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DAX: Verlustpotential muss eingeplant werden

Gepostet von am 14 Jan, 2014 in DAX | Keine Kommentare

DAX: Verlustpotential muss eingeplant werden

Der DAX notiert wieder deutlich im Minus. Schon der Jahresbeginn war bereits tiefrot. Könnte das ein Zeichen für das Gesamtjahr sein? Die Anleger sind noch immer berauscht von den erfolgreichen Jahren 2012 und 2013. Daher kommt es ihnen nicht in den Sinn, dass die Märkte vielleicht genug haben könnten. Obwohl noch viele an einen baldigen Anstieg glauben, könnte die Realität eine Phase der Verluste mit sich bringen.

An der Börse soll es immer weiter und höher gehen. Dabei wird nicht bedacht, dass die Anleger nur eine bestimmte Aufnahmekapazität haben. Es kann also nicht ewig rauf gehen. An der Börse sagt man auch, die Kurse können nicht bis in den Himmel steigen. Ganz anders die Stimmung der Anleger. Sie hoffen aufgrund der guten Leistung des DAX in den Vorjahren, dass der Index auch dieses Jahr diese Leistung beibehalten wird. Das könnte sich als falsche Hoffnung herausstellen.

Der Aktienmarkt ist bisher durch das billige Geld der Zentralbanken angetrieben worden. Man sagt dazu auch Liquidität. Den Aktienmarkt kann man sich wie einen Schwamm vorstellen. Dieser kann Liquidität (Geld) aufnehmen, aber nur, bis er vollgesogen ist. Dann können Sie diesen Schwamm in noch so viel Wasser tauchen, wie sie wollen, es hilft nichts. Er wird keine weitere Liquidität aufnehmen können.

Wenn sehr viele Investoren bereits Wertpapierbesitzer sind, dann wird die Menge an Neuerwerbern immer niedriger. Gleichzeitig verschiebt sich das Preisniveau von Aktien mit jedem Jahr des Anstiegs in Richtung teuer. Investierte Anleger sind dann eher bereit, ihre Gewinne zu realisieren, indem sie ihre Anteile verkaufen. Neue Käufe bleiben aus, weil auch Anleger an der Seitenlinie nicht mehr bereit sind, auf diesem Niveau einzusteigen. Der Anstieg kommt zum Erliegen.

In solch einem Umfeld plagen den Investor die immer selben Gedanken. Er sieht zunächst schwache Kurse, kann sich jedoch weiter fallende Kurse nicht vorstellen. Zu sehr hat sich sein Gehirn an immer neue Hochs aus der Vergangenheit gewöhnt. Das entspricht auch der menschlichen Natur. Etwas, das bisher so war, soll auch in der Zukunft so weitergehen (DAX steigt stetig).

Hier kommt der Schwamm wieder ins Spiel. Börsen können übertreiben, jedoch nicht ewig ansteigen. Ein schwacher Jahreschart und eine bisher schwache US-Berichtssaison laden ebenso nicht zu neuen Käufen ein, wie eine planlos wirkende Zentralbankpolitik. Wenn die aktuellen Bewertungen der Unternehmen nicht durch Unternehmenszahlen bestätigt werden, dann werden sich viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt sehen. Das führt dann erneut zu Verkäufen. Erst langsam und dann immer schneller kommt die Börse in solch einem Umfeld zum Rutschen.

Da die Anleger mit dem Kursverfall nicht rechnen, kommt er schleichend. Anleger sprechen von einer Korrektur, die bald ihr Ende finden wird. In der Vergangenheit war das auch so, doch jetzt setzt sich die Möglichkeit von deutlich fallenden Kursen immer sichtbarer durch. Das Potential ist vorhanden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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