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Der FED kann man kein Wort glauben

Gepostet von am 23 Mrz, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Der FED kann man kein Wort glauben

Die Notenbank FED hat die Anleger belogen. Sie hatte gesagt, sie werde die Leitzinsen beginnen anzuheben, sobald die US-Arbeitslosenquote einen bestimmten Wert erreicht. Jetzt ist es soweit, diese Kennzahl ist fast bei der anvisierten 6,5 % angelangt, doch nun will sich die FED nicht an ihr Wort halten. Wenn sich jemand an eine Abmachung nicht hält, dann hat er gelogen. Leider juckt das die FED nicht.

Die Anleger haben es nicht leicht mit der amerikanischen Notenbank. Alle paar Wochen wird sich getroffen, gemunkelt und gemutmaßt. Immer wieder notieren sich die Anleger solche Sitzungstermine des Offenmarktausschusses rot im Kalender. Nur eine echte Aussage, einen Standpunkt, erhalten sie von der FED nicht. Nach der Sitzung ist, wie immer, vor der Sitzung.

Man hört immer das Gleiche. Zunächst heißt es, das billige Geld wird dauerhaft beibehalten, die FED werde sich um die Versorgung der Liquidität der Märkte kümmern. Die Aktienmärkte freuen sich. Dann spricht man von Tapering, also dem Verringern der Anleihenkäufe, um Liquidität zu begrenzen. Die Börsen fallen daraufhin. Es kommt gar zur Kapitalflucht aus Schwellenländern.

Daraufhin ist man bei der FED bemüht, es doch nicht so gemeint zu haben. Tapering wäre ein Thema, aber man hätte es nicht eilig. Die Finanzmärkte beruhigen sich. Und wenige Monate später beginnt man doch mit dem Rückzug aus den Anleihekaufprogrammen und entzieht dem Markt monatlich 10 Mrd. US-Dollar. Das alles passierte noch letztes Jahr unter dem damaligen Chef Bernanke.

Vor allem diese schwammigen Formulierungen und die andauernde Kehrtwende von dem Gesagten sind niemandem mehr zu vermitteln. Wäre die FED ein Mensch, niemand würde es mehr mit dieser Person zu tun haben wollen. Man weiß gar nicht mehr, welchen Standpunkt sie einnimmt und welche Geldpolitik sie verfolgt.

Die neue FED-Chefin Janet Yellen hatte diese Woche ihren ersten Auftritt. Auch sie kennt das Wortspiel des Nichtssagens. Sie war lange Zeit die Nummer zwei hinter Bernanke. Sie wird etwas von ihrem ehemaligen Chef gelernt haben. Sie sagt nun, nächstes Jahr werde wohl Schluss sein mit der Niedrigzinsphase. Den Anlegern fährt der Schreck in die Glieder.

Tatsächlich ist das die gleiche Andeutung, als die FED sagte, man werde die Niedrigzinsphase beenden, wenn die US-Arbeitslosenquote 6,5 % erreicht. Jetzt will man nichts mehr davon wissen. Warum sollten die Anleger diesmal jemandem glauben, der schon einmal gelogen hat?

Wenn die Anleger schlau sind, dann glauben sie der FED kein Wort. Nicht heute und auch nicht in der Zukunft. Denn alles, was die US-Notenbank bisher kommuniziert, ist schwammig, unklar und vor allem nicht von Dauer. Schon bald wird die nächste Kehrtwendung der FED kommen und sie wird sich aus dem vorher Gesagten herauswinden.

Daher sollten sich die Investoren sich keine Mühe machen, einer Institution zuzuhören, die nicht das meint, was sie sagt und sich gleichzeitig nicht an das hält, was sie verspricht.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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