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DAX: Menschliche Anleger haben nichts zu melden

Gepostet von am 23 Okt, 2014 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Menschliche Anleger haben nichts zu melden

Der DAX kann in letzter Zeit sehr weite Wegstrecken zurücklegen, ohne dass der private Anleger mit der Wimper zucken kann. Das ist selbstverständlich bildlich gesprochen, doch verfolgt man die Kurssprünge im Sekundentakt und vor allem den Antrieb, wenn der Index fällt oder steigt, dann muss man von „verrückten Bewegungen“ sprechen, die sich der Mensch an der Börse oftmals nicht erklären kann.

Haben Sie auch schon einmal vor dem Bildschirm gesessen und konnten die Sprünge des DAX nicht einordnen? Wenn der Index es eiliger hat, als der Mensch denken kann, dann sind die elektronischen Markteilnehmer am Werk. Diese sind schneller im Denken, schneller im Kaufen und vor allem nicht rationell denkend.

Erst kürzlich ist der DAX am Stück um 200 Punkte gestiegen. Wie an einer Linie gezogen legte der Index den Anstieg hin. Kein normaler Investor würde bei solch einem Anstieg, vielleicht nach der Hälfte des Weges, Aktien kaufen wollen. Die meisten würden erst auf einen Rücklauf warten und dann einsteigen.

Anders hingegen die elektronischen Teilnehmer. Diese kaufen ganz gefühllos. Vor allem stacheln sie sich gegenseitig an. Wenn das eine Programm einen Kauf vollzieht, dann folgen die anderen Programme ebenfalls. Wenn ein neues Hoch erklommen wird, dann wird trendfolgend gekauft. Das wiederum löst andere elektronische Käufe aus.

Hat der Anstieg (oder Absturz) ein Mal begonnen, dann können die Algotrader (Algo kommt von Algorithmus) den Markt ziehen. Manchmal hat der Beobachter das Gefühl, der DAX kommt der Kaufwut der Computer gar nicht hinterher, dann nämlich, wenn der DAX im Sekundentakt deutliche Sprünge vollzieht. Normal ist das nicht.

Inmitten dieser großen Tagesbewegungen befindet sich der Anleger, dem schlicht die Zeit fehlt, sich auf die Bewegungen einzustellen. Bevor sich ein Anleger eine Meinung bilden kann, ist der DAX schon längst weiter.

Man vermutet, dass in Frankfurt mindestens 40 % der Aufträge von elektronischen Marktteilnehmern initiiert werden. In anderen Börsen liegt die Zahl höher, man nimmt einen Wert von 60 % an. Die deutliche Zunahme der Computerkäufer/-verkäufer führt zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse. Immer öfter dominieren die elektronischen Marktteilnehmer den Handel und die Menschen sollen sich den Bewegungen fügen.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Einfluss der menschlichen Marktteilnehmer rapide abnimmt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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