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Krise Russland-Ukraine: Lippenbekenntnisse dominieren

Gepostet von am 4 Mrz, 2014 in Europa | Keine Kommentare

Krise Russland-Ukraine: Lippenbekenntnisse dominieren

Im Moment sind alle Medien eifrig dabei, ihre Liveticker mit Inhalten zu füllen. Manche Meldungen klingen sinnvoll. Oftmals aber wird nur ein Brocken Information hingeworfen und der Leser soll sich wahlweise fürchten oder sich entspannter fühlen. Dabei weiß der Leser gar nicht mehr, welchen Meldungen er Glauben schenken soll und welche nur Gerüchte sind. Vertrauen lässt sich in solchen Zeiten niemandem.

Diese Liveticker-Mentalität ist unserer aktuellen Zeit geschuldet. Kaum noch jemand schreibt einen Satz aus, niemand erklärt, was er wirklich meint. Es gibt eine knappe Schlagzeile und diese Information wird dann durch die Facebook- und Twitter-Welt getragen. Dabei weiß man nicht einmal, ob die Nachricht echt oder vertrauenswürdig ist.

Am Verhalten der EU kann man gut erkennen, wie verworren die derzeitige Situation ist. Diese schimpft über Russland, hat aber nichts in der Hand. Entweder haben die Russen etwas angestellt oder nicht. Und vor allem, wer weiß von dem Fehlverhalten? Wenn es einen Rechtsbruch gibt, dann müssten Konsequenzen die Folge sein. Warum gibt es keine?

Wenn die zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim zu Unrecht besetzt ist, dann ist das völkerrechtlich zu ahnden. Warum passiert denn dann nichts? Müsste die Weltgemeinschaft der Ukraine nicht beistehen? Außer Lippenbekenntnissen hört man aus Brüssel gar nichts. Und wo ist eigentlich Frau Merkel?

Auch die USA halten sich bedeckt. In der Ukraine gibt es nämlich keine Ölvorkommen, die sie sich unter den Nagel reißen können. Außerdem ist Russland nicht Afghanistan, die Russen wissen sich zu wehren. Bei solch einer Konstellation hält sich die USA um den Friedensnobelpreisträger und Präsidenten Obama lieber zurück. Bisher ist von der amerikanischen Dominanz in Krisenzeiten nichts zu sehen.

Die Menschen können sich nur anhand der Bilder im Fernsehen und der Texte im Internet eine Meinung bilden. Diese müssen nicht immer objektiv sein, sondern je nach Berichterstatter mit einer Grundeinstellung versehen sein.

Dieses Durcheinander kann man an den vielen Meldungen über die Vorgänge auf der Halbinsel Krim verfolgen. Mal hat jemand etwas gemacht, mal auch nicht. Oftmals wird berichtet, was andere berichten. Des Weiteren wird auf Quellen verwiesen, denen man vertrauen kann, nur etwas Genaues weiß derzeit niemand. Das ist schlicht erschreckend, dass in der heutigen Zeit (angeblich) niemand etwas Genaues weiß.

Also verstecken sich Verantwortliche hinter dieser Ausrede, man müsse noch weitere Informationen abwarten und hätte noch kein komplettes Bild über die Ereignisse.

In Wirklichkeit will sich niemand die Finger verbrennen und sich auch nicht mit dem starken Gegner Russland anlegen. Also wahrt man Haltung und spricht den lieben langen Tag, anstatt zu handeln.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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