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DAX: Abverkauf nach Bullenfalle einkalkulieren

Gepostet von am 14 Jan, 2015 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Abverkauf nach Bullenfalle einkalkulieren

Der DAX ist gestern aus einer Dreiecksformation ausgebrochen, was eigentlich ein positives Signal an die Marktteilnehmer sein sollte. Dieser Ausbruch findet jedoch keine Anschlusskäufe und der Index fällt sogleich stark zurück. Heute Morgen wurde die obere Begrenzungslinie erreicht. Jetzt entscheidet sich, ob es zu einem Fehlsignal kommt oder nicht. Sollte der Ausbruch kassiert werden, kommt es zu einem starken Abverkauf.

Mit den Erkenntnissen des gestrigen Abendhandels kann geschlussfolgert werden, dass ein sinkender Ölpreis nicht mit steigenden Aktienmärkten einhergehen kann. Besonders nicht in den USA, da dort sehr viel Kapital in diesem Segment investiert ist. Auch heute präsentiert sich der Ölpreis schwächer, was nicht auf eine Erholungsbewegung an den US-Börsen hindeutet. Wie lange werden sich die Bullen verteidigen können?

Der Blick auf den Chart:

DAX, Tageschart, Stand, 9864 Punkte

dax-tageschart-14012015

Der gestrige Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben ist deutlich zu erkennen. Der Rücklauf an die Bruchstelle (obere Linie des Dreiecks) wurde heute Morgen berührt und der DAX macht sich wieder auf nach Norden. Dabei hätte der Index auch direkt wieder in das Muster hineinfallen können, was den gestrigen Ausbruch als Bullenfalle bestätigt hätte.

Zur gleichen Zeit wurde ein wichtiges Gutachten am Europäischen Gerichtshofs zu den OMT-Käufen der Europäischen Zentralbank veröffentlicht, welches dieses Vorhaben als rechtens bewertet. Dies gab den Aktienmärkten einen plötzlichen Schub nach Norden und verhinderte in allerletzter Minute eine Bestätigung einer Bullenfalle .

Das Sentiment ist deutlich angeschlagen und genau das mahnt zur Vorsicht. Nichts deutet auf einen stabilen DAX hin, sondern auf orientierungslose Marktteilnehmer, die mal auf der Käufer- und bald wieder auf der Verkäuferseite stehen.

Wenn die Stimmung an der Börse (angeblich) gut ist, wie die gestrigen steigenden Kurse annehmen lassen wollen, dann muss gefragt werden, warum der DAX mit einer riesigen Kurslücke nach Süden eröffnen musste? So sicher kann demnach die optimistische Aussicht nicht sein. Folglich ist ein baldiges Fehlsignal, auch als Bullenfalle bekannt, naheliegend.

Die Bullenfalle ist bestätigt, sobald der DAX unter 9775 Punkten notiert. Sofort wird die Käuferseite aus dem Markt flüchten und der Verkaufsdruck wird deutlich zunehmen. Die Verkäufer würden ihre Chance wittern und den Wiedereintritt in das Dreieck zu Verkäufen nutzen. Zudem würde in diesem angeschlagenen Sentiment kaum jemand zu Aktienkäufen zu gewinnen sein.

Ein deutlicher Überhang auf der Verkaufsseite wird die Kurse schnell drücken. Da nun im Bereich 9600 Punkte die Käuferseite ausgedünnt ist (haben in den letzten Tagen ihr Pulver verschossen), sollte sich der Widerstand gering halten. Erstes Kursziel eines Abverkaufs sind 9400 Punkte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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