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Trading: Das Dilemma mit der Literatur

Gepostet von am 8 Jan, 2014 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Das Dilemma mit der Literatur

Wer an der Börse agieren möchte, der braucht Wissen. Dieses wird sich heute, trotz des Internets, noch immer über die Literatur angeeignet. Börsenbücher werden von Neulingen in Scharen gekauft, um ja auch über jede Form der Analyse oder der Strategie informiert zu sein. Dabei geht es nur noch um die Menge und nicht mehr um die Qualität. Genau diese Erkenntnis kann den Neuling auf Dauer nicht glücklich machen.

Börsenbücher gibt es zu Hauff. Zu den Themen langfristige Anlage, zu Daytrading, zu Investitionen oder zu Spekulationen. Es wird auch geschrieben über die Fundamentalanalyse oder über die Chartanalyse. Es gibt Unmengen an Büchern über verschiedene Indikatoren, die zum Erfolg führen sollen. Hinzu kommen die vielen Titel über Psychologie und über Produkte, die man anwenden kann, um erfolgreich an der Börse zu sein.

Beim Konsum von Finanzbüchern gilt nach wie vor: Quantität anstelle von Qualität. Zwar werden zunächst die Bestseller eines bestimmten Fachbereichs gelesen, das ist dem Neuling bald jedoch nicht mehr genug. Er hofft, dass in anderen Büchern noch mehr Erhellendes steht. Also werden auch diese gekauft und durchgelesen. Immer drängt es den Neuling nach einem geheimnisvollen Wissen, das sich irgendwo versteckt hat.

Es werden dann nicht ein oder zwei Bücher eines Themenfeldes (z. B. Candlesticks oder Elliot-Wave) gelesen, sondern gleich fünf oder sechs. Im Grunde steht in jedem Buch das Gleiche drin. Sie sind unterschiedlich in der Sprache und in der Aufmachung, der Kern aber, das Wissen, das vermittelt werden soll, ist immer gleich.

Genau hier müsste es dem Anleger, Investor oder dem Daytrader dämmern, dass irgendwann alles Wissen vermittelt ist. Irgendwann ist jede weitere Literatur nur noch Ballast. Der Neuling liest das neue Buch und fühlt sich dennoch nicht wohl mit den Erkenntnissen, die er gewonnen hat (oder auch nicht gewonnen hat).

Es ist nämlich so, dass irgendwann die Wissensaufnahme nur noch minimal ist. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem der Trader alles gelesen hat, was zu diesem Thema gesagt werden muss. Er muss diesen gedanklichen Effekt nur realisieren und akzeptieren. Dann erst kann er sein bereits vorhandenes Wissen vertiefen. Dann erst kann er das (wenige) Gelesene wirklich für sich nutzen und optimieren.

Wenn es nicht „klick“ macht und der Neuling sich nicht von seinem Wissenshunger lösen kann, dann wird sein Dilemma mit der Börsenliteratur kein Ende finden. Er wird immer weiter auf der Suche sein, jedoch niemals etwas finden, das ihn zufriedenstellen wird.

Denken Sie mal darüber nach, wie viele Bücher Sie schon im Regal haben und welche Sie wirklich weiter gebracht haben. Das werden nicht viele sein, denn irgendwann sind die Regeln klar. Wie der Neuling dann erfolgreich an der Börse agieren kann, das steht nämlich in keinem Buch. Das muss ihm nur klarwerden, dann hat sein Dilemma mit der Literatur auch ein Ende.

Eine kleine Übersicht präsentieren wir hier: Unsere Literaturempfehlungen

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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