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Zentralbank: Die Geldpolitik der EZB hat versagt

Gepostet von am 10 Jan, 2014 in Europa | Keine Kommentare

Zentralbank: Die Geldpolitik der EZB hat versagt

Die EZB hat bei ihrer gestrigen Pressekonferenz nichts gesagt, was man bisher nicht gewusst hätte. Zudem hat sie bekräftigt, dass sie so weitermachen wird wie bisher und sogar „unkonventionell“ vorgehen will, sofern es nötig sein sollte. Im Grunde ist das ein Eingeständnis des Versagens der Politik der Europäischen Zentralbank. Diese Erkenntnis kommt mit jeder neuen Pressekonferenz deutlicher zum Vorschein.

Wenn Draghi sagt, die Geldpolitik der EZB werde weiter konjunkturstimulierend sein, dann kann ihm das so niemand wirklich glauben. Nach Worten ist sie das nämlich schon seit Jahren. Schnell fragt sich der Leser, warum dann die Konjunktur in Europa nicht rund läuft (Ausnahme Deutschland). Tatsächlich hat die Politik der EZB versagt, nur will sie sich das nicht eingestehen, stattdessen will sie noch mehr Geld zur Verfügung stellen.

Es ist schwer, die EZB zu verstehen. Man stelle sich vor, ein Bauer holt Wasser vom Brunnen. Er hat aber nur einen löchrigen Eimer, und bis er wieder zu Hause ankommt, ist kaum noch Wasser im Behältnis. Die EZB verleiht Geld an die Banken, dort versickert das Geld jedoch und kommt nicht in den Wirtschaftskreislauf. Daraufhin sagt die EZB, dann pumpen wir eben noch mehr Geld. Auf den Bauern übertragen, würde das bedeuten, dieser würde öfter und schneller zum Brunnen rennen, um Wasser zu holen. Verstehen muss man das nicht.

Offensichtlich schlägt die Politik der EZB nicht an. Die Europäische Zentralbank müsste darüber nachdenken, Dinge anders zu machen, denn die bisherige Geldpolitik ist gescheitert. Leider bemessen viele Menschen Erfolg auch an der Entwicklung der Börsen. Und da kann sich die Leistung der EZB sehen lassen. Aktionäre haben vom billigen Geld profitiert.

Wo liegt der Erfolg der Geldpolitik für Bürger und Staat? Eben, da ist nicht viel vorzuweisen. Das weiß auch Herr Draghi. Dieser sagte unverblümt, die EZB werde auch unkonventionelle Maßnahmen einsetzen, wenn es nötig sein sollte. Das ist insofern beängstigend, da die Institution damit rechnet, dass unübliche Maßnahmen nötig werden könnten. Eine erfolgreiche Politik sieht anders aus.

Die EZB verstrickt sich immer mehr in ihrem Konstrukt windiger Formulierungen. Es heißt: Wir stützen die Konjunktur mit billigem Geld (das nie in der Wirtschaft ankommt) und lassen die Zinsen besonders niedrig, damit Kredite vergeben werden (die niemand in Anspruch nimmt), um damit die Krise zu beenden (die seit fünf Jahren schon andauert).

Erfolgreiche Krisenpolitik sieht anders aus.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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