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Trading: Anfänger scheitern an ihrer Einstellung

Gepostet von am 20 Dez, 2013 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Anfänger scheitern an ihrer Einstellung

An der Börse gibt es Investoren und es gibt Trader. Die zweitgenannten haben wenig Zeit. Sie stehen meist unter Stress und müssen viel Druck aushalten. Für Trader gibt es immer die volle Dröhnung des Börsengeschehens. Kleine Zeitfenster, große Einsätze und enge Limits machen es dem Trader nicht einfach, den Tradingalltag zu bewältigen. Ein Scheitern wird meist dem Markt angelastet, dabei liegt die Ursache an der eigenen Einstellung.

Dem Trader läuft (gefühlt) andauernd der Markt weg. Also muss er sich sputen, um Entscheidungen zu fällen. Geht es jetzt long oder short? Vielleicht wartet er noch eine Kerze, bevor eine neue Position eröffnet wird. Egal, wie er das Chartbild interpretiert, der Markt verlangt nach einer Entscheidung. Der kurzfristige Anleger soll handeln, und das macht der Trader dann auch.

Meist stehen wenigen Gewinntrades mehrere Verlusttrades gegenüber. Die Gewinntrades halten die Laune des Daytraders aufrecht. Der Markt gibt ihm immer wieder etwas Zucker, damit er nicht mit den kurzfristigen Trades aufhört. Die Verlusttrades nagen an seiner Psyche. Wird der nächste Trade wieder so ausgehen wie der vorherige? Wie viel Verlust lässt sich diesmal ertragen?

Mit Verlusten umzugehen ist nicht jedermanns Sache. Fast immer ist die Ursache ein zu hoher Einsatz, denn viele Trader finden eine Transaktion mit einem kleinen Einsatz schlicht zu langweilig. Es kribbelt nicht im Bauch. Daher neigt die Mehrzahl zu höheren Einsätzen, die einfach nicht guttun, wenn der Trade schief läuft. Die Erkenntnis, dass hohe Einsätze schlecht für den Börsenerfolg sind, kommt nur bei wenigen zustande. Da trennt sich die Spreu schnell vom Weizen.

Die meisten Trader suchen nach dem ultimativen Trade, nach dem Geschäft ihres Lebens, das ihnen große Profite bringt. Der DAX soll den ganzen Tag nur fallen und dabei mehrere Hundert Punkte am Stück verlieren. Gekauft werden soll die Shortposition am Tageshoch und verkauft natürlich am Tagestief. Manche Leser fühlen sich jetzt vielleicht ertappt, weil ihnen dieselben Gedanken bereits schon mal durch den Kopf geschossen sind.

In Wirklichkeit will der ultimative Move einfach nicht stattfinden. Wer hat nicht schon darauf gewartet? Auch hier gilt es, an der Einstellung zu arbeiten. Der Trader realisiert in der Regel kleine Gewinne. Das ist sein Instrument, an den Marktbewegungen zu partizipieren, sonst ist er kein Trader, sondern Investor (lässt Gewinne laufen und wartet meist).

Wer dauerhaft Erfolg haben will, muss sich auch von dem Bild des „Perfektseins“ lösen. Als Daytrader kann man unmöglich perfekt sein. Sich selbst den Raum zuzustehen, dass man auch mal falsch liegen kann, ist schon sehr viel wert. Man kann an der Börse gut sein und dennoch gelegentlich Verluste einfahren. Der Unterschied zwischen Anfänger und Profi ist: Dem Profi ruiniert die Verlustphase nicht das Tradingkonto.

Beim Trading zählt nicht der schnelle, sondern der dauerhafte Erfolg. Die meisten kurzfristigen Anleger warten noch auf die Erkenntnis, die ihnen einen realistischen Blick auf den Tradingalltag gibt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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