Ayondo Banner
trade online

Europa: Die Unzufriedenheit nimmt zu

Gepostet von am 23 Feb, 2014 in Europa | Keine Kommentare

Europa: Die Unzufriedenheit nimmt zu

Europa war für ein Jahrzehnt ein Ort wie im Paradies. Die Menschen erhielten grenzenlose Reisefreiheit und die Unternehmen konnten ungestört Handel treiben. In der Folge wuchsen die Wirtschaft und auch die Löhne. Was wollte das Bürgerherz mehr? Erst mit dem Ausbruch der Finanzkrise zerbrach die glänzende Fassade. Der Wohlstand war durch Schulden erkauft. Europa ist wohl doch nicht so toll, wie man lange annahm.

An den Geschehnissen in der Ukraine kann man deutlich die Unzufriedenheit der Menschen erkennen. Sie sind mit dem politischen System nicht zufrieden. Wie kommt es, dass wenige soviel Macht erhalten und dann gegen das Wohl der Gemeinschaft handeln?

Hat die EU in Brüssel nicht ebenso viel Macht? Bedient sie sich nicht aus den Geldtöpfen, die die Bürger mit harter Arbeit füllen? Letztendlich haben wenige viel und viele wenig. Erst kürzlich hat der Bundestag eine Diätenerhöhung für sich beschlossen, obwohl man den Angestellten und Arbeitern keinen großen Schluck aus der Pulle zugestehen möchte.

Die Menschen merken schnell, dass sich hier Leute bereichern. Der Reichtum, den es unbestritten gibt, ist ungleich aufgeteilt. Wenige haben viel und viele haben wenig. Da helfen auch die vielen Lippenbekenntnisse nicht. Europa war für eine gewisse Zeit eine schöne Scheinwelt. Sie gaukelte den Menschen eine Gemeinschaft in Harmonie vor, die es so nicht gab.

Solange die Verschuldung anschwoll und Geld kein Problem war, hatten sich alle lieb, auch wenn sie sich nicht riechen konnten. Jetzt erst, nachdem die Scheinwelt geplatzt ist, merkt man schnell, dass die Nordeuropäer die Südeuropäer nur im Urlaub nett finden. Im eigenen Land will man die anderen Europäer dann doch nicht.

Auch die Unzufriedenheit mit Brüssel nimmt stetig zu. Wofür taugt eigentlich dieser Bürokratiewahnsinn, fragen sich nicht wenige Menschen. Das vereinte Europa hat nur Vorteile für Konzerne, die Menschen müssen jedoch umso schneller für diese arbeiten und werden mit dem Vorteil der Reisefreiheit geködert. Rechnen tut sich diese Schufterei für die Bürger nicht.

Die EU hat sich in eine Sackgasse manövriert. Sie taugt nur noch als Verwaltungsapparat. Wo hat die EU mal eine Entscheidung für die Weltgemeinschaft herbeigeführt, wo wurde sie für ihre außergewöhnlichen Leistungen gelobt? Hat sie je einer anderen Organisation die rote Karte gezeigt oder auch mal auf den Tisch gehauen und ihren Kontinent verteidigt (z. B. NSA-Affäre)?

In ihrer größten Krise steht Europa ganz schön hilfslos da. Es weiß nicht, wie es die Schuldenkrise lösen soll. Es weiß auch nicht, wie es die Wirtschaftskrise lösen soll. Auch nicht, wie es die Banken zur Vernunft bringen soll oder dass diese das Geld der Zentralbank an die Wirtschaft weitergeben sollen. Was weiß die EU eigentlich, schallt es aus dem Munde vieler Bürger.

Auf die Frage, was denn die EU den Menschen bringt, finden sich nicht viele Antworten. Auf die Frage, womit die Bürger unzufrieden sind, gibt es Antworten zu Hauff. Die Menschen fühlen sich bevormundet. Sie fühlen sich in ihrer Privatsphäre eingeschränkt. Sie wollen nicht mehr, dass ihre Steuergelder sinnlos ausgegeben werden. Sie wollen ein Ende einer undemokratischen Organisation, die sich immer mehr Macht einverleibt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Unzufriedenheit der Bürger in der nächsten Europawahl ausdrücken wird. Noch wird auf dem Papier, dem Wahlzettel, protestiert. Die Geschehnisse in der Ukraine zeigen, dass die Geduld der Menschen jedoch endlich ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Leave a Reply

Share This