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Trading: Wohin mit dem Stopp Kurs?

Gepostet von am 5 Feb, 2014 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Wohin mit dem Stopp Kurs?

Wer kurzfristig handelt, der entscheidet schnell. Das macht er mit vielen Dingen, so auch mit seinem Stoppkurs. Bei der Positionseröffnung wird dieser noch unter das letzte Tief gelegt. Sobald sich seine Position ins Plus bewegt, wird der Stoppkurs zügig auf Einstand und danach etwas darüber angehoben, um keinen Verlust zu erleiden. Leider führt genau dieser Weg zum Ausstoppen der Position.

Die meisten Trader sind getrieben von der Angst, keine Verluste zu erleiden. Das ist ihnen nicht zu verdenken. Sind doch die meisten Trader oft mit Niederlagen konfrontiert. Also versucht man alles, was möglich ist, um diese schmerzhaften Verluste nicht erleben zu müssen.

Ein Weg ist der oben beschriebene. So schnell wie möglich das Level der Verkaufsorder nachziehen. Der Hintergedanke ist wie folgt: So kann der Trader maximal plus minus null ausgestoppt werden. Er hat sein Tradingkapital nicht verringert und kann sich nach neuen Tradingpositionen umsehen.

Die nun folgende Beschreibung kennen wohl 90 % der Daytrader, weil sie es am eigenen Leib bereits erlebt haben. Sobald der Stoppkurs nachgezogen wird (auf Einstandskurs oder kurz darüber), dann macht sich der Basiswert schon bald auf den Weg in Richtung eben dieser Limitlinie. Als hätte die Aktie oder der DAX nichts anderes zu tun, als noch einmal zurückzukommen, um genau diese eine Order des Traders abzufischen. Diese wird ausgelöst, die Position wird verkauft und sofort geht der Basiswert wieder in die analysierte Richtung.

Dieser Vorgang passiert so oft, dass viele schon über den Markt oder über die Emittenten schimpfen. Es hilft nur nichts. Den Markt kann man nicht ändern. Der Trader kann aber versuchen, seine Technik zu verändern.

Eine Möglichkeit ist, das Nachziehen des Stoppkurses zu verzögern. Also Aktie bei 10 Euro gekauft und Stopp-Loss bei 9,50 Euro gelegt. Nun steigt die Aktie auf 10,50 Euro und der Stopp verbleibt immer noch, wo er ist. Denn meistens (nicht immer) kommt die Aktie jetzt noch einmal in Richtung 10 Euro zurück. Erst wenn die Aktie das letzte Hoch bei 10,50 Euro überspringt und darüber notiert, dann erst kann der Stoppkurs auf Einstandsniveau angehoben werden.

Diese Technik wird Ihnen ein neues Gefühl beim Traden bescheren. Sie werden plötzlich viel länger in Positionen verweilen (das schnelle Ausstoppen wird weniger). Mit dieser Vorgehensweise wird der Trader auch öfter positive Ergebnisse erzielen können.

Wenn dieser Weg der bessere Weg ist, warum machen das nicht alle so, wird jetzt gefragt werden. Die Frage ist berechtigt und die Antwort einfach zu geben. Die meisten Trader haben Angst vor dem Verlust. Sie halten den Stoppkurs, der so weit weg erscheint, einfach nicht aus. Aus diesem Grund wird die eröffnete Position dauernd begutachtet und schnell reagiert, nämlich der SL nachgezogen. Das führt jedoch nicht immer zum Erfolg.

Es gibt keine perfekte Strategie, sondern nur welche, die öfter positiv ausgehen und manche Wege, die es nicht sind. Jeder Trader kann selbst entscheiden, welcher Weg für ihn der beste ist. Niemand muss eine Position, die schon weit im Plus ist bzw. die den Take-Profit-Wert fast erreicht hat, noch ins Minus laufen lassen. Es geht hier um das Verständnis, dass ein zu vorzeitiges Handeln oftmals unproduktiv ist.

Hat ein Trader Sorge um den drohenden Verlust, dann liegt das fast ausnahmslos an der Positionsgröße. Versuchen Sie in diesem Fall mit einer kleinen Positionsgröße zu handeln. Das schont die Nerven und lässt Entscheidungen rationeller treffen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. zur Signalwand

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