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Europa: Krisenherde erneut offengelegt

Gepostet von am 19 Feb, 2014 in Europa | Keine Kommentare

Europa: Krisenherde erneut offengelegt

Überall liest man von Krise: Italien in der Krise, Ukraine in der Krise, die Türkei in der Krise, Griechenland mit Rekordarbeitslosigkeit sowie Spanien mit Rekordverschuldung und Rekordarbeitslosigkeit. Frankreich ist ebenfalls in der Krise. Wer unter diesen Umständen noch von einer heilen Welt träumt, der muss entweder blind sein oder in einer Scheinwelt leben.

Obwohl es dem Anschein nach Griechenland bessergehen soll und das Land aus dem Gröbsten raus sein soll, wird im Hintergrund immer noch über neue Kredithilfen (Troika will wieder ins Land) gesprochen. Manche Gerüchte sprechen von Schuldenerlass und die deutsche Regierung will vehement einen Schuldenschnitt ausschließen. Ein krisenfreies Land sieht anders aus.

Italien hat keine stabile Regierung. Wie will sich ein Land aus der Krise herausmanövrieren, wenn die politischen Parteien um Macht und Machterhalt kämpfen. Früher konnte man Italien in einem Atemzug mit Deutschland und Frankreich nennen. Heute ist das Land ein Schatten seiner selbst.

Spanien steht die Verschuldung bis zum Hals. Fast eine Billion Euro Schulden hat das Land (961 Milliarden Euro). Und das, obwohl es im Rahmen der Krisenbekämpfung angeblich gespart hat. Das ist bezüglich der Arbeit der Krisenbekämpfer nicht sehr vertrauenserweckend, die alle paar Monate Lobeslieder über die Bemühungen der jeweiligen Staaten singen.

Man ist sprachlos über soviel Kontrast zwischen dem, was die EU in Brüssel von sich gibt und was Realität in den Krisenstaaten ist. Man meint, die Brüsseler Politiker seien im falschen Film oder sie verschließen schlichtweg die Augen vor etwas, was sie nicht sehen wollen.

Die Bankenwelt glaubt die Regierungen im Rücken zu haben, die sie auffangen, wenn etwas schief gehen sollte. Die Regierungen glauben fest an die EZB, die sie vor Verwerfungen an den Finanzmärkten schützen soll und die Wirtschaft mit Liquidität versorgt. Und wer vertraut auf die Leistungsfähigkeit der EZB?

Die EZB spielt in der Krise zwar die Feuerwehr, sie ist aber gar nicht für das Brandlöschen ausgebildet. Die EZB agiert hier außerhalb ihres Mandats und das macht keine Hoffnung, dass in Brüssel und Frankfurt alles mit rechten Dingen zugeht.

Im Moment bricht die Krise wieder aus. Viel zu lange konnte sie mit billigem Geld versteckt werden. Es kann nur wiederholt werden: Geld macht vorübergehend das Leben erträglicher, es löst aber kein Problem. Weder für Staaten noch die konjunkturellen oder strukturellen Probleme.

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Euroretter einen Plan haben, wie sie auf die neuen Krisenmeldungen reagieren werden. Womöglich gar nicht, bis sie zum Handlen gezwungen werden. Die Politik steht mit dem Rücken an der Wand.

Viele zu lange wurde weggesehen. Jetzt ist es wieder soweit. Die Krisenwunden platzen wieder auf. Diesmal wird nicht einmal billiges Geld helfen können. Es ist allerhöchste Zeit, dass sich die politische Führung aus ihrer Scheinwelt in die wirkliche Welt begibt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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