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DAX: Anleger flüchten aus dem Markt

Gepostet von am 24 Jan, 2014 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Anleger flüchten aus dem Markt

Der DAX geht erneut in die Knie. Wieder beträgt das Minus deutliche 100 Punkte oder 1 %. Das sind Verluste, die man so nicht mehr kannte. Nanu, fragen sich die Investoren, wo ist die gute Stimmung denn hin, die noch Anfang der Woche geherrscht hatte. Plötzlich sind Aktien doof, China eine Wachstumsbremse und billiges Geld keine Rettung mehr. Die Anleger ziehen die Reißleine und verlassen in großen Schritten den Markt. Sie werden ihre Gründe haben.

Oftmals wird bei fallenden Kursen die Bezeichnung „Anleger flüchten“ gewählt. Das passt natürlich, weil es hier um ein schnelles Verschwinden vom Marktplatz (Börse) handelt. Wenn die Stimmung dreht, die Luft rau wird und die Situation zu eskalieren droht, dann muss jeder Anleger zusehen, dass er schnell flüchtet. Wer nämlich zu spät ist, könnte zu Schaden kommen.

Solch eine Flucht lässt sich dieser Tage am Aktienmarkt erkennen. Mit einem Schlag ist alles, was noch vor kurzem als gut bezeichnet wurde, ins Negative gedreht. Man könnte auch sagen, die Anleger verlieren gerade ihre Illusion, ihre rosarote Brille. Während die Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Planzahlen zu erreichen, während sowohl die Schwellenländer und China ihr Wachstum bremsen, als auch einige Währungen (z. B. Türkische Lira) deutlich den Bach runter gehen, hatte man an der Börse immer das Gefühl, die Welt sei in Ordnung.

Dass dies nicht der Fall ist, wussten schon viele, nur brachte das die Kurse nicht ins Stolpern. Die Korrektur am Aktienmarkt wollte einfach nicht einsetzen. Zu sehr war man als Anleger unter Druck, kaufen zu müssen. Das haben wir in dem Artikel „DAX: Die Kaufpanik der Anleger ist gewollt“ so zusammengefasst:

Die Sorge, etwas verpasst zu haben, ist nun allgegenwärtig. Jeder Anleger drängt plötzlich in den Markt, um bloß nicht zu spät kommen. Diese Panikreaktion ist gewollt.

Was lernt der Anleger aus dieser Verlustserie? Der Markt kann jederzeit schneller drehen, als sich der Anleger vorstellen kann. Die Börse kann nach unten genauso übertreiben wie nach oben. Noch ist nicht aller Tage Abend, noch ist nicht so viel zu Bruch gegangen. 300 Punkte Verlust sind zunächst zu verkraften.

Zur Vorsicht mahnen sollte, dass der DAX die 9600 Punkte zu einfach aufgegeben hat. Zudem wurde auch die 9550-Punkte-Marke (Ziel des Ausbruchs aus dem Seitwärtskanal) nicht von den Teilnehmern respektiert. Es ging direkt weiter runter. Der Kursrutsch der vergangenen Tage ging daher zu schnell und zu einfach. Das macht Sorge, dass noch mehr Verluste folgen könnten.

Wenn geflüchtet wird, dann richtig, möchte man da sagen. Wenn nun die große Korrektur einsetzen sollte, dann muss der DAX noch einiges mehr abgeben. Zunächst wäre da das Ziel 9000 Punkte in Angriff zu nehmen. Wenn das nicht reicht, dann folgen die 8700 Punkte.

Heute ist das noch kaum vorstellbar. Davon leben Kursanstiege so wie Kursverluste. Bei steigenden Kursen können sich Anleger den Anstieg nicht vorstellen, bei fallenden Kursen glaubt man nicht, dass der Preisverfall weitergehen könnte.

Im Moment verlieren die Anleger die Hoffnung. Keine chinesische Wirtschaft, die sie hoffen lässt, keine FED, die noch mehr Geld druckt, keine BRIC-Staaten, die Erfolge vorweisen können. Vielleicht realisieren auch einige Marktteilnehmer, dass sie es mit dem Anstieg an der Börse übertrieben haben und dass jetzt niemand mehr da ist, der bereit ist, zu diesen Kursen Aktien zu kaufen.

Nein, die Stimmung an der Börse ist zunächst hin. Wer kann, verlässt das Börsenparkett, solange er das ohne Schaden machen kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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