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Krise: Der negativen Meldungen überdrüssig

Gepostet von am 21 Apr, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Krise: Der negativen Meldungen überdrüssig

Gibt es die Krise überhaupt? Immer öfter versteckt sich der Bürger hinter positiven Statistiken und Meinungen, je vehementer über die Krisenursachen und ihre Folgen geschrieben wird. Es scheint, als würde ein Sicherheitsmechanismus den Blick auf die schmerzhaften Punkte ausblenden. Dabei ist die Wirklichkeit weniger rosig als sie Draghi, Merkel und Schäuble malen wollen. Nur fehlt der Wille des Bürgers, sich der Wahrheit zu stellen. Er will sich lieber der Illusion hingeben.

Seit Jahren wird über die verschiedenen Krisen berichtet. Immer wieder kommt es dabei zu einer Situation, dass das Berichtete nicht der Realität entsprechen kann. Erst kürzlich feierten die Finanzmärkte die Rückkehr Griechenlands an die Kapitalmärkte. Obwohl jeder weiß, dass dies nicht sein kann, berichten die Medien, die Nachrichten, die Agenturen fleißig das geschilderte Ereignis. Sie wiederholen den Unsinn solange, bis ihn jeder glaubt.

Dabei geht es gar nicht nur um die eine Meldung über Griechenland. Sie können viele andere Beispiele nehmen. Jeder weiß, dass zum Beispiel die Aktienmärkte auf dem Holzweg sind. Die Bewertungen passen nicht zu den Unternehmenszahlen. Viele Unternehmen kaschieren ihre Schwächen, indem sie durch billiges Geld ihre Probleme in die Zukunft verlegen. Ähnliches gibt es am Aktienmarkt, bei dem die Aktienkurse immer höher schnellen, obwohl das nicht der Bewertung der Aktien geschuldet ist, sondern seine Ursache in der Flutung der Märkte findet.

All das ist dem Leser nicht unbekannt, jedoch wird diese Information nicht als Warnhinweis gesehen. Sie wird nicht als Grundlage für eine andere „kritischere“ Betrachtung verwendet. Ganz im Gegenteil: Der Mensch will der Wahrheit nicht ins Gesicht zu sehen und sich lieber verleiten lassen. Er will sich an den steigenden Aktienkursen erfreuen, er will den positiven Zahlen zum BIP Glauben schenken, obwohl deren Bewertung nicht der Realität entsprechen kann.

Der Mensch ist den Krisenmeldungen überdrüssig. Krise ist mit Negativem verbunden, hat eine Verbindung zu Schmerz und das lässt den Menschen wegsehen. Was nicht gut für einen selbst ist, damit will man nicht zu tun haben. Ein Kleinkind würde jetzt die Augen mit den kleinen Händen verschließen.

Obwohl die Menschen in Deutschland wissen, dass ihre Wirtschaft besonders von der Kaufkraft anderer Nationen abhängt, will man von den Rezessionen anderer Staaten nichts wissen. Konjunkturabkühlungen in China, in den Schwellenländern oder in Südeuropa ignoriert man. Sie erinnern sich: Alles, was mit Negativem in Verbindung gebracht wird, davon will der Mensch nichts wissen.

Dabei weiß ebenfalls jeder, dass sich Krisen nicht in Luft auflösen. Diese müssen entweder gelöst werden oder sich entladen, wenn ein weiteres Kaschieren nicht mehr möglich ist. Sobald der Moment der Kontraktion eintritt und all die aufgeblähte Scheinwelt in sich zusammenfällt, wird man sich an den Kopf fassen und sich fragen, warum man sich von geschönten Meldungen so lange hat einlullen lassen.

Für den Moment scheint die Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung für negative Meldungen über die Systemkrise zu fehlen. Es fehlt einfach die Bereitschaft, sich mit den Ursachen und ihren Folgen auseinanderzusetzen. Wer sich so abschottet, der wird von den Krisenfolgen überrascht werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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