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FED-Geldpolitik: Quatsch mit Sauce

Gepostet von am 22 Mai, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

FED-Geldpolitik: Quatsch mit Sauce

Kinder können kompliziert klingende Dinge ganz einfach ausdrücken. Sie haben keine Vorurteile oder eingefahrene Denkweisen. Sie reden einfach aus dem Bauch heraus, was sie von Personen, Meinungen und anderen Dingen halten. Das ist herzerfrischend. Bezogen auf die Geldpolitik der Zentralbanken FED, EZB und all den anderen, würden Kinder keinen Moment zögern und deren Handlungen als Unsinn bezeichnen.

Gestern Abend war es wieder soweit. Das Sitzungsprotokoll der amerikanischen Notenbank FED wurde veröffentlicht. Gefühlt saß die ganze Welt vor den Bildschirmen und wollte ganz genau wissen, wie denn die zukünftige Geldpolitik aussehen soll. Das Ergebnis ist nichtssagend.

Man muss sich mal vorstellen, dass die FED die Leitzinsen nicht anheben will, weil sie glaubt, dass all die bisherigen Geldflutungen keine Auswirkung auf die Inflation haben wird. Und solange an der Inflationsfront nichts zu sehen ist, hat sie es auch nicht eilig mit einer Anhebung der Zinsen.

Das ist an sich schon sehr verwunderlich, da das Drucken von Geld immer zu Inflation führt. Manchmal früher und manchmal später. Zudem ist es eine Statistikbehörde, die die Inflation bemisst. Es sind also keine Zahlen, die frei von Einflüssen ist. Wenn eine niedrige Inflation nötig ist, dann kann diese auch ausgewiesen werden.

Das Komische an dieser Sichtweise ist, dass die EZB die gleiche Denkweise vertritt wie die FED, jedoch gegen eine Deflation kämpft. Das ist vollkommen konträr und unverständlich. Wenn sinkende Leitzinsen gut für inflationäre Tendenzen sind (Sichtweise EZB), kann sie nicht gleichzeitig inflationsfördernd sein (Sichtweise FED). Das ist Quatsch mit Sauce.

Die Zentralbanken halten die Menschen rund um die Finanzmärkte hin. Man soll ihnen zuhören, sie aber nicht verstehen. Man soll ihnen glauben, aber ihren Standpunkt nicht erkennen. Man soll hoffen, aber nicht zu viel erwarten. Immer und immer wieder hangeln sich die Beobachter von einer FED-Sitzung zur nächsten, immer wieder von einer EZB-Sitzung zur anderen. Und was kommt dabei heraus?

Kinder hätten sich von solch einem Schauspiel schon längst abgewendet. Man hofft auf eine Entscheidung, zumindest auf eine klare Linie, und wird dennoch aufs nächste Mal vertröstet. Kinder würden solch eine Kommunikation der Zentralbanken als doof bezeichnen.

Kinder sind unvoreingenommen und haben oft eine klare Sicht auf die Dinge. Für sie wäre schon lange klar, dass die Geldpolitik mit ihren Versprechungen und Hinhalteparolen nur Quatsch ist. Nur die Erwachsenen sind blind und lassen sich noch mit Worten hinhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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