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Bitcoin Investment: Sicher ist nur der Tod

Gepostet von am 2 Mrz, 2014 in Finanzkrise | 1 Kommentar

Bitcoin Investment: Sicher ist nur der Tod

Die Bitcoin Börse Mt.Gox ist insolvent. Das heißt pleite. Sie hat Schulden in Höhe von umgerechnet ca. 46 Millionen Euro. Die Kunden sind nun beunruhigt. Da haben sich die Käufer von dem unsicheren Papiergeld abgewendet, um durch die Investition in eine alternative Währung Sicherheit zu erkaufen und dann das. Damit hat niemand gerechnet. Jetzt ist das Geld weg und der Anleger um die Erkenntnis reifer, dass es bei Geldangelegenheiten keine Sicherheit gibt.

Als die junge Währung in den Medien beworben und gelobt wurde und der Preis fast täglich anstieg, da wurden viele schwach. Wenn es gut für ein Investment gut läuft, dann beneidet man diejenigen Anleger, die sich getraut haben und das Objekt der Begierde besitzen. Wenn es schlecht läuft, dann ist der Anleger schnell froh, dass er zum Glück nicht dabei ist.

Jeder, der bei einem Investment eine wirkliche Sicherheit sucht, der sucht vergebens. Sie können Wertpapiere kaufen und zusehen, wie diese an Wert verlieren bzw. wertlos werden. Sie, als Anleger, haben gar keinen Einfluss auf solch eine Entwicklung. Sie können Ihr Geld sogar auf dem Sparbuch liegenlassen, das ist zwar schon deutlich sicherer als Aktien und Co, dennoch, auch dort gibt es keine Sicherheit. Wenn die Bank nicht mehr zahlungsfähig ist, dann hilft dem Sparer auch sein Sparbuch nicht.

Vielleicht denken einige Leser jetzt an Gold und Silber. Wenn Sie diese als Unzen und Barren physisch besitzen, dann müssen Sie nicht hoffen, dass jemand Drittes Ihnen Ihr Wertmittel aushändigt, wie das bei Bitcoins oder Bankguthaben der Fall ist. Dennoch, Gold kann gestohlen werden, die Unzen können gefälscht sein oder der Besitz von Gold kann verboten werden.

Sogar der Besitz von Immobilien hat seine Tücken. Das Objekt kann einstürzen oder in Brand geraten. Man selbst kann vertrieben oder enteignet werden. Wer weiß, was in der Not alles passieren wird. Unkonventionelle Zeiten benötigen unkonventionelle Maßnahmen, heißt die Lehre aus der Vergangenheit.

Jetzt wird wieder diskutiert, wird mit dem Finger auf all diejenigen gezeigt, die diese virtuelle Währung besitzen oder besessen haben. Dabei muss die Anlage in Bitcoins gar nichts Falsches gewesen sein, auch wenn die Medien jetzt nicht müde werden, dies zu unterstreichen. Das sind die gleichen Medien, die den Hype um Bitcoins begonnen und weiter angefacht haben. Richtig ist nämlich, dass eine Pleite auch bei Aktien und Anleihen eintreten kann.

Eines zeigt der Verlust von ca. 400 Millionen Dollar Kundengeldern durch die Insolvenz von Mt.Gox ganz deutlich. Das Einzige, was im Leben wirklich sicher ist, ist der zu erwartende Tod jedes Menschen. Für alles andere, und möge die Argumentation noch so stichhaltig und plausibel klingen, gibt es keine Sicherheit.

In einer Welt, in der es von andauernden Skandalen und illegalen Absprachen nur so wimmelt, versucht sich jeder mit seinen Mitteln und mit seinen Annahmen durchzuschlagen. Daran ist nichts falsch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

1 Kommentar

  1. Die Kunden von MtGox haben offenbar nicht realisiert, dass diese Handelsplattform eine Bank ist, resp. genauso funktioniert. Fremde Leute verwalten das Wallet – welches die besser informierten oder technisch begabten bei sich selber gespeichert haben. Am Bitcoin oder dessen Sicherheit ändert sich nichts. Es war nur die Wahl einer Fremdverwaltung der Bitcoins. Jede dieser Handelsplattformen kann wie eine Bank pleite gehen und man verliert logisch all sein Geld. Bitcoins muss man bei sich selber speichern, auf USB Stick etc., ansonsten gehören sie einem nicht, sondern dem, dem man sie vertrauensvoll 🙂 zur Verwaltung überlassen hat.

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