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Japan: Eine Politik, die niemand braucht

Gepostet von am 18 Feb, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Japan: Eine Politik, die niemand braucht

Japan will seine Geldschleusen weiter geöffnet halten, will noch mehr pumpen, noch mehr fluten und die Inflation dabei hochtreiben. Nur der Erfolg solcher Maßnahmen lässt bisher zu wünschen übrig. Billig ist eben billig und nicht gleich gut. Kein Land kann sich durch das Drucken von Geld seiner Probleme entledigen. Man kann nur Zeit gewinnen. Die Lösung wäre, sich vom Wachstumsgedanken zu verabschieden. Das jedoch traut sich die Politik nicht.

Besonders Japan hat viel Erfahrung mit der Bekämpfung einer schwachen Wirtschaft, mit Deflation und mit vielen Konjunkturprogrammen. Nie hat eine Maßnahme, die auf dem Fluten des Marktes mit Geld basierte, zu einem Erfolg geführt. Warum sollte das jetzt anders sein?

Kein Unternehmen wird investieren, nur weil Geld auf der Straße liegt. Niemand wird eine Fabrik bauen, weil Kredite günstig sind. Für eine unternehmerische Entscheidung müssen andere Rahmenbedingungen stimmen. Es muss eine echte Absatzmöglichkeit der hergestellten Produkte geben. Ansonsten hilft der ganze Aktionismus der japanischen Regierung niemandem.

Der vorherige Satz muss natürlich angepasst werden. Einen Nutznießer gibt es tatsächlich, das sind die Aktienmärkte. Spekulanten freuen sich über billiges Geld, weil sie damit ungehemmt zocken können. Die Performance des japanischen Aktienmarktes nach der geldpolitischen Entscheidung der Regierung ist atemberaubend.

Die eigene Währung wird geschwächt, die Exporte werden zwar billiger, aber die Importe umso teurer. Die Inflation steigt durch die massenhafte Gelddruckerei. Das klingt nicht sehr ermutigend. Warum macht die japanische Regierung das Ganze?

Sie will mit dem billigen Geld den ersten Stein ins Rollen bringen. Durch die Maßnahmen soll die Wirtschaft stimuliert werden, sie soll damit zum Wachstum angeregt werden und dann soll der Kreislauf von Aufträgen, Maschinen, Produktion, Arbeitskräften, Einkommen, Konsum usw. in Gang kommen. Er will aber nicht.

Der geldpolitische Weg, die eigene Währung zu ruinieren, um damit die Konjunktur anzukurbeln, ist ein sehr gefährlicher. Das will die japanische Regierung aber nicht hören. Sie ist im Grunde verzweifelt, denn sie kann gar nicht mehr zurück. Sie kann jetzt nur weiter Geld drucken und hoffen, dass sich etwas tut. Es wird sich allerdings nichts tun.

Man möchte den Regierungen der Staaten zurufen, dass diese Art der Politik nicht mehr funktioniert. Man muss sich von diesem Wachstumswahn verabschieden. Wachstum ist nicht gut. Wachstum hat nämlich ausgedient.

Würde man die schwachen Unternehmen am Markt untergehen lassen, würde man eine Bereinigung der Wirtschaft zulassen, dann würde sich die Wirtschaft auch wieder normalisieren. Natürlich dann auf einem tieferen Niveau als heute, aber sie wäre gesundet. Verlustbringer wären aus dem Markt gedrängt, gesunde Unternehmen könnten sich auf ihre Kunden konzentrieren. Vor allem könnten sie nur soviel produzieren wie nötig und nicht viel zu viel, wie das heute der Fall ist. Wachstum ist eben nicht mehr gut.

Es müsste eine Veränderung in den Köpfen aller stattfinden, um endlich einen Weg zur Besserung zu finden. Stattdessen werden Zinsen gesenkt und Stimulationsprogramme gefahren. Alles Maßnahmen, die nirgendwo auf der Welt noch funktionieren. Wann endet diese sinnlose Politik?

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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