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Börse: Anleger erhoffen sich zu viel von Janet Yellen

Gepostet von am 11 Feb, 2014 in Börse | Keine Kommentare

Börse: Anleger erhoffen sich zu viel von Janet Yellen

Anleger zeigen sich heute von ihrer besten Seite. Die neue FED-Chefin tritt nämlich auf, da soll der erste Eindruck gleich stimmen.  Die Investoren wollen nett zu ihr sein, damit Janet Yellen auch nett zu ihnen ist. Zugleich malt sich der Börsianer bereits aus, welche wohlwollenden Worte die Dame sprechen könnte, und wie gut diese am Aktienmarkt aufgenommen werden. Dass die Anleger sich vielleicht zu viele Hoffnungen machen, kommt ihnen bei der derzeit blendenden Stimmung gar nicht in den Sinn.

Nanu, die Börsen sind schon wieder in Feierlaune? Manch ein Anleger fragt sich, ob die Korrektur schon beendet ist, denn die Indizes drängen nach oben. Scheinbar will niemand zu spät kommen, wenn es an den Finanzplätzen wieder aufwärtsgeht. Dabei liegen alle Hoffnungen auf einer Frau, die erst seit kurzem im Amt ist und wohl nichts anderes sagen wird als das, was die FED bisher auch gesagt hat. Die Anleger könnten sich daher falsche Hoffnungen machen.

Die Marktteilnehmer machen wieder einmal das, was sie am besten können. Nein, das ist nicht Aktien bewerten und technische Analysen erstellen. Sie hängen an den Lippen der Zentralbanken. Entweder es ist die EZB oder die FED, die den Anlegern Mut machen sollen. So war das in der Vergangenheit. An die positiven Worte haben sich die Investoren schon sehr gewöhnt. So ist auch die Erwartungshaltung an den offiziellen Auftritt der neuen FED-Chefin besonders groß.

Was soll Frau Yellen Neues sagen? Auf diese Frage werden Sie Stille ernten. Es geht ja hier um Hoffnungen und nicht um Konkretes. Konkret sieht es so aus, dass das Tapering bereits begonnen hat und somit die Stützungsmaßnahmen reduziert werden. Vielleicht hoffen die Anleger, dass Janet Yellen von dem Versprechen abweicht, die Zinsen anzuheben, wenn die Arbeitslosenquote in den USA 6,5 % erreicht.

Als bisherige Vizechefin ihres Vorgängers Ben Bernanke hat sie die Entscheidungen und die Politik der FED vollumfänglich mitgestaltet. Sie wird jetzt nicht sagen, dass das, was sie bisher getan hat, falsch war. Sie wird die Arbeit der FED loben, sagen, dass die Zentralbank weiter aufmerksam ist und wichtige Kennzahlen im Auge behalten wird. Das ist alles nicht neu und auch kein Grund, an der Börse in Ekstase zu geraten.

Damit wären wir wieder bei der Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Mann macht sich Hoffnungen auf eine Geste der Dame seines Herzens. Er malt sich bereits aus, wie schön das gemeinsame Leben aussehen könnte und das alles schon, obwohl sie noch kein Wort gesagt hat.

Die Frau Yellen trifft keine Schuld. Sie macht ihre Arbeit und steht am Nachmittag Rede und Antwort im Repräsentantenhaus. Es sind die Marktteilnehmer, die sich hier falsche Hoffnungen machen. Meist enden solche Hirngespinste mit Kummer. Das wollen wir den Marktteilnehmern nicht wünschen, die Möglichkeit ist jedoch gegeben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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