EZB wirkungslos verpufft. Sie hat ihre bisherigen Ziele nicht erreichen können, jedenfalls die offiziellen nicht. Der Euro aber ist dahingerafft.

Die EZB möchte die Deflation bekämpfen, dies ist ihr Hauptgrund, um jegliche geldpolitische Maßnahme der letzten Jahre zu rechtfertigen. Dabei wird viel zu selten geschaut, was die EZB auf der Habenseite vorzuweisen hat. Was hat sie wirklich erreicht?

Sie kämpft schon lange gegen fallende Preise, nur gewonnen hat sie nichts. Die Inflationsrate will nicht in die Nähe der 2 % ansteigen, an der die EZB sie haben will. Ganz im Gegenteil, sie fällt, u. a. wegen des sinkenden Ölpreises, und die europäischen Geldhüter sind sofort wieder in der Pflicht, eine neue Maßnahme zu starten.

Das Hauptwerkzeug einer Zentralbank ist das Spiel mit dem Leitzins. Hohe Zinsen, zu denen sich die Geschäftsbanken bei der EZB Geld leihen, werden an die Kunden weitergegeben und führen zu einem steigenden Zinsniveau. Die Folge: Weniger Geld soll nachgefragt werden. Auf diese Weise lässt sich eine starke Wirtschaft bremsen.

Anders der Weg, den die EZB nun schon seit Jahren geht. Sie senkt den Leitzins nahe null. Jetzt erhalten die Geschäftsbanken billigeres Geld, welches sie zu geringen Zinsen an die Kunden weitergeben können. Nur fragen die Kunden in Krisenzeiten weniger Kredite nach.

Die obige Maßnahme der EZB, um die europäische Konjunktur anzukurbeln, zeigt keinen Erfolg. Die Finanzinstitute werfen das billige Geld nicht mit beiden Händen unter das Volk. Sie wollen, wir sind immer noch in Krisenzeiten, vermehrt Sicherheiten und lehnen Anträge ab. Sie parken das Geld lieber bei der EZB. Die EZB hat reagiert und hat Negativzinsen eingeführt, damit dieser Schritt des Geldparkens ausbleibt. Geholfen hat das auch nicht.

Von einer Stimulation der Konjunktur, wie die EZB-Zinssenkung wirken sollte, keine Spur. Diejenigen, die das Geld in den Händen halten, spekulieren damit lieber am Aktienmarkt und kaufen Wertpapiere. Der DAX notiert auf Allzeithoch.

Kriselnde Staaten, wie Frankreich, Spanien und Italien, aber auch besser dastehende Staaten, freuen sich über die Geldpolitik der EZB, können sie sich doch auf diesem Weg immer weiter zu günstigen Zinsen verschulden. Sie brauchen dann keine schmerzhaften Reformen angehen. Der Ankauf von Staatsanleihen ist eine Form der Staatenfinanzierung. Das ist auch ein Grund, warum sich die europäische Politik auffällig still verhält.

Das Einzige, worin die Geldhüter wirklich ganze Arbeit geleistet haben, ist der Wertverlust des Euros. Sie haben viel zu viel frisches Geld aus dem Hut gezaubert und in der Folge ist der Wert der Währung gesunken. Die Menschen können sich nun viel weniger für ihr Geld leisten als vorher. Schauen Sie mal, was der Urlaub in einem Nicht-Euroland kostet. Für eine Familie kaum noch zu bezahlen. Das Drucken von Geld gibt es eben nicht umsonst; es geht zu Lasten der Währung Euro.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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