Vermögensabgabe: So könnte sie aussehen

Gepostet von am 8 Jan, 2014 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Vermögensabgabe: So könnte sie aussehen

Bisher ist kein Ende der Schuldenkrise in Sicht. Die Staaten ächzen unter der Last, die ihnen auf den Schultern liegt. Sie haben nur keine Idee, wie sie diese Last mindern könnten. Der IWF hat eine einfache Lösung in der Tasche. Er schlägt vor, das fehlende Geld von den Bürgern zu nehmen. Man müsse das Vermögen der Leute mit einer Abgabe belegen und der Staat könne sich dadurch wunderbar entschulden. Wie könnte sich das auf die verschiedenen Vermögensarten auswirken?

Der IWF greift schon seit Jahren in seine psychologische Trickkiste. Er wiederholt in regelmäßigen Abständen, dass eine Vermögensabgabe eine Möglichkeit ist, mit der sich die Staaten von der Schuldenlast befreien könnten. Dann wiederholt er das Gesagte und stellt die Vermögensabgabe als etwas Befreiendes, als etwas Notweniges hin. Damit würde die Last von den Schultern der Staaten gemindert werden. Das soll eine positive Wirkung entfalten. In ihrer letzen Analyse kommt er dann zu dem Schluss, dass es keinen anderen Weg gäbe, als das Volk zur Kasse zu bitten. An der Vermögensabgabe, er schlägt 10 % vor, führe nichts vorbei. Je öfter er das Gesagte wiederholt und je deutlicher er dies mit Ausarbeitungen untermalt, umso fester brennt sich die Notwenigkeit solch eines Schrittes bei den Bürgern ein.

Einige werden zunächst entrüstet sein, wenn es soweit ist, doch viele werden sich der Vermögensabgabe hingeben. Sie werden sagen, lieber 10 % von dem abgeben was ich habe, als eine Enteignung oder dergleichen. Zudem werden die Bürger solch eine Abgabe als solidarischen Schritt verkauft bekommen. Der IWF wiederholt nicht umsonst gebetsmühlenartig, dass die Vermögensabgabe nötig sei. Er bezweckt damit, dass sich die Leute mental schon mal daran gewöhnen.

So könnte sich die Abgabe auf die verschiedenen Vermögensarten auswirken:

Immobilie: Manch ein Bürger würde schnell zu dem Schluss kommen, dass er ja nichts hätte. Er würde zwar ein Eigenheim besitzen, doch die Schulden auf der Bank müsste man ja gegenrechnen, so seine sorglose Überlegung. Das ist tatsächlich zu sorglos gedacht. Bei der Vermögensabgabe geht es um das Vermögen, also das, was man zu einem Stichtag besitzt. Es geht nicht um Verbindlichkeiten. Dann werden Immobilien einfach nach einer Preistafel bewertet. Ob die angegebenen Werte realistisch sind, wird nicht gefragt werden. Die angegebenen Preise müssen nur hoch genug angesetzt werden, denn der Staat erhält ja von dem Wert dann seine 10 %. Für den Immobilienbesitzer bleibt dann nur der Gang zur Bank, um dann zu seinem bestehenden Kredit noch einen neuen aufzunehmen.

Aktien: Wertpapiere werden ebenfalls nicht an der Abgabe vorbeikommen. Da Aktien heute nicht zu Hause aufbewahrt werden, sondern in einem Depot, weiß jeder, der es wissen muss, wann und wohin welche Aktie gebucht wurde. Auch hier ist die Vorgehensweise gleich. Man nimmt einen Stichtag und bewertet das Aktienvermögen. Es ist dann egal, ob der Besitzer seine Wertpapiere in der Zwischenzeit verkauft hat. Es geht nur darum, ein Vermögen festzustellen, um davon einen Teil abzuzweigen.

Geld: Geld lässt sich wenigstens leicht verstecken, man muss es nur rechtzeitig vom Bankkonto abgehoben haben. Wenn man sich hingegen von der Vermögensabgabe überraschen lässt, dann gilt auch hier die Bewertung zu einem Stichtag. Natürlich liegt dieser bereits in der Vergangenheit und das Guthaben von damals lässt sich dann nicht mehr leugnen.

Das Thema Vermögensabgabe wird immer wieder in den Medien thematisiert. Es wird leicht dosiert, damit sich die Bürger daran gewöhnen können. Der IWF macht den Staaten auch gleich schon Vorschläge, wie man die Bürger am besten überraschen kann. Es geht ausschließlich darum, wie die Vermögensabgabe das meiste Geld in die Kassen der Staaten spülen kann. Dabei ist die Frage nicht mehr, ob diese Abgabe kommen wird, sondern nur wann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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