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Börse: Anleger haben ständig Fragen im Kopf

Gepostet von am 13 Feb, 2014 in Börse | Keine Kommentare

Börse: Anleger haben ständig Fragen im Kopf

Wer sein Geld unter dem Kopfkissen hervorholt und es an der Börse in Aktien anlegt, der fragt sich oft, ob er das Richtige getan hat. Plötzlich muss er die Nachrichten verfolgen, irgendwelchen Konjunkturzahlen Glauben schenken und farblose Geschäftsberichte studieren. Vor allem jedoch muss er die unerklärlichen Aufs und Abs in den Kursen aushalten. Diese Unsicherheit ist nicht für jedermann geeignet.

Steigen die Kurse, dann hofft der Anleger auf mehr. Hätte er doch nur mehr Aktien erworben, dann hätte er einen höheren Gewinn erzielen können. Hätte er nur früher gekauft, dann hätte er länger am Anstieg partizipiert. Gleichzeitig ist auch ein Kursanstieg nicht ohne. Denn es stellt sich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt zum Verkauf ist.

Also fragt sich der Anleger, ob er sofort verkaufen oder einen Stopp-Loss-Auftrag nutzen soll, bei dem seine Position bei Erreichen eines bestimmten Wertes automatisch verkauft wird. Aber auch das ist nicht einfach, denn wenn er sofort verkaufen würde, dann wäre sein Profit höher. Bei dem tieferen Stopp-Loss-Kurs würde unserem Anleger ein Teil seiner Gewinne entgehen. Gar nicht so einfach, die Börse.

Allein schon die Marktbetrachtung ist eine Sache für sich. Steigt der DAX oder fällt er? Ist der Index in einer Korrektur, ist diese beendet, oder befindet sich der Markt in einem Trend? Bei soviel Fragerei würde man sich gerne an den Rat der Börsenlegende Kostolany halten. Man solle Aktien kaufen, eine Schlaftablette nehmen und Jahre später erst in sein Depot sehen, dann wäre man vermögend. In Zeiten der schnellen Wendungen an den Börsen und des elektronischen Handels ist seine Meinung leider überholt.

Bei fallenden Kursen ist der Anleger schnell in Sorge. Er macht sich Gedanken, wie weit die Aktienkurse fallen könnten. Dabei nagt die Frage an ihm, ob er den Verlust begrenzen soll oder ob er warten soll. Vielleicht verläuft die Börse am nächsten Tag besser, so seine Hoffnung.

Fällt der Aktienmarkt doch weiter, dann will er schnell wissen, was denn die anderen Anleger machen und wie diese den Markt einschätzen. Man begibt sich in die (angebliche) Sicherheit der Herde. Diese soll all seinen Fragen eine Antwort liefern. Bekanntlich kann die Masse nicht irren.

Wer sich auf das Börsenparkett wagt, der tauscht Ruhe gegen Stress. Auch wenn Kollegen und Freunde von Aktien schwärmen (das machen sie in guten Zeiten), heißt das noch lange nicht, dass ein Investment in Aktien auch für jeden anderen die richtige Anlageform ist.

Zu undeutlich sind die Gründe für die Kursbewegungen, zu unsicher das Verhalten der Marktteilnehmer. Wer auf all die Fragen des Marktes eine Antwort sucht, der wird es schwer haben. Denn der Markt ist riesig, die Fragen unendlich und der Körper nur begrenzt belastbar.

Manchmal lohnt es sich, auf etwas Rendite zu verzichten und sich die Ruhe und die Sicherheit zu gönnen, dass das Geld unter dem Kopfkissen zwar nicht mehr, aber auch nicht weniger wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading.de

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