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Börse: So denken Käufer bei fallenden Kursen

Gepostet von am 3 Jan, 2014 in Börse | Keine Kommentare

Börse: So denken Käufer bei fallenden Kursen

Der gestrige Handelstag gab sowohl den Käufern als auch den Verkäufern etwas zum Nachdenken. Die Käufer sehen den Aktienmarkt eine gesunde Korrektur vollführen, die Verkäufer den Beginn einer Phase deutlich fallender Kurse. Die Käufer geben sich nun der Hoffnung hin, dass alles nicht so schlimm wird. Solch eine Einstellung kann sehr schmerzhaft enden. Was geht in ihren Köpfen vor?

Nein, noch ist im DAX nichts verloren. Ein Verlust von 1,6 % oder 150 Punkten ist noch kein Börsencrash, vor dem der Anleger Angst haben müsste. Die kleinen Eindrücke mahnen jedoch zur Vorsicht, denn die Dominanz der Verkäufer war erdrückend. Der Index ist von Beginn an den ganzen Handelstag gefallen. Er schloss sogar auf Tagestief, ohne dass sich eine Gegenbewegung durchsetzen konnte. Der Gesamtmarkt hinterlässt einen schwachen Eindruck.

Die Käufer sind derzeit an der Börse in der Überzahl. Sie dominierten die Marktmeinung nach immer neuen Hochs. Sie wollen noch mehr, als das bisher Erreichte. Daher erwartet diese Gruppe ein baldiges Ende der Korrektur und dann einen Angriff auf neue Hochs.

Diese Haltung lässt die Anleger keine Angst vor weiteren Verlusten haben. Genau das ist gefährlich. Obwohl der Markt dann doch weiter fällt, wird diese Gruppe weiter von einer Korrektur ausgehen. Später, wenn der DAX noch weiter fällt, von einer gesunden Korrektur sprechen. Halten die Kursverluste unerwarteterweise noch weiter an, dann werden die Käufer von einer ausgedehnten Korrektur sprechen. Sie werden ein Ende des bisherigen Aufwärtstrends jedoch nicht für möglich halten.

Immer wird die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kursverluste in der Ausdrucksweise ihrer Worte mitschwingen. Ein Ende der Abgaben tritt jedoch nicht ein, die Börse fällt weiter. Für einige wird dann der Zeitpunkt für einen Verkauf ihrer Wertpapiere mit Gewinn vorüber sein. Diese behalten ihre Anteile und sehen den nachgebenden Kursen weiter hinterher.

Diejenigen, die ihre Positionen in den Verlustbereich haben rutschen lassen, fangen nun auch an zu resignieren. Sie erkennen ihren Fehler (nicht rechtzeitig die Zeichen der Zeit gedeutet, zu gierig gewesen, nicht rechtzeitig verkauft, Stoppkurs nicht gesetzt) und meinen, es sei nun zu spät für einen Verkauf.

Während andere, meist kapitalstarke Marktteilnehmer immer weiter den Markt mit Verkäufen erdrücken, bleiben vornehmlich Privatanleger weiter in ihren Positionen und hoffen auf baldige Besserung. Je schmerzhafter die Verluste werden und je länger die Verluste andauern, umso größer wird die Hoffnung sein.

Jetzt beginnt die geschundene Seele der Käufer, Hilfe vom Markt einzufordern. Das kann eine Unterstützung von den Leitbörsen aus den USA sein oder die Hilfe von den Zentralbanken, die positiv reden oder gar stützend in den Markt eingreifen sollen.

Die Käufer ignorieren meist, dass der der Markt zu allem fähig ist. An der Börse ist alles möglich. Auch eine Phase fallender Kurse, die länger andauern kann, als vielen lieb ist. Daher ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen, ob das blinde Festhalten an der eigenen Haltung noch zeitgemäß ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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