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Facebook Deal: Geld verliert rasant an Wert

Gepostet von am 21 Feb, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Facebook Deal: Geld verliert rasant an Wert

Facebook kauft WhatsApp. Das ist wohl jedem schon bekannt. Eine Übernahme ist erst mal nichts Ungewöhnliches. Warum wird dann so viel über diesen Deal berichtet, warum blickt man in ungläubige Augen der Gesprächspartner und wieso hält sich die Euphorie außerhalb von Facebook und Co zurück? Es ist der Preis. Der ist so unvorstellbar hoch, dass man es schlichtweg nicht glauben kann.

Probieren Sie mal Folgendes aus: Fragen Sie jemanden, der von diesem Deal nichts gehört hat, nach dem Preis für diese Übernahme. Geben Sie folgende Informationen mit. WhatsApp hat 450 Millionen Nutzerdaten und gewinnt täglich 1 Million neue Nutzer hinzu. Die Jahresgebühr für die Nutzung ist 0,99 Dollar. Wie viel wäre Ihrem Gesprächspartner dieser Deal wert?

Vermutlich werden Sie niemanden finden, der für ein einfaches Kommunikationstool in die Milliarden gehen würde. Zugegeben, die Idee und das Produkt haben ihren Nutzen, dennoch, warum reicht ein Millionenbetrag nicht aus?

Dass der Preis dann unglaubliche 19 Milliarden Dollar beträgt, kann nur noch mit einem Kopfschütteln quittiert werden. Das ist schlimmer als zu den besten Zeiten der dot.com Blase. Zum Vergleich: Google hat in den vergangenen Jahren für Motorola 12,5 Milliarden Dollar und Microsoft für Skype 8,5 Milliarden gezahlt.

Schnell fragt man sich, warum für etwas, was nicht greifbar ist, soviel Geld hingeblättert wird. WhatsApp hat keine Fabriken, keine Maschinen, keine Assets, kein Vermögen. Wofür also so viel Geld? Allein die Nutzerdaten werden diese Summe nicht aufwiegen können. Dieser Kauf könnte sich als ein sehr teurer Fehleinkauf für Facebook herausstellen.

Die Erkenntnis solch wilder Preise ist, dass der Wertverlust des Geldes ungemindert weitergeht. Früher war ein Millionenbetrag etwas sehr Hohes. Heute klingt eine Million wie Kleingeld. Heute muss man schon Milliarden aufbieten, um überhaupt etwas kaufen zu können. Wir reden von Milliarden, das wird im Sprachgebrauch und in den Medien viel zu oft und zu schnell verwendet.

Es kann dem Betrachter nur Angst und Bange werden, wie hier mit Beträgen hantiert wird, die man aus der Weimarer Republik kennt. Es war die Zeit der Hyperinflation, die Preise für viele unerschwinglich machte und gleichzeitig viel Erspartes wertlos werden ließ. Wohin werden die Milliardenbeträge von heute noch steigen, will man da fragen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Zentralbanken ihre Währungen zerstören. Geld ist schlichtweg nichts mehr wert. Je länger die Notenbanken Geld drucken, umso mehr Geld ist im Umlauf und niemand weiß noch, wohin damit (außer in den Aktienmarkt). Also stapelt sich das Geld in den Kassen der Unternehmen und diese lassen sich zu (Fehl-) Investitionen verleiten.

Mit diesem Einkauf hat Facebook deutlich unter Beweis gestellt, dass in unserer heutigen Zeit das Geld in rasantem Tempo an Wert verliert. Wer dies bisher nicht wahr haben wollte, kann sich den Preis von 19.000.000.000 Dollar noch einmal ausgeschrieben ansehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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  1. Lesenswert 8 Kw 2014 - Kumo-Trading - […] sehr gut ins aktuelle Zeitgeschehen einfügen lässt, ist der Text auf start-trading.de zum Thema “Whatsappkauf von Facebook”. Der Autor…
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